Parsifal


Richard Wagner (1813 – 1883)

Bühnenweihfestspiel in drei Akten; Uraufführung am 26. Juli 1882 in Bayreuth; Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 21. Oktober 2012

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Besetzung

Musikalische Leitung Donald Runnicles
Inszenierung Philipp Stölzl
Co-Regie Mara Kurotschka
Bühnenbild Conrad Moritz Reinhardt
Bühnenbild Philipp Stölzl
Kostüme Kathi Maurer
Licht Ulrich Niepel
Chöre William Spaulding
Kinderchor Christian Lindhorst
Dramaturgie Dorothea Hartmann
Amfortas Thomas Johannes Mayer
Detlef Roth (29.03.2013)
Alejandro Marco-Buhrmester (25.10.2012)
Titurel Albert Pesendorfer
Stephen Bronk (04.11.2012 | 12.01.2013 | 29.03.2013 | 01.04.2013)
Gurnemanz Matti Salminen
Albert Pesendorfer (28.10.2012 | 04.11.2012 | 12.01.2013)
Liang Li (29.03.2013 | 01.04.2013)
Parsifal Klaus Florian Vogt
Clemens Bieber (12.01.2013)
Stephen Gould (29.03.2013 | 01.04.2013)
Klingsor Thomas Jesatko
Bastiaan Everink (04.11.2012 | 12.01.2013)
Samuel Youn (29.03.2013 | 01.04.2013)
Kundry Evelyn Herlitzius
Violeta Urmana (29.03.2013 | 01.04.2013)
1. Gralsritter Burkhard Ulrich
2. Gralsritter Andrew Harris
Tobias Kehrer (25.10.2012 | 12.01.2013 | 29.03.2013 | 01.04.2013)
1. Knappe Kim-Lillian Strebel
2. Knappe Annie Rosen
3. Knappe Paul Kaufmann
4. Knappe Matthew Peña
Blumenmädchen (1. Gruppe) Hulkar Sabirova
Blumenmädchen (1. Gruppe) Martina Welschenbach
Kim-Lillian Strebel (28.10.2012 | 04.11.2012 | 12.01.2013 | 29.03.2013 | 01.04.2013)
Blumenmädchen (1. Gruppe) Rachel Hauge
Annie Rosen (29.03.2013 | 01.04.2013)
Blumenmädchen (2. Gruppe) Hila Fahima
Blumenmädchen (2. Gruppe) Annie Rosen
Jana Kurucová (29.03.2013 | 01.04.2013)
Blumenmädchen (2. Gruppe) Dana Beth Miller
Clémentine Margaine (29.03.2013 | 01.04.2013)
Stimme aus der Höhe Dana Beth Miller
Clémentine Margaine (29.03.2013 | 01.04.2013)
Chöre Chor der Deutschen Oper Berlin
Chöre Kinderchor der Deutschen Oper Berlin
Orchester Orchester der Deutschen Oper Berlin
Tanz Opernballett der Deutschen Oper Berlin
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Seit ihrer Gründung im November 1912 gilt die Deutsche Oper Berlin als eine der international bedeutendsten Spielstätten für das Musiktheater Richard Wagners. Bereits im Jahr 1914 war das Haus an der Bismarckstraße nach Ablauf der Bayreuther Schutzfrist von Wagners PARSIFAL eine der ersten deutschen Bühnen, die dieses Werk auf den Spielplan setzten. Zum 100jährigen Bestehen der Deutschen Oper im Oktober 2012 wurden die Feierlichkeiten mit einer PARSIFAL-Neuproduktion gekrönt. Generalmusikdirektor Donald Runnicles arbeitete dabei zum ersten Mal mit dem Regisseur Philipp Stölzl zusammen.

Im freien dichterischen Umgang mit Motiven aus unterschiedlichsten Sagen, der christlichen und buddhistischen Religion sowie Schopenhauers Ideenwelt schuf Richard Wagner mit seinem PARSIFAL einen eigenen, neuen Mythos. Der Wunsch nach Erlösung begleitete Wagner selbst jahrzehntelang, im PARSIFAL stellte er sich der Frage der privaten wie gesellschaftlichen Errettung auf künstlerischer Ebene mit besonderer Intensität. Eine starke Führungspersönlichkeit wird ersehnt, die Gesellschaft soll erneuert werden. Doch auch die Einsetzung des neuen Herrschers Parsifals ist nur eine weitere Etappe im sich wiederholenden, erstarrten Ritual der Macht. Philipp Stölzl rückt Fragen nach dem Aggressionspotential und Fanatismus hermetischer Religionsgemeinschaften ins Zentrum seiner Auseinandersetzung mit Wagners Bühnenweihfestspiel. Antiaufklärerische Weltsicht, Wunderglaube und eine auch gewalttätige Abgrenzung von Außenseiterfiguren wie Kundry sind Themen, die auf einer Zeitreise durch Jahrtausende in opulenten Tableaus ihren Niederschlag finden.

Philipp Stölzl begann seine Laufbahn 1988 an den Münchner Kammerspielen als Bühnenbild- und Kostümassistent u. a. von Jürgen Rose und Ezio Toffolutti. Als freier Bühnen- und Kostümbildner arbeitete er mit Regisseuren wie Armin Petras und Thomas Langhoff. Ab 1997 drehte er Musikvideos für die österreichische Produktionsfirma doro, wo ihm mit Rammsteins „Du riechst so gut“ der Durchbruch gelang. Es folgten Videos für Westernhagen, Die Ärzte, Die toten Hosen, Madonna, Mick Jagger, Luciano Pavarotti. Gleichzeitig realisierte er Werbefilme für Sony, BMW, Nokia und Rolex. 2001 führte Stölzl Regie bei seinem ersten Spielfilm „Baby, eine Tragikomödie“. Im Herbst 2008 kam sein Film „Nordwand“ in die Kinos.
Mit der Inszenierung von Webers FREISCHÜTZ debütierte Philipp Stölzl 2005 in Meiningen und sorgte als Opernregisseur in den folgenden Jahren bei der Ruhrtriennale und den Salzburger Festspielen, am Theater Basel, an der Staatsoper Stuttgart und an der Staatsoper Berlin für Aufsehen. Nach DER FLIEGENDE HOLLÄNDER am Theater Basel und RIENZI an der Deutschen Oper Berlin setzt Stölzl mit PARSIFAL seine Auseinandersetzung mit dem Musiktheater Richard Wagners fort.

Mit freundlicher Unterstützung von Mercedes Benz, des Förderkreises der Deutschen Oper Berlin e. V. sowie der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.
Präsentiert von kulturradio vom rbb und tip

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Einführung: 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Rang-Foyer rechts (nicht zur Premiere)