Roberto Devereux (konzertant)


Gaetano Donizetti (1797 – 1848) / in der Philharmonie

Konzertante Oper in der Berliner Philharmonie

Tragedia lirica in drei Akten; Libretto von Salvatore Cammarano nach Jacques-François Ancelots Tragödie „Elisabeth d'Angleterre“; Uraufführung am 28. Oktober 1837 am Teatro San Carlo in Neapel; Konzertante Premiere in der Berliner Philharmonie am 5. November 2014

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

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Musikalische Leitung Pietro Rizzo
Chöre William Spaulding
Elisabetta I. Edita Gruberová
Herzog von Nottingham Davide Luciano
Sara, seine Frau Veronica Simeoni
Roberto Devereux Celso Albelo
Lord Cecil Gideon Poppe
Sir Gualtiero Raleigh Marko Mimica
Page Carlton Ford
Ein Vertrauter des Herzogs Stephen Bronk
Chöre Chor der Deutschen Oper Berlin
Orchester Orchester der Deutschen Oper Berlin
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Dass an den Königshäusern der Welt nicht immer alles zum Besten steht, ist keine Erfindung der Regenbogenpresse. Die Historie beweist es, Dichter und Tragödienschreiber wussten es, und für die großen Komponisten des italienischen Belcanto waren die Verstrickungen auf höchster Ebene willkommener Anlass für beeindruckende dramatische Schöpfungen. Vor allem Gaetano Donizetti ist da zu nennen. Er komponierte gleich mehrere Königsdramen, genauer: Königinnen-Dramen. In deren Mittelpunkt standen Persönlichkeiten wie Maria Stuart [MARIA STUARDA], Anne Boleyn, eine der unglücklichen Gattinnen von Heinrich VIII. [ANNA BOLENA], oder Elisabeth I., Königin von England [ROBERTO DEVEREUX]. Trotz ihrer Machtfülle sind sie alle einsame, leidende Frauen, deren Wunsch nach Liebe innerhalb der starren höfischen Traditionen, aber auch durch die Zwänge der Staatsräson keine Aussicht auf Verwirklichung hat.

Zugleich – und das gilt in besonderem Maße für Elisabeth, die ihren Geliebten Roberto Devereux, Earl of Essex, aus Eifersucht dem Henker auslieferte – sind sie starke Charaktere, deren weniger sanfte Seiten sie nicht nur deutlich interessanter machen als ihre passiv leidenden Geschlechtsgenossinnen, sondern dem Komponisten auch eine Fülle an dramatischen Situationen bieten.

ROBERTO DEVEREUX ist die Tragödie einer Herrscherin, deren Liebe verzweifeltem Hass weicht. Am Ende, als ihre Entscheidung, den untreuen Geliebten sterben zu lassen, nicht mehr rückgängig zu machen ist, verzichtet Elisabeth auf den Thron. Die große Finalszene der Königin gehört neben der Wahnsinnsarie der Lucia di Lammermoor zu den genialsten Schöpfungen Donizettis und bietet vor allem der Sopranistin die Gelegenheit, alle Register ihrer Kunst zu präsentieren. Eine wahrhaft königliche Rolle für Edita Gruberová: Die Primadonna Assoluta des Belcanto triumphiert in dieser Parade-Partie von der ersten bis zur letzten Note, an ihrer Seite als der unglückliche Earl of Essex Celso Albelo sowie Veronica Simeoni als junge Rivalin der Königin.

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Einführung: 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Süd-Foyer