Zwischen Spiel und Chaos


1. Tischlereikonzert

Mathematik in der Musik von Bach bis Xenakis

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Iannis Xenakis war Komponist und Architekt, ein großer Visionär und Erneuerer. Statt Melodien und Harmonien im herkömmlichen Sinne zu erschaffen, entwarf er ganze Prozesse zur Erzeugung von Klängen und Kompositionen.

Als Grundlage für diese Prozesse experimentierte er mit verschiedenen Gesetzmäßigkeiten aus Mathematik und Physik zur Gestaltung von musikalischen Eindrücken von Ordnung, Dichte und Symmetrie sowie Parametern der Klangerzeugung wie Frequenz und Rhythmus. Früh setzte er die Informatik ein zur programmatischen Umsetzung dieser Kompositions-Prozesse. Den größtmöglichen Kontrast zu musikgewordener Chaostheorie und computergenerierter „Zufallsmusik“ stellt wohl die Fuge dar: die Imitation einer führenden Melodiestimme nach strengen Regeln.

Bachs „Kunst der Fuge“ führt dieses Kompositionsprinzip wie kaum ein zweites Werk in größter Vollendung vor. Durch das Konzert führt ein musikverständiger Mathematiker und erläutert mathematische Theorien und Gesetzmäßigkeiten anhand kontrastierender Musikbeispiele.

Programm

Olivier Messiaen (1908 – 1992)
„Pièce“ für Klavier und Streichquartett
„Le merle noir“ für Flöte und Klavier

Iannis Xenakis (1922 – 2001)
„Dikhthas“ für Violine und Klavier
„Rebonds B“ für Schlagzeug solo

Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)
„Die Kunst der Fuge“ BWV 1080 in Bearbeitungen für Streichquartett und Bläserquartett

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