Irgendwie Anders


Juliane Klein (*1966)

Stück von Juliane Klein für Chor und Klavier nach dem Bilderbuch "Something Else" von Kathryn Cave und Chris Riddell; Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 14. Mai 2013

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Musikalische Leitung Christian Lindhorst
Inszenierung Frauke Meyer
Bühne, Kostüme Uta Materne
Dramaturgie Curt A. Roesler
Am Klavier Douglas V. Brown
Kinderchor der Deutschen Oper Berlin
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„Tut uns leid, du bist nicht wie wir“ und „Du gehörst nicht hierher“, das sind die Sätze, die es sich immer wieder anhören muss, dieses eigentlich ganz sympathische Wesen mit dem sprechenden Namen Irgendwie Anders. Es hatte sich schon fast damit abgefunden, allein zu bleiben, da steht es plötzlich vor einer großen Herausforderung: Etwas. Dieses Wesen behauptet von sich, genauso „irgendwie anders“ zu sein. Aber Etwas ist auf andere Art anders. Mit so einem Wesen will Irgendwie Anders natürlich auch nichts zu tun haben. Der traurige Blick von Etwas beim Abschied löst bei ihm die Erkenntnis aus, dass genau diese Reaktion ja das Problem ist. Jetzt schnell Etwas zurückgeholt. Sie haben ja doch etwas gemeinsam, und wenn es nur die Erkenntnis ist, dass man einen Freund braucht und dass man niemanden ablehnen sollte, nur weil er vielleicht merkwürdig aussieht oder sich merkwürdig benimmt.

Das 1997 mit dem UNESCO-Kinderliteratur-Preis für Toleranz prämierte Bilderbuch „Something Else“ von Kathryn Cave und Chris Riddell trägt die Szene schon in sich. Die Berliner Komponistin Juliane Klein, Schülerin von Helmut Lachenmann, die bereits 2001 mit Westzeitstory und 2003 mit Hyp’Op zwei erfolgreiche Projekte für Kinder und Jugendliche realisiert hatte, hat daraus 2008 ein Musiktheaterwerk für Kinder und Erwachsene geschaffen, mit viel Raum für eigene Fantasien und Assoziationen. Ein Pianist und Mitglieder des Kinderchores der Deutschen Oper Berlin sind Akteure des gleichnamigen, ungewöhnlichen Musiktheaters, das auch musikalisch „irgendwie anders“ klingt: Zum Flügel gesellen sich als Instrumentarium auch Spielzeugautos, Handys, eine Küchenmaschine, Papiertüten oder Tischtennisbälle. Kindliche Spiellust, zauberhafte Klangfarben, tonale Melodien und atonale Klänge verbindet Juliane Klein zu einer ganz eigenen, frechen und poetischen Musiksprache.