Don Juan
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Ballett von Giorgio Madia | Musik von Christoph Willibald Gluck u. a.
Uraufführung | Ballett von Giorgio Madia |
Musik von Christoph Willibald Gluck u. a.
Besetzung
Besetzung
| Choreographie und Inszenierung | Giorgio Madia |
| Bühne | Cordelia Matthes |
| Kostüme | Bruno Schwengl |
| Dramatutgie | Annegret Gertz |
| Es tanzen | Solisten und Corps de ballet des Staatsballetts Berlin |
Informationen
Informationen
Premiere am 21. Juni 2014 in der Komischen Oper Berlin
Don Juan ist eine der schillerndsten Figuren der europäischen Kulturgeschichte. Seine Herkunft ist ungewiss, aber seit dem frühen Barock steht die Legende um seine Verführungskünste und die unvermeidliche Bestrafung im Mittelpunkt von Dramen und Komödien. Dem improvisierenden Volks- und Puppentheater bot er Anlass zu frivolem Spiel, der höfischen Opernbühne ist die wohl berühmteste Adaption durch Mozart/Da Ponte zu verdanken – in ihr freilich wird die Tragik im Komischen betont, sein maßloses Begehren als genialer Zug eines Intellektuellen zum Ausdruck gebracht.
Für den Choreographen Giorgio Madia ist Don Juan eine Figur des Theaters. Teil seines Mythos sind das leichte Spiel des vermeintlichen Zufalls, das den Genuss erhöht, und die fortwährende Bewegung, mit der sich die Flüchtigkeit des Augenblicks einzig begreifen lässt. Dieses meisterliche Spiel mit Illusion und Phantasie ist es, dem nicht nur die weiblichen „Opfer“ des Verführers erliegen, sondern auch sein Publikum. Don Juan ist ein begnadeter Spieler und Magier des Erotischen, er steht exemplarisch für das, was trügerisch erscheint, aber doch das Maß aller Dinge ist, wenn die Welt zur Bühne wird.
Diesen Mythos entfaltet Giorgio Madia als ein unwiderstehlich sinnliches, intimes Barock-Theater in moderner Gestalt. Dabei lässt er sich von Christoph Willibald Glucks Ballett-Pantomime DON JUAN inspirieren, in der zur Uraufführung 1761 erstmals allein dem Tanz die Aufgabe zugestanden worden war, Emotionen zum Ausdruck zu bringen. Ergänzt um Kompositionen einiger Zeitgenossen Glucks könnte der Zeitgeist des barocken Spiels um Hingabe an den Schein, um Begehren und Vergänglich-keit kaum treffender zum Ausdruck gebracht werden.




