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Lieder und Dichter

 

Ein Kurz-Interview mit dem Kurator der Reihe, John Parr
Die Fragen stellte Jörg Königsdorf

 

Im Zentrum von Lieder und Dichter steht in dieser Spielzeit Robert Schumann. Was macht seine Lieder so besonders?
John Parr: In Schumanns Liedern spürt man eine unglaubliche Fantasie. Von allen Romantikern geht er am weitesten. In jedem Lied Schumanns gibt es eine alles dominierende Stimmung, die ins Extrem getrieben wird. Das wirkt in seiner Fixierung oft exzentrisch und lässt sich wohl auch mit Schumanns Hang zur Schizophrenie in Verbindung bringen.

 

Welche Rolle spielt das Klavier bei diesen Extremtouren?
John Parr: Tatsächlich denkt Schumann seine Lieder vom Klavier her und schreibt nie nur Melodie und Begleitung, sondern gibt dem Klavier immer eine eigene Stimme. Schumann-Lieder sind Kammermusik für zwei gleichberechtigte Interpreten.

 

Ist die poetische Intensität der Musik für die Dichter, die ihre Werke im Dialog mit Schumanns Liedern präsentieren, eine besondere Herausforderung?
John Parr: Sicher, Schumann war der Romantiker mit der stärksten literarischen Ader. Er suchte sich nicht nur hervorragende Gedichte aus, sondern fand seine Inspiration generell in der Literatur. Aber gerade deshalb macht es Sinn, seine Vertonungen in Zusammenhang mit neuer Lyrik zu präsentieren. Schumann, hätte das jedenfalls  gefallen, glaube ich.

 

 

Klassisches Kunstlied und moderne Lyrik
 
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