Symposium: „Wagner spielen – Wagner denken – Wagner diskutieren“ (In German language)


Eine Veranstaltung der Deutschen Oper Berlin und des Zentrums für Literatur- und Kulturforschung

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organisiert von Jörg Königsdorf
Sigrid Weigel
in Kooperation mit Kilian Heck
Thomas Macho
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Im Wagner-Jahr 2013 ist eine nochmalige Steigerung der schon seit längerem anhaltenden Hochkonjunktur von Wagner-Inszenierungen zu beobachten. Wagner scheint begehrt wie noch nie. In einer Art verlängertem Pausengespräch zwischen denjenigen, die die Musikdramen auf die Bühne bringen, und denjenigen, die sich den Opern historisch-theoretisch nähern, werden die Möglichkeiten und Schwierigkeiten eines Umgangs mit Wagner heute erörtert, die Faszination ebenso wie das Unheimliche. Dazu werden bekannte Regisseure und Dramaturgen über ihre Ideen und Inszenierungen von Kritikern und Kulturwissenschaftlern ins Gespräch verwickelt: Welches sind die heute favorisierten Deutungen? Welcher Resonanzraum prägt die Inszenierungen der Gegenwart: frühere Interpretationen, aktuell brisante Themen, ästhetische Bild- und Raumkonzepte? Sind diese Inszenierungen durch die Erweiterung medialer und technischer Möglichkeiten motiviert? Folgen sie dem Bemühen, durch die Schichten der ideologischen Überlagerung der Wagner-Rezeption hindurch zum ‚eigentlichen‘ Werk vorzudringen? Tritt tatsächlich, wie oft zu hören, die musikalische Realisierung hinter den Bilderreichtum und technischen Aufwand der Inszenierungen zurück? Was motiviert Regisseure aus Film und Theater, ins Opernfach zu wechseln, um Wagner auf die Bühne – oder auf die Leinwand – zu bringen?

Ergänzt werden die Gespräche durch Vorträge von Kulturwissenschaftlern zu thematischen Leitmotiven der Musikdramen – wie Trauer und Triumph, reine Toren und dumme Helden, Medien, Bilder und Räume – und zum Phänomen des andauernden Streits über Wagner.

Programm
Montag, 1. April
10.30 Begrüßung
Trauer und Triumph
10.45 Stefan Herheim im Gespräch mit Stephan Mösch und Sigrid Weigel
11.45 Sigrid Weigel (ZfL Berlin): Brünhildes Klage – das Trauerspiel der Götter
12.30 Pause
13.00 Gesprächsrunde mit Carl Hegemann, Carsten Jenß und Alexander Meier-Dörzenbach;
Moderation: Jörg Königsdorf

Dienstag, 2. April
Medien – Bilder – Räume

11.00 Kilian Heck (Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald): Musik im Graben: Wagner und sein Festspielhaus
11.45 Achim Freyer im Gespräch mit Thomas Macho und Sigrid Weigel
12.45 Pause
Reine Toren, dumme Helden
13.15 Thomas Macho (Humboldt-Universität zu Berlin): „O kindischer Held“ – Wagners Siegfried
14.00 Barrie Kosky im Gespräch mit Jörg Königsdorf und David Levin
15.00 Pause
Transzendenz und Erlösung
17.00 Hans-Jürgen Syberberg im Gespräch mit Thomas Macho
18.00 Film Lounge: Parsifal (1982)
Regie: Hans-Jürgen Syberberg
in Kooperation mit dem Projekt „Wagner-Kino" und dem Zeughauskino Berlin

Mittwoch, 3. April
10.30 Jan-Philipp Gloger im Gespräch mit Stephan Müller und Kilian Heck
11.30 Pause
Wagner kontrovers
12.00 Philippe Olivier (Strasbourg): Zur Rezeption der aktuellen RING-Inszenierungen in den Zirkeln des Internationalen Wagner-Verbands
12.45 Kenneth Reinhard (University of California, Los Angeles): Freyers RING DES NIBELUNGEN in Los Angeles
13.30 Ende