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Wann waren Sie das erste Mal in der Oper?

Wir haben unsere Förderkreismitglieder befragt, ob Sie sich an ihren ersten Opernbesuch erinnern und uns und Sie an dieser Erinnerung teilhaben lassen.

 

Viel Vergnügen beim Lesen und alles Gute, bleiben Sie gesund!

Deutsche Oper Berlin - Fassade Bismarckstraße

David Quick

Lohengrin

 

 

Richard Wagner: Lohengrin
am 21. März 2013


Ihre Frage kommt unheimlich rechtzeitig. Ich feiere übermorgen das Jubiläum meines ersten Besuchs in der Deutschen Oper Berlin — LOHENGRIN, am 21. März 2013, mit Klaus Florian Vogt, Ricarda Merbeth, Gordon Hawkins und Christine Goerke. Es war ein überwältigendes Erlebnis. Was den stärksten Eindruck auf mich gemacht hat, als lebenslangen Studenten der deutschen Sprache, war der mächtige Chor der Deutschen Oper Berlin, besonders wie kühn und deutlich er den Text gesungen hat. Diese Vorstellung war die erste von zehn Aufführungen, denen ich in den folgenden zwei Wochen in Berlin beigewohnt habe, und das Fazit war, dass ich mich damals entschlossen habe, nach Berlin zu ziehen. (Eine Vorstellung von LOHENGRIN war mein erster Opernbesuch überhaupt, und zwar das Gastspiel der Metropolitan Opera in Philadephia am 31. Mai 1967, mit Elisabeth Grümmer und Sándor Kónya.)

Christa Behrendt

 

 

Richard Wagner:
Der fliegende Holländer
Anfang / Mitte der 50er Jahre


Gern folge ich Ihrer Anregung und erzähle Ihnen etwas über meine erste Oper – Unter einem Schulaufsatz hätte wahrscheinlich gestanden: „Thema verfehlt“. Denn meine erste Oper habe ich nicht in der Deutschen Oper Berlin sondern noch in der Städtischen Oper im Theater des Westens gehört. Nämlich den FLIEGENDEN HOLLÄNDER. Es muss Anfang/Mitte der 50er Jahre gewesen sein – also noch ein bisschen Nachkriegszeit – und für meine Mutter (die nach dem Krieg allein geblieben war) und mich fing so langsam das kulturelle Leben an. Und dieser erste Opernabend war für mein noch sehr kindliches Gemüt überwältigend. Ich kann mich noch an den Schreck erinnern, als für mich unerwartet aus dem Nichts plötzlich das Geisterschiff auftauchte, und an die Interpretin der Senta erinnere ich mich auch noch – Helene Werth. Ja, an diesem Abend fing meine bis heute ungebrochene Liebe zur Oper an.

Karin Bothke

James King als Florestan

 



Meine erste Oper in der Deutschen Oper Berlin war der FIDELIO. ich war mit meiner Schulklasse dort und ich war besonders fasziniert von der Schlussszene ... besonders auch vom Chor... Es muss 1962/63 gewesen sein – mit Walter Berry und Christa Ludwig. Martti Talvela war DonFernando und James King Florestan. Richtig gut ... 

 

Sehen Sie dieses Inszenierung von 4. bis 6. April als Video on demand über unsere Startseite.

 

Ludwig van Beethoven: Fidelio
1962/1963

Wolfgang Schoele

Don Giovanni (1961)

 

Wolfgang Amadeus Mozart:
Don Giovanni
Eröffnungspremiere am 24. September 1961 

 

 

Sehen Sie dieses Inszenierung von 10. bis 12. April als Video on demand über unsere Startseite.

 

 

 



Mein erster Besuch in der Deutschen Oper Berlin war schon vor langer Zeit. Es war die Eröffnungspremiere mit DON GIOVANNI im September 1961. Es wurde noch deutsch gesungen. Im Laufe der Zeit war die Inszenierung dann zweisprachig. Rezitative wurden teilweise deutsch gesprochen während sonst italienisch gesungen wurde. In der Eröffnungszeit gab es noch AIDA und ALKMENE. Hin und wieder blättere ich noch gern in den Programmheften, besonders beim Besuch entsprechend aktueller Inszenierungen. Der seinerzeitige Erwerb der Karte war recht mühsam. Es gab auch damals die heute noch übliche Anstehgemeinschaft, wie zum Beispiel für die Eröffnungspremiere, für die nur wenige Karten verkauft wurden, tagelang vorher in regelmäßigen immer kürzer werdenden Abständen mussten sie ihre Anstehnummer durch Erscheinen bestätigen lassen, um dann gegen Sonnabendmittag den Ort nicht mehr zu verlassen. Die Lagerung war dann auch nachts unter den Ulmen am U-Bahnausgang, die Station hatte  einen neuen Namen erhalten. Mein Schwester und ich waren unter den etwa 100 Personen, die für den ersten Tag erfolgreich waren.

 

Angelika Volle

 

Pjotr I. Tschaikowskij:
Dornröschen
Ballettvorstellung im Jahr 1967

 



Es war keine Oper, sondern das Ballett „Dornröschen“! Wir waren (Unterprima) vom 8.-15. Oktober 1967 zur Klassenfahrt von Bonn-Bad Godesberg (Amos-Comenius-Gymnasium) nach Berlin gefahren und hatten Karten für die Deutsche Oper Berlin. Sowohl vom Gebäude als auch von der Aufführung waren wir alle (reine Mädchenklasse) fasziniert! Solche hohen Sprünge, solche bunt-schillernde Kostüme, solche riesigen Foyers hatten wir noch nie gesehen; der Mund stand uns offen. Wir fühlten uns, als ob wir aus der Provinz (und nicht aus der Bundeshauptstadt!) kamen … Jedenfalls hat sich seit 1967 die Deutsche Oper Berlin fest in meinem Gehirn eingeprägt!

Lars-Uwe Luther

Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg

 

 

 


Mein erster Besuch in einer Oper an der Deutschen Oper Berlin dürfte am 26. September 2009 gewesen sein – TANNHÄUSER in einer Inszenierung von Kirsten Harms. Dem folgte gleich am nächsten Tag eine Aufführung von DIE FRAU OHNE SCHATTEN, ebenfalls von Kirsten Harms inszeniert. Im gemeinsamen Freundeskreis bestand nach dieser Aufführung Einigkeit über die Notwendigkeit dessen, was am Montag auch verkündet wurde: Frau Harms Nichtverlängerung als Intendantin über ihre erste Amtszeit hinaus. Der Abend war zudem besonders, da am selben Tag die Bundestagswahl stattfand. In den Pausen hatten die Platzanweiser jeweils die letzten Hochrechnungen an die Saaltüren gehängt – liessen es sich aber auch nicht nehmen, die Ergebnisse meinungsmächtig zu kommentieren. Bleiben Sie gesund! Auf das dieser Horror der Corona-Quarantäne uns nicht den ganzen Sommer verhageln möge...

 

Richard Wagner: Tannhäuser
Richard Strauss: Die Frau ohne Schatten
am 26. und 27. September 2009

Ingeborg Espermann

 

Richard Wagner:
Der Ring des Nibelungen
Tristan und Isolde
Fünf Wochen im Jahr 1970

 



Mein Start in Berlin 1970 ist für mich unvergesslich mit der Deutschen Oper Berlin verbunden. Da ich eine feste Unterkunft brauchte, begab ich mich am Sonntag auf Wohnungssuche (damals wurden die Wohnungen in den Sonntagsausgaben der Zeitungen angeboten). Nach stundenlanger erfolglosen Suche ging ich in die Deutsche Oper Berlin, um mich zu trösten; Richard Wagners RHEINGOLD führte mich in eine andere Welt, und ich war mit der Welt wieder versöhnt. Der Ablauf dieses Sonntags wiederholte sich an den drei folgenden Sonntagen, und so gelang es mir ,den ganzen RING DER NIBELUNGEN zu hören und zu sehen. Es war ein großartiges Erlebnis. Und was geschah am 5. Sonntag? Ich fand eine ansprechende Unterkunft und abends in der Deutschen Oper eine beeindruckende Aufführung von Wagners TRISTAN UND ISOLDE. Ein großartiger Start in Berlin. Sie sehen, wie eng ich von Anfang an mit der Deutschen Oper verbunden bin.

Irene Schubert

 

Ludwig van Beethoven: Fidelio
Pjotr I. Tschaikowskis: Pique Dame
im Jahre 1970


Meine allererste Oper war FIDELIO. Es muss ca. 1970 gewesen sein. Damals habe ich im 2. Rang, letzte oder vorletzte Reihe gesessen. Gut, heute sitze ich etwas tiefer. Meine zweite oder dritte Oper war PIQUE DAME. Schön dass ich beide bald wieder hören und sehen kann. Und vielleicht auch mit meine Ex-Stpendiaten. Wäre toll.

Jakob Robert Schepers

Der Liebestrank

 

Gaetano Donizetti
L'Elisir d'amore
am 31. Dezember 2014


Mein erster Besuch an der Deutschen Oper Berlin war die erste von zwei Vorstellungen von Donizettis LIEBESTRANK an Silvester 2014. Dabei habe ich mich sofort in Oper und Haus verliebt. Besonders war an diesem Abend Alexandra Hutton, damals noch Stipendiatin, die als Giannetta so grandios war, dass sie die Adina und alle anderen in den Schatten stellte. Und es war mit 20 Jahren auch mein erster Besuch in einem Opernhaus überhaupt. Herzliche Grüße aus Prag.

Stefan Bartho

 

Giuseppe Verdi: Aida
 


Mein erster Abend in der Deutschen Oper Berlin war AIDA mit Julia Varady. Ich kam in die Oper und dachte: so ein großer Kinosaal. An die Inszenierung kann ich mich im Detail nicht erinnern (sie war noch recht traditionell), aber meiner erster Gedanke war: Stromsperre. Es war so dunkel auf der Bühne, dass man fast nicht erkennen konnte.

Christine Holfeld-Özuysal

 

Pilar Lorengar in:
Manon Lescaut
 


Ich glaube meine erste Oper in Berlin, natürlich an der Deutschen Oper Berlin, war MANON LESCAUT auf jeden Fall mit Pilar Lorengar,denn ich wollte nach meiner intensiven Opern-Zeit in München in der Jugend um Ferry Gruber, meinem Mann, das Musiktheater zeigen! Das war in den 80-er Jahren . Aber es war in einer Zeit, in der Pilar Lorengar nicht mehr auf der Höhe ihrer Stimme war und sie hat meinen Mann nicht sehr beeindruckt, denn wir waren davor in einem Konzert mit Jessy Norman ... was für ein Wunder! So jetzt muss ich mich wieder der Arbeit zuwenden! Liebe Grüße

Katharina Schwenzer

2008

 



Ich habe schon so viele Opern in der DOB gesehen, dass ich mir tatsächlich nicht 100 % sicher bin, welche die erste war. Aber ich erinnere mich stellvertretend an: TURANDOT im Jahr 2010/2011. Es war besonders, weil der Chor in meiner Erinnerung wahnsinnig stimmgewaltig und die Turandot eine unglaubliche Powerfrau war! Meine erste Oper in der Deutschen Oper Berlin war auch gleichzeitig die erste in meinem neuen Lebensabschnitt - dem Studium und Erwachsenwerden in Berlin. Die Deutsche Oper und die Jungen Freund*innen waren fortan eine musikalische Begleitung und haben mir so manchen Abend und Nachmittag in den oft anstrengenden Zeiten meines Jurastudiums musikalisch versüßt.

 

Giacomo Puccini: Turandot
2010/2011