Oh, wie schön ist Panama


Lin Wang (*1976) nach Janosch

Musiktheater für alle ab 5 Jahren von Lin Wang (*1976) nach dem Bilderbuch von Janosch; Libretto von Dorothea Hartmann; ein Auftragswerk der Deutschen Oper Berlin; Uraufführung am 26. Januar 2013 in der Tischlerei der Deutschen Oper Berlin

öffnen

Besetzung

schließen

Besetzung

Musikalische Leitung Kevin McCutcheon
Inszenierung Daniel Pfluger
Bühne Flurin Borg Madsen
Kostüme Janine Werthmann
Dramaturgie Katharina Loock
Tiger Jörg Schörner
Bär Martin Gerke
Maus I, Tote Gans, Dame von Welt, Krähe, Erzähler I Bini Lee
Maus II, Kuh, Igel, Erzähler II Rachel Hauge
Fuchs, Hase, Bauer, Erzähler III Tobias Kehrer
Tiger-Ente Zafraan Ensemble
öffnen

Informationen

schließen

Informationen

„Ach ja, uns geht es gut.“ – Tiger und Bär sind zufrieden. Sie haben alles, was sie zum Leben brauchen. Doch eines Tages ist alles anders: Der Bär fischt eine Kiste aus dem Fluss, die von oben bis unten nach Bananen riecht. „Panama“ steht auf der Kiste. Und ab jetzt haben Tiger und Bär nur noch ein Ziel: „Panama – das Land meiner Träume“. Sie begeben sich auf eine große Reise hinaus in die Welt und machen sich auf die Suche nach ihrem Sehnsuchtsland. Eine poetische Geschichte vom Träumen, Reisen, die Welt Erfahren und dabei sich selbst Finden erzählt Janoschs Kinderbuch-Klassiker "Oh, wie schön ist Panama" von 1976. Dieser Stoff reizte die chinesische Komponistin Lin Wang, im Auftrag der Deutschen Oper Berlin ein spielerisches Musiktheater für Kinder zu kreieren, das auch musikalisch den Fragen von Heimat, Fremde und kultureller Identität nachgeht. Lin Wang gehört zu einer jungen Komponistengarde, die im Spannungsfeld zwischen chinesischer und europäischer Klangtradition arbeitet. Lin Wang wuchs in China auf und studierte von 1996 bis 2001 Komposition am Zentralen Konservatorium in Peking. 1998 wurde ihre Teilnahme an Maki Ishiis japanisch-chinesischem Wettbewerb mit dem Werk „Three Chapters of the Wind of Shanxi“, sowie 2000 ihr A Capella Chorstück „Today“ beim NLCC 20th Anniversary Choral Composition Prize in Großbritannien mit dem ersten Preis ausgezeichnet. An der Hochschule für Musik Saarbrücken setzte Lin Wang ihr Studium 2002 bei Theo Brandmüller fort und ergänzte in Frankreich ihre Ausbildung im Bereich der elektronischen Musik bei Daniel Teruggi und Francois Donato.
Ihr preisgekröntes Werk „JI LI GU LU“ für Kammerensemble wurde 2008 im Rahmen der Münchener Biennale-Konzertreihe „Klangspuren“ uraufgeführt und war im selben Jahr bei der Biennale di Venezia und den Bregenzer Festspielen zu hören.
Neben ihrer Kompositionsarbeit gründete sie 2009 das Künstlerprojekt „Our Creative Commune (O.C.C.)“ in Peking, bei dem 15 Kunstschaffende aus verschiedenen Bereichen der bildenden und darstellenden Künste gemeinsame Projekte verwirklichen. 2010 wurde ihre Oper DIE QUELLE bei der Münchner Biennale für Neues Musiktheater uraufgeführt. Ling Wang schrieb Auftragskompositionen für zahlreiche international renommierte Ensembles und Orchester, zuletzt entstand „… to be sung in the wood“, ein Doppelkonzert für die traditionellen chinesischen Instrumente Sheng und Zheng und Orchester, das im März 2012 von der Deutschen Radio Philharmonie uraufgeführt wurde. Für ihre Kompositionen wurde sie u.a. mit dem Gaudeamus, dem DAAD und dem Isang Yun Preis ausgezeichnet.


Die Deutsche Oper Berlin kooperiert bei dieser Produktion im Rahmen des Workshop-Projektes „Mein Panama“ mit drei Berliner Schulklassen (Peter-Paul-Rubens-Gemeinschaftsschule Schöneberg, Bürgermeister-Herz-Grundschule Kreuzberg, Katholische Schule Herz Jesu Charlottenburg). Zwei Monate lang können Schüler der Klassenstufen 1 bis 3 nicht nur die Reise von Tiger und Bär kennen lernen, sondern sich ihr individuelles Traumland „Panama“ erschaffen und dieses musikalisch und spielerisch ergründen. Die Ergebnisse dieser spannenden und urkomischen, blitzschnellen und tiefenentspannenden, sommersonnigen und hypergalaktischen Fantasiereisen werden dem Publikum als Auftakt vor Beginn der ersten drei Vorstellungen von OH, WIE SCHÖN IST PANAMA präsentiert.