Maria Stuarda (konzertant)
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Gaetano Donizetti (1797 - 1848)
Konzertante Oper
Lyrische Tragödie in drei Akten [vier Bildern]; Libretto von Giuseppe Bardari nach Friedrich Schillers Drama „Maria Stuart“; Uraufführung am 30. Dezember 1835 am Teatro alla Scala in Mailand; Konzertante Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 4. Juni 2014
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Besetzung
Besetzung
| Musikalische Leitung | Paolo Arrivabeni |
| Chöre | William Spaulding |
| Maria Stuarda | Joyce DiDonato |
| Elisabetta I. | Carmen Giannattasio |
| Graf Leicester | Joseph Calleja |
| Georg Talbot | Marko Mimica |
| Sir William Cecil | Davide Luciano |
| Anna Kennedy | Christina Sidak |
| Chöre | Chor der Deutschen Oper Berlin |
| Orchester | Orchester der Deutschen Oper Berlin |
Informationen
Informationen
Dass eine Oper verboten wurde, weil sie zu wirkungsstark war, konnte in den Jahren des „Risorgimento“, der italienischen Unabhängigkeitsbewegung in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, niemanden erstaunen. Giuseppe Verdi musste sich bekanntlich immer wieder mit den Forderungen einer bornierten Zensur herumschlagen, aber auch der 16 Jahre ältere Gaetano Donizetti war diesbezüglich vom Pech verfolgt. Seine Oper MARIA STUARDA nach der literarischen Vorlage von Friedrich Schillers „Maria Stuart“ hatte es besonders schwer. So soll die Königin beider Sizilien, Maria Christina von Neapel, bei einer Voraufführung während der Beichtszene am Ende des letzten Aktes so aufgewühlt gewesen sein, dass sie in Ohnmacht fiel. Das Werk wurde daraufhin kurzerhand verboten. Selbst wenn die Geschichte nur eine (gut erfundene) Legende ist – der Brisanz der Handlung tat dies keinen Abbruch. Eine Königin, die am Ende hingerichtet wird, war nach offizieller Lesart keine geeignete Opernheldin in einem Land, das unter wechselnden Besatzungsmächten verzweifelt versuchte, zur nationalen Einheit zu finden. Donizetti arbeitete seine Oper völlig um und musste doch erleben, dass sein Werk beim Publikum durchfiel. Mehr als ein Jahr später, im Dezember 1835, wurde es endlich in der ursprünglichen Fassung als MARIA STUARDA an der Mailänder Scala uraufgeführt, mit ebenso geringem Erfolg. Erst gegen Ende der 1950er Jahre wurde MARIA STUARDA wiederentdeckt.
Seither haben Primadonnen von Joan Sutherland über Montserrat Caballé bis zu Edita Gruberova und Janet Baker dazu beigetragen, den Ruf dieses Werks als Meisterwerk des Belcanto zu festigen. In den konzertanten Aufführungen an der Deutschen Oper Berlin wird Joyce DiDonato, die als Maria Stuarda zuletzt einen triumphalen Erfolg an der New Yorker Metropolitan Opera feierte, die Titelpartie verkörpern.




