Der Ring: Next Generation


Richard Wagner (1813 – 1883) / Alexandra Holtsch

Jugendprojekt mit Motiven aus DER RING DES NIBELUNGEN und Neukompositionen von Alexandra Holtsch. Uraufführung an der Deutschen Oper Berlin am 10. März 2013. Auftragswerk der Deutschen Oper Berlin

öffnen

Besetzung

schließen

Besetzung

Musikalische Leitung Moritz Gnann
Musikalische Leitung der elektronischen Musik Alexandra Holtsch
Inszenierung Robert Lehniger
Rauminstallation und Film Tobias Yves Zintel
Kostüme Irene Ip
Choreographie Emmanuel Obeya
Dramaturgie Dorothea Hartmann
Anne Oppermann
DJ und Sound-Designer The Panacea
Sopran Hulkar Sabirova
Mezzosopran Rachel Hauge
Clémentine Margaine
Tenor Burkhard Ulrich
Bariton Bastiaan Everink
Bassbariton Seth Carico
Tanz, Gesang, Musik, Sprache u. a. 60 Jugendliche aus Berlin
Orchester Orchester der Deutschen Oper Berlin
öffnen

Informationen

schließen

Informationen

60 Jugendliche – 60 Orchestermusiker – 6 Opernsänger – 2 DJs – 2 Generationen – 1 Thema: Wie entsteht das Neue?

Hier könnt Ihr schon einmal in die Musik reinhören. 45 Sekunden Audiotrailer.

Über sechs Monate hinweg haben 60 Berliner Jugendliche gemeinsam mit einer Komponistin/DJ und einem Regieteam eine experimentelle Musiktheater-Produktion erarbeitet: DER RING: NEXT GENERATION.

Ausgangspunkt ist die „next generation“ in Wagners monumentalem Musik-Epos DER RING DES NIBELUNGEN. Als „Menschen der Zukunft“ bezeichnete Wagner selbst dort die nächste Generation. Diese Kinder und Enkel – Siegmund, Sieglinde, Siegfried, Brünnhilde und Hagen – werden von den Älteren erhofft wie gefürchtet. Sie sind die Hoffnungsträger. Und sie sind eine Gefahr für das alte System. Sie symbolisieren das Neue, den Aufbruch, das Scheitern oder die Verheißung einer ungewissen Zukunft.

Das groß angelegte Jugendprojekt DER RING: NEXT GENERATION dreht sich um diese Themen: Suche nach dem Neuen, Rebellion, Scheitern oder Ausblick auf die Zukunft der heutigen „next generation“, die von der älteren Generation unter Umständen gar nicht mehr verstanden wird. Grundprinzip der Arbeit war es nicht, ein Werk des Opernrepertoires mit Mitteln der Jugendlichen „neu“ zu erzählen. Vielmehr werden Elemente und Figuren aus dem RING von den Jugendlichen befragt und in die eigenen Lebenszusammenhänge gebracht. In Gruppenimprovisationen, musikalischen Sessions, Diskussionsrunden, Lesungen wissenschaftlicher Literatur oder auch Museumsbesuchen wurde gemeinsam Material kreiert zu folgenden Fragen:

Wie entsteht das Neue?
Gibt es einen Kreislauf des Alten und Neuen, einen Rhythmus von Auflehnung, Rebellion und neuen Ideen?
Wie geht die Jugend mit dem Erwartungsdruck um, Hoffnungsträger für die Zukunft zu sein?
Und überhaupt: Wie sieht die Zukunft aus? Was kommt nach der Götterdämmerung?

Der junge Regisseur Robert Lehniger hat sich auf die Schnittstelle von Film und Theater spezialisiert und sorgte mit Arbeiten für Aufsehen u.a. an Bühnen wie dem Schauspielhaus Zürich, Theater am Neumarkt Zürich, Theater Basel, Schauspiel Frankfurt, den Münchner Kammerspielen, der Volksbühne Berlin, dem Burgtheater Wien und dem Schauspiel Hannover. Lehniger entwickelt DER RING: NEXT GENERATION gemeinsam mit der Komponistin und DJ Alexandra Holtsch: Holtsch legte als DJ ab 1994 in namhaften europäischen Clubs auf und war u.a. Resident-DJ in dem Drum’n’ Bass Club WTF Berlin. Alexandra Holtschs ausgeprägter Stil, zeitgenössische elektronische Musik mit Werken aus allen Epochen zu mixen, brachte sie u.a. ins Kiss-FM-Radio (Berlin), Radio FM4 (Wien) oder ins Radio F.G. (Paris). Darüber hinaus ist Alexandra Holtsch auch als Schauspielmusikerin und Komponistin im Bereich der zeitgenössischen Musik tätig und erarbeitete u.a. 2006 das musikalische Konzept und die Musik für die Scratchopera BARCODE zur 10. Münchner Biennale für Neues Musiktheater München.

In Kooperation mit dem Haus der Jugend Charlottenburg (Jugendclubring Berlin e.V. in Kooperation mit dem Jugendamt Charlottenburg-Wilmersdorf)

Präsentiert von taz.die tageszeitung

öffnen

Rahmenprogramm

schließen

Rahmenprogramm

Jugendliche zeigen im Foyer ihre Impressionen zu Wagners RING als Comic- und Graffiti-Kunstwerke