Simon Boccanegra

Giuseppe Verdi [1813 – 1901]

04
Sat
February
19:30 - 22:20
D-Prices: € 136,– / € 100,– / € 72,– / € 44,– / € 26,–
Information about the work

Opera in a prologue and three acts
Text by Francesco Maria Piave, Giuseppe Montanelli and Arrigo Boito after the drama "Simón Bocanegra" by Antonio García Gutiérrez
First performance of the first version on 17 March 1857 at the Teatro La Fenice Venice
First performance of the second version on 24 March 1881 at the Teatro alla Scala Milan
Premiere on 29 January 2023 at the Deutsche Oper Berlin
Version from 1881, supplemented by the prelude of the version from 1857

recommended from 15 years

2 hrs 50 mins / with interval

In Italian with German and English surtitles

45 Minuten vor Vorstellungsbeginn: Einführung im Rang-Foyer rechts

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Program / Informations
Das Programmheft zu SIMON BOCCANEGRA finden Sie hier als PDF-Download
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Mit Unterstützung des Förderkreises der Deutschen Oper Berlin e. V. Präsentiert von taz

04
Sat
February
19:30 - 22:20
D-Prices: € 136,– / € 100,– / € 72,– / € 44,– / € 26,–
the content

Zum Stück
Die Republik Genua ist in zwei Parteien gespalten, deren Anführer Simon Boccanegra und Fiesco einander seit Jahrzehnten in erbitterter Feindschaft gegenüberstehen. Und doch verbindet die beiden Männer ein gemeinsames Schicksal: Einst hatte Simon Fiescos Tochter geliebt und mit ihr ein Mädchen namens Amelia gezeugt. Doch nach dem Tod der Mutter verschwand dieses Kind spurlos. Als sie 25 Jahre später wiedergefunden wird, wird sie zum Spielball eines Machtspiels, dem schließlich Simon zum Opfer fällt. Der 1857 in der Erstfassung uraufgeführte SIMON BOCCANEGRA gehört zu den Werken, in denen Verdi das Spannungsverhältnis zwischen öffentlichem und privatem Handeln fokussierte: der unüberbrückbare Gegensatz zwischen den beiden alten Männern Simon und Fiesco schafft einen Raum für Verdächtigungen, Verschwörungen und politische Morde, der jede Möglichkeit des Glücks zu zerstören scheint. Und auch wenn eine der Parteien den Sieg errungen hat, bleibt fraglich, ob dieser Friede von Dauer sein wird.

Vielleicht auch wegen dieser düsteren Perspektive, die Verdi in der hier gezeigten Spätfassung von 1881 noch einmal verschärft, steht SIMON BOCCANEGRA bis heute hinter den populären Opern der 1850er Jahre wie IL TROVATORE und UN BALLO IN MASCHERA in der Publikumsgunst zurück – und das, obwohl vor allem die Gestaltung der beiden Hauptfiguren Simon und Fiesco an Eindringlichkeit und melodischer Expressivität keinen Vergleich scheuen muss.

Zur Inszenierung
Der russische Regisseur Vasily Barkhatov, der 2017 erfolgreich mit der Uraufführung von Aribert Reimanns L’INVISIBLE an der Bismarckstraße debütierte, stellt in seiner Inszenierung die korrumpierende Wirkung der Macht in den Vordergrund. Für ihn ist Simon Boccanegra ein Politiker, dessen Ideale durch die Jahrzehnte der Machtausübung verloren gegangen sind und dem es längst nur noch um Selbsterhalt geht. Und so wie Verdi bereits im 19. Jahrhundert die Parteiungen und politischen Verstrickungen des jungen Italiens vor Augen hatte, sieht auch Barkhatov das genuesische Dogendrama als Kommentar zu einer Konstellation, die sich auch in den Machtzentralen der Gegenwart findet.

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