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Chor der Deutschen Oper Berlin:
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Über den Chor der Deutschen Oper Berlin

Der Chor der Deutschen Oper Berlin mit Jeremy Bines © Bettina Stöß

„Oft werden sie bloß en passant beachtet. Obwohl sie meist im Rampenlicht stehen. Und im Parkett kennt kaum jemand ihre Namen. Obwohl niemand auf die Idee käme, ihre Bedeutung in Frage zu stellen. Auch der Kritik sind sie in der Regel allenfalls ein, zwei Sätze wert. Und das, obwohl ohne sie Oper nicht mal eine halbe Sache wäre. LOHENGRIN, AIDA oder TURANDOT ohne Choristen? Nicht auszudenken“, schrieb Albrecht Thiemann, Redakteur der Fachzeitschrift „Opernwelt“. Und er fährt fort: „Was ginge uns Tannhäusers Unglück auf der Wartburg an, wenn die Hofgesellschaft des thüringischen Landgrafen nicht ihrem Zorn auf den Mann aus der Venushöhle in wuchtiger Vielstimmigkeit Luft machte? Und wie sollte uns die rasende Eifersucht von Verdis Otello unter die Haut fahren, wenn sie sich nicht in den klangmächtig aufschäumenden Irritationen seines Volkes als tragischer Wahn spiegelte? Ohne leistungsstarken Chor wäre es nicht weit her mit dem Kraftwerk der Gefühle.“

 

Preisträger des Europäischen
Chor-Preises
Stiftung Pro Europa

Tatsächlich gehört der Opernchor zu den prägenden Elementen einer gelungenen Vorstellung. Seine Mitglieder verfügen über ein hohes Maß an künstlerischer Professionalität. Abend für Abend müssen sie beweisen, dass sie in den unterschiedlichsten Stilrichtungen, Genres und – nicht zuletzt – Sprachen zu Hause sind. Diese Bandbreite hat der Chor der Deutschen Oper Berlin in den letzten Jahren in immer stärkerem Ausmaß bewiesen: Zu dem internationalen Ruf als Spitzenensemble für die Opern Wagners und Verdis hat der Chor der Deutschen Oper Berlin durch Produktionen wie Brittens PETER GRIMES und BILLY BUDD, Schostakowitschs LADY MACBETH VON MZENSK und Helmut Lachenmanns DAS MÄDCHEN MIT DEN SCHWEFELHÖLZERN seine Kompetenz für das Musiktheater des 20. und 21. Jahrhunderts bekräftigt.

 

Opernchor des Jahres 2008
Opernchor des Jahres 2009
Opernchor des Jahres 2010
Fachzeitschrift Opernwelt

 

Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg

 

Bis ein neues Ensemblemitglied alle Werke des Repertoires beherrscht, vergehen Jahre, in denen es in gesonderten Proben intensiv an das Repertoire herangeführt wird. Dabei kommt es auf der Bühne nicht nur auf die stimmliche Qualität an, sondern gefragt ist auch darstellerisches Können und die Fähigkeit, sich als Teil einer Gemeinschaft zu begreifen. Außerdem müssen sich die Chormitglieder immer wieder neuen Ideen und Arbeitsweisen der jeweiligen Regisseure und Dirigenten öffnen. Große Aufmerksamkeit beansprucht auch die vorbereitende Arbeit im Chorsaal, wo die neuen Partien studiert und geformt werden. Ziel ist es, dem Chor einen unverwechselbaren, eigenen Klang zu verleihen und ihn doch in den Zusammenhang des großen Ganzen, also des jeweiligen Werkes, einzugliedern. Keine leichte Aufgabe, wenn man bedenkt, dass ein Opernchor, wie beispielsweise ein Orchester auch, aus lauter verschiedenen künstlerischen Individuen besteht, die dennoch erst als Ensemble auf der Bühne ihre eigentliche Wirkung entfalten.

 

Namhafte Chorleiter und Dirigenten haben den Chor der Deutschen Oper Berlin, einen der größten Theaterchöre der Welt, geprägt: Neben Walter Hagen-Groll, der den Chor vor fast 50 Jahren formte und aufbaute, seien hier MarcusCreed und Karl Kamper genannt. Von 2007 bis 2016 war William Spaulding Erster Chordirektor und verlieh dem Chor einen unverwechselbaren, eigenen Klang; drei Mal wurde er als „Opernchor des Jahres“ ausgezeichnet und erzielte anlässlich seines Gastspiels bei den Londoner Proms mit TANNHÄUSER einen triumphalen Erfolg bei Publikum und Presse. In der Spielzeit 2016/2017 wurde der Chor der Deutschen Oper Berlin interimistisch durch Raymond Hughes geleitet. Seit der Spielzeit 2017/2018 steht der Brite Jeremy Bines, bislang Leiter des Glyndebourne Festival Chorus, an der Spitze des Ensembles.

Le Prophète

 

Damit die Arbeit des Opernchores der Deutschen Oper Berlin nicht nur live auf der Bühne zu erleben ist, ergänzen CD-Einspielungen und DVD-Produktionen das Spektrum dieses Klangkörpers. So wurde – um nur ein Beispiel zu nennen - unter Christian Thielemann die CARMINA BURANA von Carl Orff bei der Deutschen Grammophon herausgebracht.

 

Die 2013 aus den Reihen des Chores gegründete Konzertvereinigung des Chores der Deutschen Oper Berlin leistet als Botschafter der Kulturmetropole Berlin einen unverzichtbaren Beitrag für die Kultur unserer Hauptstadt.  Eine erste hochrangige Aufgabe war am 4. August ein Auftritt bei den legendären Proms-Konzerten der BBC in der Royal Albert Hall in London. Hier geht es zur Seite der Konzertvereinigung des Chores der Deutschen Oper Berlin e. V.

Unsere Chorsolist*innen

La forza del destino

Ehrenmitglied des Chores

Dr. Richard von Weizsäcker

 

Chordirektion

Erster Chordirektor Jeremy Bines

Stellvertretender Chordirektor Thomas Richter

Chor-Repetitor Jamison Livsey

Leiterin des Chorbüros Stefanie Kötter

Chor-Inspizientin Martina Metzler

 

Chorvorstand

Obmann Ralph Eschrig

Zweite Obfrau Isolde Claasen

 

Sopran

1. Sopran Tanja AmmonRosemarie ArztSibylle BennerSonja BisgielNatalie BuckSin Ae ChoiKristina ClemenzCarolina Dawabe ValleIrene MaasSaskia MeuselSeong-Hee ParkSo Young Park

2. Sopran Kimiko AdachiConstance GärtnerBrigitte HöchtImke HoutBarbara KindermannAngelika NolteAntje ObenausAndrea SchwarzbachInes Schweizer

 

Alt

1. Alt Birgit BauerJiwon ChoiNicole DreesMirjam GrothKristina HägerHeidrun HäßnerMahtab KeshavarzCordula MesserElke RedmannMaja SiebenschuhVeronika Verebély

2. Alt Senta AueBrigitte BergmannIsolde ClaassenInga MaleikeLorena MedinaMartina MetzlerMarie Pierre Zanon

Der Chordirektor: Jeremy Bines

Jeremy Bines

Zum Beginn der Saison 2017/18 übernahm der 1977 in Belfast geborene Jeremy Bines die Leitung des Chores der Deutschen Oper Berlin.

Seit 2009 hat Bines das Profil des vielfach hochgelobten Chores in Glyndebourne geprägt, zu den größten musikalischen und szenischen Erfolgen gehörten BILLY BUDD, DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG, SAUL sowie BEATRICE UND BENEDICT. „The chorus is the soul of everything that Glyndebourne is and stands for: every year, one can only marvel at the fresh beauty of the sound it produces as well as its resourceful and imaginative acting… Glyndebourne’s chorus is special”, um nur “The Telegraph” vom 29. Juli 2015 zu zitieren.

Zum Festival 2017 studiert Bines den Glyndebourne-Chor für die Uraufführung von Brett Deans HAMLET ein ebenso wie für die Neuinszenierung von Mozarts LA CLEMENZA DI TITO in der Regie von Claus Guth. Im Jahr 2016 wurde der Chor für den International Opera Award nominiert.

 

Nach seinem Studium an der Universität Cambridge wurde Bines am National Opera Studio in London zum Korrepetitor ausgebildet. Er war regelmäßiger Gast an der English National Opera und am Royal Opera House Covent Garden, bevor er nach Kopenhagen engagiert wurde: Von 2006 bis 2007 war Bines als Korrepetitor an der Königlichen Oper tätig und wurde im Anschluss dort zum Chordirektor berufen. Neben seiner Tätigkeit als Chordirektor übernahm Bines auch die musikalische Leitung von Konzerten und Opernaufführungen.

Der Kinderchor der Deutschen Oper Berlin

Kinderchor der Deutschen Oper Berlin

Der Kinder- und Jugendchor der Deutschen Oper Berlin ist mit seinen rund 150 Sänger*innen ein stark eingebundener Ensemblepartner des Hauses. Hier erhalten die Kinder und Jugendlichen eine fundierte musikalische und stimmliche Ausbildung in altersgerechten Chorgruppen mit dem Ziel, gemeinsam mit den Profis auf der Opernbühne zu stehen und in Konzerten ihr Können zu zeigen. Auch in der Spielzeit 2019/20 ist der Kinderchor wieder in vielen Produktionen zu erleben, z.B. in A MIDSUMMER NIGHT’S DREAM, CARMEN, CAVALLERIA RUSTICANA / PAGLIACCI, DAS RHEINGOLD, HÄNSEL UND GRETEL, LA BOHÈME, LE PROPHÈTE, TOSCA, TURANDOT, WOLFSSCHLUCHT, PARSIFAL und OTELLO.

 

Weitere Informationen finden Sie auch auf den Seiten des Fördervereins des Kinder- und Jugendchores der Deutschen Oper Berlin unter www.dobolino.de

Neben den Opernvorstellungen an der Deutschen Oper werden alle Chorgruppen auch an anderen Orten Berlins und darüber hinaus zu erleben sein. Unser sängerischer Nachwuchs im Kleinen Chor bereitet sich z.B. auf das Frühlingssingen vor. Der Große Chor, der Konzertchor, die Voice Changer (Gruppe junger Männerstimmen) und der Jugendchor spannen in ihren Konzerten einen musikalischen Bogen von der Renaissance bis zur zeitgenössischen Musik. Im Juli 2018 war der Konzertchor zu den World Choir Games nach Tshwane in Südafrika eingeladen.

 

Stimmbildnerinnen aus den Reihen des Chores

Rosemarie Arzt, Natalie Buck, Andrea Schwarzbach, Ines Schweizer-Perk

Ihr Ansprechpartner für Fragen und Anmeldungen

Chorleiter Christian Lindhorst
Kontakt: lindhorst@deutscheoperberlin.de
T +49 [30]-343 84 479