Christof Loy
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Biographie
Christof Loy zählt zu den international gefragtesten Opern- und Schauspielregisseuren seiner Generation. Er studierte Regie an der Folkwang Hochschule in seiner Heimatstadt Essen sowie Philosophie, Kunstgeschichte und italienische Philologie in München. Seit 1990 ist Loy als freischaffender Regisseur tätig, wobei er zunächst parallel im Opern- und im Schauspielbereich arbeitete, u.a. in Stuttgart (DIE ZAUBERFLÖTE, KINDER DER SONNE, PHÄDRA, TRIUMPH DER LIEBE), an den Münchner Kammerspielen (HAUTNAH von Patrick Marber), in Freiburg mit Donald Runnicles (DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL) und Bremen (PETER GRIMES). Ende der 90er Jahre verlagerte sich der Schwerpunkt seiner Arbeit zunehmend auf das Musiktheater.
Während der Intendanz von Tobias Richter pflegte Loy eine intensive Zusammenarbeit mit der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg (u. a. MANON, DON CARLOS, LES CONTES D’HOFFMANN, Monteverdi-Zyklus, LES TROYENS, LA BELLE HÉLÈNE, LOUISE). Weitere zentrale Stationen seines Wirkens waren das Bremer Theater (ORPHÉE, LA DAMNATION DE FAUST, PIQUE DAME) und die Hamburgische Staatsoper (ALCINA, IL TURCO IN ITALIA). Seit 1998 arbeitet er am Théâtre de la Monnaie in Brüssel (u. a. LE NOZZE DI FIGARO, DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL) und regelmäßig an der Bayerischen Staatsoper in München (SAUL, ROBERTO DEVEREUX, DIE BASSARIDEN, LUCREZIA BORGIA) und an der Oper Frankfurt (u. a. DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL, SIMON BOCCANEGRA, COSÌ FAN TUTTE, ARABELLA, DIE FLEDERMAUS). In England inszenierte Loy beim Glyndebourne Festival (IPHIGÉNIE EN AULIDE) und am Royal Opera House, Covent Garden (u. a. ARIADNE AUF NAXOS, LULU, TRISTAN UND ISOLDE). Engagements führten ihn außerdem nach Göteborg (ARABELLA) und Kopenhagen (LUCIO SILLA), ans Theater an der Wien (GIULIO CESARE, INTERMEZZO, DER PRINZ VOM HOMBURG), zum Festival d’Aix-en-Provence (ALCESTE), nach Genf (LA DONNA DEL LAGO, DIE LUSTIGE WITWE), Amsterdam (LES VÊPRES SICILIENNES) und Stockholm (LA FANCIULLA DEL WEST). Bei den Salzburger Festspielen war er mit Haydns ARMIDA, Händels THEODORA und 2011 mit DIE FRAU OHNE SCHATTEN zu Gast. 2010 inszenierte er Paul Claudels DER TAUSCH am Schauspielhaus Zürich, wohin er im Herbst 2011 für die Uraufführung von Thomas Jonigks Stück WEITER TRÄUMEN zurückkehrte. Zukünftige Projekte sind MACBETH in Genf und die Uraufführung von Andrea Lorenzo Scartazzinis Oper DER SANDMANN in Basel.
Christof Loy erhielt 2001 den Musikpreis der Stadt Duisburg und wurde für seine Londoner Inszenierung von ARIADNE AUF NAXOS für den Laurence Olivier Award nominiert; 2003, 2004 und 2008 ging er aus der Kritikerumfrage der Zeitschrift Opernwelt als Regisseur des Jahres hervor. Für seine Frankfurter Inszenierung von COSÌ FAN TUTTE erhielt er 2008 den Deutschen Theaterpreis Der Faust, für TRISTAN UND ISOLDE an Covent Garden 2010 den Laurence Olivier Award. Die DVD seiner LULU (ebenfalls Covent Garden) wurde für den Grammy Award 2011 nominiert, die DVD der Salzburger THEODORA für den Deutschen Schallplattenpreis.Produktionen
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