Premiere

gamut inc's Zeroth Law – Das nullte Gesetz

With and by gamut inc

27
Wed
September
20:00 - 21:20
€ 20,00 / concs.* € 10,00
Free choice of seats
Information about the work

Eine hybride Landschaft für 50 Musikautomaten, den RIAS Kammerchor, 2 Tänzer*innen und 1 Schauspielerin
Libretto von Frank Witzel
Mit und von gamut inc
Uraufführung am 27. September 2023

ca. 1 Stunde 20 Minuten / Keine Pause

In deutscher Sprache mit englischen Übertiteln

empfohlen ab 13 Jahren
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In Koproduktion mit gamut inc, dem RIAS Kammerchor und der Stichting Logos Gent. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds. Gefördert von Lotto-Stiftung Berlin. Entwicklungsphase gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR.

27
Wed
September
20:00 - 21:20
€ 20,00 / concs.* € 10,00
Free choice of seats
Cast
the content

In der Tischlerei startet die Saison 2023/24 am 27. September mit der Uraufführung von ZEROTH LAW – DAS NULLTE GESETZ. In dieser Koproduktion der Deutschen Oper Berlin mit dem retro-futuristischen Ensemble gamut inc, dem RIAS Kammerchor und der Logos Foundation Gent geht es um eine der aktuell ganz großen Zukunftsfragen unserer Zeit, das Verhältnis von Mensch und Maschine in Zeiten des sich rasant entwickelnden Bereichs der künstlichen Intelligenz. So scheint die Vision, dass in Zukunft humanoide Roboter mit einer eigenständig denkenden und handelnden Intelligenz ausgestattet sind, nicht mehr unmöglich – und zugleich stellt sich hiermit die Frage, wie ein mögliches Zusammenleben von Mensch und Roboter aussehen könnte, was dessen Bedingungen, Möglichkeiten, Gesetze und Regeln sein könnten.

Einer der Pioniere auf diesem Feld war der Science-Fiction-Autor Isaac Asimov, der sich bereits ab den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts in seinen Erzählungen und Romanen mit genau diesen Fragen auseinandergesetzt hat. Er formulierte darin die drei Grundgesetze der Robotik, hat ihnen aber zu einem späteren Zeitpunkt ein grundlegendes „nulltes Gesetz“ vorangestellt: „Ein Roboter darf die Menschheit nicht verletzen oder durch Passivität zulassen, dass die Menschheit zu Schaden kommt.“

Mit DAS NULLTE GESETZ bringen gamut inc nun den letzten Teil ihrer „Roboter-Trilogie“ auf die Bühne. Dazu knüpfen Marion Wörle und Maciej Śledziecki zusammen mit dem Autor Frank Witzel an Asimovs Überlegungen an und gehen zugleich den Widersprüchen nach, die sich auftun, wenn man sich ein Zusammenleben des Menschen mit eigenständig denkenden und handelnden Humanoiden vorstellt. Hierzu verwandeln sie die Tischlerei der Deutschen Oper Berlin in eine hybride Klanglandschaft, in der die von Ursina Lardi eingesprochenen Texte Frank Witzels, auf den live zu erlebenden RIAS Kammerchor unter der musikalischen Leitung von Olaf Katzer und die beiden Tänzer*innen TingAn Ying und Rubens Renier treffen – sowie auf das Roboterorchester der Logos Foundation Gent. Dieses entstand unter der Leitung von Godfried-Willem Raes in über fünfzigjähriger Forschungs-, Konstruktions- und Musikpraxis und hat einen geradezu legendären Status im Bereich der experimentellen Musik erlangt. Mit ZEROTH LAW – DAS NULLTE GESETZ bietet sich eine der ganz seltenen Gelegenheiten, das Orchester, noch dazu in großer Besetzung mit über 50 ferngesteuerten Klangmaschinen, in Berlin zu erleben.

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04
DEC

Adventskalender im Foyer: Das 4. Fensterchen

African American Spirituals
mit Christian Simmons und John Parr
17.00 Uhr / Rang-Foyer rechts
Dauer: ca. 25 Minuten / Eintritt frei

In Deutschland ist bis heute wenig präsent, dass parallel zur Entwicklung des europäischen Lieds das Spiritual in den USA auf eine Tradition blickt, die bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht. Während der Unterdrückung durch die Sklaverei als Arbeits-, Freiheits-, Spiel-, Klage-, Feier- oder Wiegenlieder entstanden, bilden afro-amerikanische Spirituals den Ausgangspunkt für Gospel, Blues und letztlich auch für Jazz, R&B und die afro-amerikanische Musik im Allgemeinen. Charakteristisch für Spirituals sind ihre rhythmischen Finessen, die Gegen-Rhythmen, Polyrhythmik und Synkopen beinhalten. Die Klanglichkeit wird bestimmt von Mikrotonalität, pentatonischen Skalen und vielfältiger Verwendung der Singstimme. All diese Elemente lassen darauf schließen, dass sich Einflüsse afrikanischer Musik, wie sie von Sklaven nach Amerika gebracht wurde, über Jahrhunderte hinweg, meist ausschließlich mündlich überliefert, bis heute erhalten haben.

Der aus Washington D. C. stammende Bassbariton Christian Simmons war in der Spielzeit 2022/23 Mitglied der Cafritz Young Artists of the Washington National Opera und wechselte mit der Saison 2023/24 als Stipendiat der Opera Foundation New York ins Ensemble der Deutschen Oper Berlin. Hier wird er im Laufe der Saison in Partien wie Lord Rochefort / ANNA BOLENA, 2. Geharnischter / DIE ZAUBERFLÖTE, Pinellino / GIANNI SCHICCHI, Brabantischer Edler / LOHENGRIN, Oberpriester des Baal / NABUCCO oder Sciarrone / TOSCA zu erleben sein. Simmons ist Distriktsieger des Eric- und Dominique-Laffont-Wettbewerbs der Metropolitan Opera 2022/23, Gewinner des Gesangswettbewerbs des Harlem Opera Theater 2017 und Gewinner des regionalen Wettbewerbs der National Association of Teaching Singing (NATS) 2016. Außerdem ist er Ehrenmitglied auf Lebenszeit in der Coalition for African Americans in the Performing Arts (CAAPA). Als Absolvent der Morgan State University und des Maryland Opera Studio ist Simmons Mitglied der ersten und größten Musikverbindung des Landes, Phi Mu Alpha Sinfonia Fraternity of America.

John Parr wurde 1955 in Birmingham geboren und studierte an der Manchester University und am Royal Northern College of Music bei Sulamita Aronovsky. Er gewann Preise als Solo-Pianist bei internationalen Wettbewerben in Barcelona und Vercelli und war Mitglied von Yehudi Menuhins „Live Music Now“. 1985 bis 1988 gastierte er als Repetitor am Royal Opera House Covent Garden und arbeitete von 1989 bis 1991 für die Scottish Opera in Glasgow. 1991 kam er nach Deutschland und war Studienleiter und musikalischer Assistent des Generalmusikdirektors in Hannover. Im Jahr 2000 holten ihn Pamela Rosenberg und Donald Runnicles als „Head of Music Staff“ an die San Francisco Opera. Von 2002 bis 2005 war er musikalischer Assistent bei den Bayreuther Festspielen. Von 2011 bis 2014 war er am Staatstheater Karlsruhe in der Funktion eines Casting-Direktors und Assistenten des Generalmusikdirektors. Seit August 2014 ist John Parr an der Deutschen Oper Berlin tätig, zunächst als Studienleiter, seit 2018 als Headcoach.