Hors-Scènes / Seitenwege


Klanginstallationen in der Tischlerei

Von und mit Studierenden des Masterstudiengangs Sound Studies im Berlin Career College der Universität der Künste Berlin unter Leitung von Professor Hans Peter Kuhn.

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6 Klanginstallationen: >>>
Rooms – gepriesene Räume, Klangfarbe: warm Anna Maria Bogner
On the Observer Jessica Ekomane Etoua
Randexistenz Silje Nes
Einige Schritte voraus Jan Brauer
Sonic Climber Thomas Meier
Noten Rafael Santiago
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Open house in der Tischlerei: An drei Tagen im Mai wird die hohe Werkhalle mit sechs Klanginstallationen bespielt, die einladen, das Hören und den Raum neu zu entdecken. Nach der Vernissage am 27. Mai um 16 Uhr ist die Tischlerei täglich mehrere Stunden geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Sechs Studierende der Sound Studies (UdK) unter der Leitung von Professor Hans Peter Kuhn haben unterschiedliche Klanginstallationen konzipiert, die sich entweder mit dem Raum, dem Ort selbst oder der Situation „Oper“ auseinandersetzen: Anna Bogner erklärt den Raum als zentralen Gedanken zum Gegenpol der Zeit: "Hier ist Raum alles, denn die Zeit lebt nicht im Gedächtnis." Die Klangwelt des Bergsteigers an der Steilwand des 8000ers ist Gegenstand von Thomas Meiers Installation: „Auf dem Gipfel öffnen sich die Ohren dem Klang der Welt.“ Einen Besucher, der ungewollt den Theaterdonner auslöst und alle in Aufruhr versetzt, stellt Jan Brauer ins Zentrum seiner Klangkunst: "Der Theaterbesucher muss sich im Allgemeinen sehr ruhig verhalten, in dieser Klanginstallation darf er jedoch aus sicherer Entfernung stören." Silje Nes‘ Arbeit „Randexistenz“ zeigt einen geheimnisumwitterten leuchtenden Kubus, der von nicht identifizierbarer Klangwelt umgeben ist. („What is clear will be unclear, what is unclear will be clear.") Rafael Santiago sucht nach der Poesie eines völlig neuen Klangs: „Ich träume von einem Klang, solch einen Klang habe ich niemals zuvor gehört. Er hat sich von Zeit befreit, zeitloser Klang, Klang der Imagination, Erinnerungen, Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft, spielen hier keine Rolle mehr. Übrig bleibt nur Raum, imaginärer Raum“. Und Jessica Ekomane beschäftigte sich mit einem Ereignis aus der Geschichte der Deutschen Oper: „Am 20. April 2001 ist der italienische Dirigent Giuseppe Sinopoli während einer Aufführung auf der Bühne der Deutschen Oper gestorben. Ein verschwundener Dirigent, ein leerer Sitzplatz und ein Orchester, das sich sinnlos und unendlich stimmt, symbolisieren Vergänglichkeit und Illusion."

Die Ausstellung ist Teil des Studiengangs Sound Studies am Berlin Career College der UdK, der sich mit allen Ableitungen von Klang befasst und neben der rein künstlerischen Betätigung auch die theoretischen Hintergründe beleuchtet und die auditive Wahrnehmung in Architektur, Design und Medien untersucht und lehrt. Dieses Projekt ist der Beginn einer längerfristigen Kooperation der Deutschen Oper mit dem Studiengang Sound Studies.