Don Carlo
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Giuseppe Verdi (1813 – 1901)
Oper in vier Akten;
Libretto von Joesph Méry und Camille Du Locle nach Friedrich Schillers Tragödie;
Uraufführung der italienischen Fassung von Achille de Lauzières am 10. Januar 1884 in Mailand;
Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 23. Oktober 2011
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Besetzung
Besetzung
| Musikalische Leitung | Donald Runnicles |
| Inszenierung, Bühne, Licht | Marco Arturo Marelli |
| Kostüme | Dagmar Niefind |
| Chöre | William Spaulding |
| Philipp II. | Hans-Peter König |
| Don Carlo | Russell Thomas |
| Rodrigo, Marquis von Posa | Dalibor Jenis |
| Graf von Lerma / Herold | Alvaro Zambrano |
| Der Großinquisitor | Paata Burchuladze |
| Albert Pesendorfer (10.11.2013 | 16.11.2013 | 24.11.2013) | |
| Ein Mönch | Tobias Kehrer |
| Elisabeth von Valois | Anja Harteros |
| Barbara Frittoli (24.11.2013) | |
| Prinzessin Eboli | Violeta Urmana |
| Tebaldo | Alexandra Hutton |
| Martina Welschenbach (07.11.2013 | 10.11.2013) | |
| Stimme von oben | Siobhan Stagg |
| 1. Flandrischer Deputierter | Ben Wager |
| 2. Flandrischer Deputierter | John Chest |
| Marko Mimica (10.11.2013 | 16.11.2013 | 24.11.2013) | |
| 3. Flandrischer Deputierter | Simon Pauly |
| 4. Flandrischer Deputierter | Andrew Harris |
| 5. Flandrischer Deputierter | Davide Luciano |
| 6. Flandrischer Deputierter | Stephen Barchi |
| Chöre | Chor der Deutschen Oper Berlin |
| Orchester | Orchester der Deutschen Oper Berlin |
Informationen
Informationen
Man weiß, dass Giuseppe Verdi sich als kritischer Geist nicht nur mit den Zeitläuften seiner Epoche herumgeplagt hat, sondern sehr wohl auch dem eigenen Schaffen mit stetig überarbeitungsbereiter Skepsis begegnet ist.
Keine andere seiner Opern hat er so häufig redigiert, gekürzt, umgestellt und neugefasst wie ausgerechnet diejenige, die durch ihr engmaschiges Gewirk aus politischen, religiösen und gesellschaftlichen Zwängen am ehesten an die Unausweichlichkeiten des griechischen Dramas heranreicht und damit seine düsterste geworden ist: DON CARLO.
Fast zwanzig Jahre liegen zwischen dem Kompositionsbeginn 1865 und der Mailänder Aufführung jener vieraktigen Fassung, die heute die meistgespielte ist. Verdi plagte sich dabei nicht nur mit den beiden Sprachen und ihren so verschiedenen Ausdrucksgestus, sondern versuchte auch immer wieder durch Kürzungen und Umstellungen zum optimalen Ergebnis zu gelangen. So bringt es die Schillers Drama in weiten Teilen getreue Oper auf nicht weniger als sieben Versionen.
Das Licht der Vernunft freilich sieht man in keiner aufscheinen. Gefangene ihrer Zwänge, Gefangene in selbstangelegten Zügeln, Gefangene aber vor allen Dingen einer stets tödlich drohenden geistlichen Macht, der selbst die weltliche Herrschaft nicht gewachsen ist – die Ausweglosigkeit menschlicher Verstrickungen in diesem Netzwerk des Terrors bringt Verdi elementar auf den Punkt: Freiheit verspricht allenfalls der Tod.
Mit Unterstützung des Förderkreises der Deutschen Oper Berlin e. V.
Rahmenprogramm
Rahmenprogramm
Einführung: 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Rang-Foyer rechts



























