Ein Maskenball

[Un ballo in maschera]

Giuseppe Verdi (1813 – 1901)

Melodramma in drei Akten; Libretto von Antonio Somma nach dem Drama GUSTAVE III von Eugène Scribe; Uraufführung am 17. Februar 1859 in Rom; Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 19. Dezember 1993

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

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Musikalische Leitung Ivan Repusic
Inszenierung Götz Friedrich
Bühne, Kostüme Gottfried Pilz
Bühne, Kostüme Isabel Ines Glathar
Chöre Thomas Richter
Choreographische Mitarbeit Andria Hall
Gustaf III, König von Schweden Wookyung Kim
Graf René Anckarström Lado Ataneli
Dalibor Jenis (27.01.2013)
Luca Grassi (31.01.2013)
Tommi Hakala (08.02.2013)
Amelia, seine Gattin Heidi Melton
Ulrika Arvedson, Wahrsagerin Dana Beth Miller
Oscar, Page Martina Welschenbach
Christian, ein Seemann ZhengZhong Zhou
Graf Horn Andrew Harris
Graf Ribbing Seth Carico
Der Oberste Richter Peter Maus
Diener Alvaro Zambrano
Chöre Chor der Deutschen Oper Berlin
Orchester Orchester der Deutschen Oper Berlin
Tanz Opernballett der Deutschen Oper Berlin
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König Gustaf III. hält seine Morgenaudienz, als wäre es eine Theatervorstellung. Der Page Oskar überreicht dem König die Gästeliste eines bevorstehenden Maskenballs. Gustaf entdeckt darauf den Namen Amelias, der Frau seines besten Freundes René Anckarström, die er heimlich liebt. Eine Verschwörung gegen den König bahnt sich an. René warnt ihn, aber der König unterschätzt die Gefahr. Auch den Orakelspruch der Wahrsagerin Ulrika, die ihm weissagt, dass er getötet werden wird von dem, der ihm zuerst die Hand reichen wird, nimmt er nicht ernst, ist es doch sein Freund René Anckarström, der ihn mit Handschlag begrüßt. Als sich Gustaf und Amelia um Mitternacht auf der Richtstätte ihre Liebe gestehen, taucht René unerwartet auf, um den Freund erneut zu warnen. Er tauscht den Mantel mit dem König, damit dieser unerkannt fliehen kann und verspricht, die verschleierte Unbekannte zurück zur Stadt zu geleiten. Die Verschwörer kommen und greifen den vermeintlichen König an. René gibt sich zu erkennen. Seine Frau Amelia wirft sich zwischen die Kämpfenden und lässt dabei ihren Schleier fallen. Als betrogener Ehemann verspottet, will sich René den Verschwörern anschließen. Als der Page Oskar des Königs Einladung zum Maskenball bringt, beschließt er, den Ball für Gustaf zum Totentanz werden zu lassen, ohne zu wissen, dass sich der König bereits gegen die Liebe und für die Pflicht entschieden hat. Als er von Amelia Abschied nimmt, wird er von René erschossen.

UN BALLO IN MASCHERA gilt als Musterbeispiel für Verdis neue Ästhetik der verità, die ein breites Spektrum musikalisch-dramatischer Facetten entwickelt. Der tragischen Liebesbeziehung zwischen König Gustaf III. und Amelia, die einem Verhängnis gleicht, wird als Kontrapunkt die strahlende Hofatmosphäre, vor allem repräsentiert durch den Pagen Oskar, gegenübergestellt. Dramatischer Höhepunkt ist das Finale des 3. Aktes: Auf dem Maskenball der Hofgesellschaft finden sich mit dem Grafen René Anckarström auch die Verschwörer ein, die beiden Handlungsstränge durchdringen sich gegenseitig. Vor dem Hintergrund eleganter Tanzmusik entwickelt sich die Katastrophe. Die letzte Begegnung zwischen Amelia und Gustaf wird begleitet von einem stilisierten Menuett, nur einmal unterbrochen durch eine angstgeladene Musik, wenn Amelia um das Leben des Geliebten fürchtet. Die zwischen Begehren und Gewissensqual wechselnden Gefühle der beiden Hauptfiguren spiegelt die Vielfalt der musikalischen Gestaltung: musikalische Kontraste, scharfe Punktierungen und Synkopenbildungen bringen die Intensität der Gefühle zum Ausdruck. Das Drama vollzieht sich vor allem in der Musik.

Götz Friedrich und seine beiden Ausstatter lassen es darüber hinaus durch ihre Bühnengestaltung und eine ausgefeilte Personenregie auch auf der Bühne sicht- und erfahrbar werden.

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Einführung: 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Rang-Foyer rechts