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Aus dem Hinterhalt: Der Zwerg

Late-Night-Performance zur Großen Oper
Fr 08.03.2019 - 21:00 Uhr
Preise: € 20,– / ermäßigt* € 10,–

*) Alle Ermäßigungsberechtigten erhalten Karten zum ermäßigten Preis von € 10,00 bereits im allgemeinen Vorverkauf. Bei Webbuchung wählen Sie bitte nach Auswahl des Platzes die Verkaufsart „ermäßigt“ im Pull-Down-Menu unter dem Saalplan.

Informationen zum Werk

Zum Inhalt

In Alexander von Zemlinskys Einakter DER ZWERG sehen wir das grausame Aufeinandertreffen von Selbst- und Fremdwahrnehmung: Die spanische Infantin Donna Clara feiert ihren 18. Geburtstag und erhält neben Geschenken aus aller Welt auch einen verwachsenen Zwerg, der alles Schöne vergöttert, sich selbst aber noch nie gesehen hat. Der Zwerg verliebt sich in die Infantin, die fasziniert von dem Geschöpf ist – und ihn schließlich mit seinem eigenen Spiegelbild konfrontiert: Der Zwerg stirbt.

Ausgehend von dem zugrundeliegenden Kunstmärchen von Oscar Wilde, „Der Geburtstag der Infantin“, geht der Berliner Komponist GIL gemeinsam mit Jackie Poloni, den Videokünstlern Tea D. Strazicic und Nick Zhu und der Bildenden Künstlerin Ellie Lizbeth Brown zurück zu den Wurzeln der Oper. Die hypertrophe, schwül-feuchte Atmosphäre von Wildes Märchen wird zum Ausgangspunkt des HINTERHALTES – der immer Themen der großen Oper aufgreift, spiegelt und hinterfragt. Im Gegensatz zu Zemlinskys tiefenpsychologisch aufgeladener Oper, die in Georg Klarens Libretto die fragwürdigen Theorien Otto Weiningers sublimiert hat, lebt Wildes Märchen von einer vermeintlichen Naivität, die von einem überbordenden Jugendstil und einer metapherngeladenen Sprache übermalt ist: Es wimmelt nur so von vergifteten Handschuhen, sprechenden Pflanzen, verwunschenen Gärten und berstenden Granatäpfeln. Auch sind bei Wilde die Fragen von Schuld, von Opfer und Täter weitaus offener gehalten. Das Überschreiten von Grenzen, das Verschwimmen von eindeutigen Zuschreibungen trägt viel zur schwebenden Atmosphäre des sinnlichen Kunstmärchens bei. Diesen Zustand des Uneindeutigen zu evozieren ist das Anliegen von Gil und seinem Team. Und so werden sich Motive aus Zemlinskys Musik in Neukompositionen für Violine, Violoncello, Klavier und Elektronik wiederfinden – aber auch frei assoziiert und weitergedacht. Dazu tritt, gesungen von Tenor Clemens Bieber, das „Lied von der blutenden Orange“ – der Nukleus von Zemlinskys Oper, in dem sich die gesamte Handlung spiegelt.

Bereits zum zweiten Mal kooperiert die Deutsche Oper mit Music Board Berlin, das den Kompositionsauftrag an GIL im Rahmen seines Stipendienprogramms ermöglicht hat. In der nächsten Spielzeit wird die Kooperation mit HINTERHALTEN zum RING DES NIBELUNGEN fortgesetzt.

Aus dem Hinterhalt – das ist die Late Night-Reihe, die in den vergangenen Jahren Gäste wie Black Cracker, Andrei Koroliov, Matthew Herbert, Lydia Lunch, Peaches oder N.U. Unruh in die Tischlerei einlud. Gemeinsam mit Ensemblemitgliedern des Hauses kommentierten sie fünf Premieren der Großen Bühne. Die erfolgreiche Serie dieser immer nur einmal stattfindenden Performance-Abende wird 2018/2019 mit weiteren Special Guests aus Pop, Rock, Avantgarde oder Bildender Kunst fortgesetzt.

Unterstützer

In Kooperation mit Musicboard Berlin GmbH.
Präsentiert von taz.die tageszeitung, tip Berlin sowie Digital in Berlin