Der Fliegende Holländer


Richard Wagner (1813 – 1883) / In der Philharmonie

Konzertante Oper in der Berliner Philharmonie
Romantische Oper in drei Aufzügen; Musik und Dichtung von Richard Wagner

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Fast ein ganzes Jahrhundert schien es so, als ob es beim FLIEGENDEN HOLLÄNDER nur eine allgemeingültige Fassung gäbe, eine Art „Fassung letzter Hand“, an der freilich Wagner selbst keinen Anteil hatte. Denn es war der Dirigent und Komponist Felix Weingartner, der 1896 die Partitur bei Breitkopf & Härtel herausgab, die bis heute noch für die meisten Aufführungen benutzt wird. Erst 1982 legte Isolde Vetter im Rahmen der Gesamtausgabe der Werke Richard Wagners eine Partitur vor, die sämtliche Schichten der Umarbeitung von der Uraufführung bis zu den Wiener Aufführungen 1860 abbildete. Lediglich in Bayreuth, wo die Originalpartitur von 1841 aufbewahrt wird, wurden schon früher Annäherungen an diese Urfassung vorgenommen: 1961 etwa sang Anja Silja die Ballade in der ursprünglich vorgesehenen Tonart a-Moll, und wenn ohne Pause gespielt wurde, dann wurde gelegentlich auch auf die schon zur Uraufführung in Dresden nachkomponierten Aktschlüsse und -einleitungen verzichtet.

Drei Nummern der HOLLÄNDER-Partitur waren schon fertig, als Wagner die Opernidee im Sommer 1841 an die Pariser Opéra verkaufte, während er selbst an einer möglichen Uraufführung an der Berliner Hofoper arbeitete. Diese Hoffnung zerschlug sich, aber die Dresdner Hofoper nahm die Oper an. Dafür nahm Wagner die bereits genannten Änderungen an der Partitur vor, verlegte die Handlung von Schottland nach Norwegen und passte die Namen einiger Rollen dem neuen Spielort an. Die Deutsche Oper Berlin präsentiert nun in der konzertanten Aufführung erstmals in Berlin die ursprüngliche Fassung, deren Instrumentation erheblich vom Gewohnten abweicht, eine deutlichere Nähe zur französischen Oper hat und gänzlich auf den verklärenden Schluss sowohl in der Ouvertüre wie am Ende der Oper verzichtet.