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Giorgio Madia

Zur Person

CHOREOGRAPH | REGISSEUR Der gebürtige Mailänder erhielt seine Ausbildung zum Tänzer an der Ballettschule der Mailänder Scala und wurde in das Ensemble des Teatro alla Scala übernommen. 1985 wurde er von Maurice Béjart als Solotänzer in dessen Ensemble engagiert, dem er mehrere Jahre lang angehörte. Ein umfangreiches klassisches und zeitgenössisches Repertoire erarbeitete er sich als Solotänzer, bald als Erster Solotänzer in den USA. Ihm wurden beim Pennsylvania Ballet, Milwaukee Ballet und San Francisco Ballet große Rollen des klassischen Repertoires ...
CHOREOGRAPH | REGISSEUR

Der gebürtige Mailänder erhielt seine Ausbildung zum Tänzer an der Ballettschule der Mailänder Scala und wurde in das Ensemble des Teatro alla Scala übernommen. 1985 wurde er von Maurice Béjart als Solotänzer in dessen Ensemble engagiert, dem er mehrere Jahre lang angehörte. Ein umfangreiches klassisches und zeitgenössisches Repertoire erarbeitete er sich als Solotänzer, bald als Erster Solotänzer in den USA. Ihm wurden beim Pennsylvania Ballet, Milwaukee Ballet und San Francisco Ballet große Rollen des klassischen Repertoires genauso anvertraut wie neoklassische Bravourstücke. Einige zeitgenössische Choreographen erarbeiten Kreationen mit ihm. Während dieser Zeit wurde er auch von Rudolf Nurejew verpflichtet, um an dessen mehrjähriger Abschiedstournee teilzunehmen und mit ihm zwei Duette, José Limóns „The Moor’s Pavane“ und Béjarts „Chant du compagnon errant“, zu tanzen. 1993 kehrte Giorgio Madia nach Europa zurück, wurde als Erster Solotänzer an das italienische Aterballetto engagiert sowie 1995 als Solotänzer an das Zürcher Ballett.

Ab 1997 widmete Giorgio Madia sich der Ballettmeister- und Pädagogen-Tätigkeit, die ihn zum Balletto di Toscana führte und zu Compagnien wie dem Ballett der Wiener Staatsoper, der Compañía Nacional de Danza, dem National Ballet Portugal, an das Teatro Comunale di Firenze oder zum Leipziger Ballett, um nur einige zu nennen. Schließlich war er Erster Ballettmeister beim Basler Ballett, sodann Assistent des Choreographen und Erster Ballettmeister beim BerlinBallett an der Komischen Oper Berlin.

2000 wurde er als Künstlerischer Leiter des Ballettensembles an das Teatr Wielki in Łódź berufen. 2003 folgte Giorgio Madia dem Ruf an die Volksoper Wien, wo er bis 2005 als Ballettdirektor und Chefchoreograph wirkte.

Mit dem Choreographieren und Regieführen begann Giorgio Madia bereits1995, seit 2005 arbeitet er freischaffend. Aufträge führten ihn mehrfach zum Staatsballett Berlin, an die Wiener Kammeroper, an die Opernhäuser in Krakau und Wroclaw, oder zum Wiener Opernball, für den er mehrfach die Eröffnung choreographierte. Mehrere seiner Produktionen für die lebendige Theaterlandschaft Polens wurden von Kritikern mit der „Goldenen Maske“ als Produktion des Jahres ausgezeichnet. In seinem Heimatland kreierte er Werke für das Balletto di Milano und das Balletto di Roma.

Die Liste seiner Arbeiten ist umfangreich. Neben Interpretationen der großen Klassikern des Ballettrepertoires – „Dornröschen“, „Der Nussknacker“, „Schwanensee“, „Romeo und Julia“, „La Fille mal gardée“ oder „Coppélia“ – stehen abendfüllende Tanzwerke, die auf individuellen Konzepten beruhen: „Nudo“, „Alice’s Wonderland“, „Cinderella“, „OZ – The Wonderful Wizard“, „Chopin imaginaire“, die Tanzkomödie „Harlekin“, die mit den Motiven der italienischen Commedia dell’arte spielt oder „La Dolce Vita“ als eine Adaption der Motive des legendären Fellini-Films.

Die wesentlichen Merkmale seiner künstlerischen Handschrift – Musikalität, ein ausgeprägter Sinn für den poetischen Moment, große Effekte und das tänzerische Element – finden auch in seinen Arbeiten für das Musiktheater ihren unverwechselbaren Ausdruck: Er inszenierte Offenbachs „Hoffmanns Erzählungen“, Lehárs „Giuditta“ für die Seefestspiele Mörbisch, das Musical „Ain’t misbehavin‘“, einen Doppelabend zweier Barockopern „La Guirlande | Zéphire“ von Rameau, die Kurzopern „Le pauvre matelot | Venus in Africa“, „Anatevka – Fiddler on the Roof“, „Der kleine Horrorladen“ oder Glucks „Orpheus und Eurydike“ als Ballet-Opéra.

Beim Staatsballett Berlin ist er mit der Kreation des Balletts „Don Juan“ zum dritten Mal zu Gast. Mit seinen bisherigen Arbeiten für das Ensemble, „Alice’s Wonderland“ (2007) und „OZ – The Wonderful Wizard“ (2011) hatte er bereits einen Nerv beim Berliner Publikum getroffen.

Foto: lichtstark.com