La Traviata


Giuseppe Verdi (1813 – 1901)

Melodramma in drei Akten;
Libretto von Francesco Maria Piave nach dem Roman La dame aux camélias von Alexandre Dumas fils;
Uraufführung am 6. März 1853 in Venedig;
Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 20. November 1999

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

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Besetzung

Musikalische Leitung Ivan Repusic
Inszenierung Götz Friedrich
Bühne Frank Philipp Schlößmann
Kostüme Klaus Bruns
Licht Ulrich Niepel
Chöre Thomas Richter
Choreografische Mitarbeit Klaus Beelitz
Violetta Valéry Marina Rebeka
Alfredo Germont Yosep Kang
Giorgio Germont Jean-François Lapointe
Flora Bervoix Christina Sidak
Annina Siobhan Stagg
Gaston Gideon Poppe
Baron Douphol Stephen Bronk
Marquis D'Obigny Carlton Ford
Doktor Grenvil Andrew Harris
Giuseppe Matthew Newlin
Ein Bote Thomas Lehman
Ein Diener bei Flora Holger Gerberding
Chöre Chor der Deutschen Oper Berlin
Orchester Orchester der Deutschen Oper Berlin
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Auf einem Fest, zu dem Violetta Valery, luxuriös ausgehalten von Baron Douphol, nach scheinbarer Genesung von einer schweren Krankheit eingeladen hat, begegnet sie Alfredo Germont und einer Liebe, für die es in ihrer Welt keinen Platz gibt. Sie kehrt ihrem alten Leben den Rücken und zieht mit Alfredo aufs Land. Als Alfredos Vater von ihr verlangt, auf den Sohn zu verzichten, um die Hochzeit der jüngeren Schwester nicht durch ihren schlechten Ruf zu gefährden, gibt sie verzweifelt nach und schreibt Alfredo einen Abschiedsbrief. Auf einem Ball ihrer Freundin Flora kommt es zu einem Skandal: Violetta will Alfredo glauben lassen, dass sie den Baron Douphol liebt. In seiner Eifersucht schleudert ihr Alfredo das beim Spiel gewonnene Geld vor die Füße, als „Lohn für ihre Liebesdienste“. Einen Monat später, als in Paris der Karneval tobt, liegt Violetta im Sterben. Alfredo kommt zurück – sein Vater hat ihm die Wahrheit über Violettas Trennungsgrund gesagt. Violetta verzeiht, gibt Alfredo frei und stirbt.

Stoffvorlage für Verdis einzige Oper, die in der bürgerlichen Lebenswelt von Paris um 1847 spielt, war der viel beachtete Roman La dame aux camélias von Alexandre Dumas dem Jüngeren, der das Schicksal der am 3. Februar 1847 im Alter von 23 Jahren an Tuberkulose verstorbenen Edelkurtisane Marie Duplessis zum Thema einer kritischen Studie über die Pariser Halbwelt gemacht hat. Während in Dumas´ Schauspiel die Hauptfiguren in einem dichten Beziehungsgeflecht agieren, verzichteten Verdi und sein Librettist Francesco Maria Piave auf alles, was nicht unmittelbar mit dem Konflikt zwischen Violetta, Alfredo und dem Vater Giorgio Germont zu tun hat. Das ganz auf innere Bewegungen verlagerte Drama konzentriert sich auf die drei Stadien, die Violetta Valery durchlebt: Liebe, Verzicht und Tod.

Götz Friedrich hat der Tragödie die Atmosphäre eines Requiems verliehen, indem er die Leidensgeschichte der Violetta als Rückblende erzählt. Schon während des Vorspiels sieht man Violetta auf der kargen Bühne, die einem monumentalen Grabmahl gleicht, auf ihrem weißen Sterbebett liegen. Zu Beginn ihres Festes erhebt sie sich vom Bett, das flugs in eine Salonliege umfunktioniert wird, stülpt sich ein Ballkleid über – und durch die plötzlich aufbrechenden Türen tänzelt die vergnügungssüchtige Pariser Halbwelt herein. Erzählt wird die Geschichte ganz ohne Sentimentalität, ohne jeden Anflug von trivialer Direktheit. Konsequent wird das innere Bild des Dramas aufgerollt und die Untergangs- und Todesstimmung des Werkes zum Tragen gebracht.

Mit Unterstützung von Krone Management und Technologie sowie Herrn Klaus Krone

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Einführung: 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Rang-Foyer rechts