Willkommen

Verehrtes Publikum,

wenn Sie an die Deutsche Oper Berlin denken, haben die meisten von Ihnen unweigerlich zuerst die große Bühne mit ihren unvergesslichen Wagner-, Verdi- und Puccini-Abenden im Kopf. Dabei gibt es bei uns noch viel mehr zu entdecken: Neben der Tischlerei haben wir seit zwei Jahren unser Parkdeck als Open-Air-Spielstätte für laue Spätsommernächte etabliert. So war Mark-Anthony Turnages GREEK der Startschuss für einen Saisonbeginn, bei dem wir bis Ende Oktober nicht nur das Parkdeck und die Tischlerei bespielen, sondern auch andere Orte in der Stadt jenseits unserer großen Bühne erkunden. Im Tempodrom und in der Philharmonie, im Haus der Berliner Festspiele und im Konzerthaus präsentieren wir Ihnen ein abwechslungsreiches Programm von Jazz über konzertante Oper bis hin zu szenischen Premieren. Dass wir in dieser Zeit die Hauptbühne nicht bespielen, hat einen ganz praktischen Grund: Unser Orchestergraben muss renoviert und erweitert werden. Ab Anfang November sind wir dann auf der großen Bühne wieder für Sie da. — Wir freuen uns auf Sie, Ihr Dietmar Schwarz
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Vorstellungen
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Semiramide (halbszenisch)
20., 22. Oktober 2022 / Haus der Berliner Festspiele

Semiramide (halbszenisch)

Rossinis Titelgestalt ist in tiefe Machtintrigen und Familienkonflikte verstrickt, die dem Komponisten die Möglichkeit eröffnen für abgründige Wahnsinnsszenen, reich ornamentierte Liebesschwüre und glutvolle Rachearien. So entsteht »die letzte Oper der großen Barocktradition, die schönste, die fantasiereichste, möglicherweise die vollkommenste; aber auch – unwiederbringlich – die letzte« (Rodolfo Celetti) ... Dirigentin: Yi-Chen Lin; Mit Salome Jicia (anstelle von Vasilisa Berzhanskaya), Beth Taylor, Riccardo Fassi, Levy Sekgapane u. a.
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Rigoletto
Zurück auf der Großen Bühne – 5., 9., 24. November 2022

Rigoletto

In seiner Oper über den buckligen Hofnarren trieb Verdi die Spannung zwischen den Unwahrscheinlichkeiten der Handlung und der emotionalen Überwältigungskraft des Musiktheaters auf die Spitze. Jan Bosse erzählt in seiner Inszenierung die Tragödie eines Menschen, der daran scheitert, privates Leben und öffentliches Handeln zu trennen … Dirigent: Dominic Limburg; Regie: Jan Bosse; Mit Attilio Glaser, Markus Brück, Elena Tsallagova u. a.
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Carmen
6., 12., 19. November 2022

Carmen

Als „Operette mit bösem Ende“ bezeichnete Bizet seine Oper – zu Recht, denn das Einzigartige an CARMEN ist die Mischung aus romantischer Oper, realistischem Drama und Offenbach-Operette. Die Inszenierung von Ole Anders Tandberg erzählt die Geschichte in kraftvollen Bildern, die immer wieder zwischen Schock, Groteske und großem Gefühl wechseln … Dirigentin: Yi-Chen Lin; Regie: Ole Anders Tandberg; Mit Anna Goryachova, Maria Motolygina, Tomislav Muzek, Samuel Dale Johnson u. a.
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Fidelio
Premiere am 25. November 2022

Fidelio

Diese Oper ist ein Monolith: Sie gilt als die Freiheitsoper schlechthin und ist die wohl erste spezifisch deutsche Oper in ihrer Kombination aus Rührstück, Rettungsoper und Humanitätsappell. David Hermann fokussiert auf Manipulations-Mechanismen von Macht und Ohnmacht … Dirigent: Sir Donald Runnicles; Regie: David Hermann; Mit Thomas Lehman, Markus Brück, Robert Watson, Ingela Brimberg, Tobias Kehrer u.a.
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Nabucco
26. November; 1., 6. Dezember 2022

Nabucco

Keith Warners Inszenierung von Verdis erster Erfolgsoper betont den Grundgedanken der Versöhnung, mit dem das Werk schließt: Unter dem weise gewordenen König Nabucco dürfen das Schriftvolk der Hebräer und das Kriegervolk der Babylonier auf eine friedliche Zukunft hoffen … Dirigent: Carlo Montanaro; Regie: Keith Warner; Mit Amartuvshin Enkhbat, Patrick Cook, Byung Gil Kim, Saioa Hernández, Karis Tucker u. a.
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Don Quichotte
4., 7., 10., 21. Dezember 2022

Don Quichotte

Der »Ritter von der traurigen Gestalt« ist eine der berühmtesten Figuren der Weltliteratur. Doch nirgends darf der Mann aus La Mancha so melancholisch träumen wie bei Massenet. Jakop Ahlboms Inszenierung stellt die Traumwelt des Titelhelden der harten Realität gegenüber und schafft mit verblüffenden Tricks immer wieder magische Theatermoment … Dirigent: Daniel Carter; Regie: Jakop Ahlbom; Mit Patrick Guetti, Misha Kiria, Irene Roberts u. a.
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Tristan und Isolde
13., 20., 27. November 2022

Tristan und Isolde

Musikalisch hochromantisch und die Schwelle zur Moderne dabei überschreitend, lässt Wagner sein Paar mit existenzieller Unerbittlichkeit in ein auswegloses Dilemma laufen. Verstörend und faszinierend in seiner kompromisslosen Darstellung einer obsessiven Liebe ist dieses Werk – nach einem Mythos entstanden – selbst zum Mythos geworden … Dirigent: Sir Donald Runnicles; Regie: Graham Vick; Mit Clay Hilley, Franz-Josef Selig, Nina Stemme, Jordan Shanahan, Irene Roberts u. a.
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Aus dem Hinterhalt: Orchester-Karaoke
13. November 2022 / Tischlerei

Aus dem Hinterhalt: Orchester-Karaoke

Mit dieser letzten Ausgabe laden wir zu einem großen Orchester-Karaoke-Happening in der Tischlerei ein. Special Guests auf der Bühne sind dieses Mal, neben bekannten Gesichtern aus sechs Jahren HINTERHALT und Sänger*innen aus unserem Ensemble, Sie, liebes Publikum! Gesungen werden zu eigens geschriebenen Orchesterarrangements die größten Hits des Opernrepertoires, aus Pop, Rock und Jazz – von Wagner bis Beatles, von Puccini bis Bilderbuch.
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Charles Mingus: Epitaph
Zum Nachhören bei rbb Kultur

Charles Mingus: Epitaph

»Epitaph« ist als abendfüllendes, mit zwei Big Bands und weiteren Orchesterinstrumenten besetztes Monumentalwerk Charles Mingus’ »Opus summum«. Erst zehn Jahre nach dessen Tod kam es im Jahr 1989 zur Uraufführung – und gilt seither als Schlüsselwerk des sogenannten »Third Way«, das Elemente des Jazz von Gospel und Dixie bis hin zu Hardbob und Freejazz mit Einflüssen der klassischen Moderne verschmilzt. Das selten gespielte Werk erklingt zum 100. Geburtstag von Charles Mingus. Hören Sie im Trailer Rüdiger Ruppert, Titus Engel, Wolfgang Köhler und Sebastian Hanusa ... oder das ganze Konzert auf rbbKultur.
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Im Gedenken an Torge Møller
1972 – 2022

Im Gedenken an Torge Møller

Mit Bestürzung haben wir die Nachricht vom plötzlichen Tod des Videokünstlers Torge Møller zur Kenntnis genommen. Dass heute filmische Mittel als unabhängige erzählerische Kategorie selbstverständlich sind, ist nicht zuletzt der Überzeugungskraft seiner Arbeiten zu verdanken. An der Deutschen Oper stehen dafür zwei wichtige Wagner-Produktionen: RIENZI und DER RING DES NIBELUNGEN. Nun ist Torge Møller im Alter von 50 Jahren mitten aus den zahlreichen Projekten gerissen worden, mit denen er seine Arbeit weiterentwickeln wollte. Wir sind in Gedanken bei seiner Frau und seinen drei Kindern und werden ihm ein ehrendes Angedenken bewahren.
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Korngold: Das Wunder der Heliane, ab 2. März 2023
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Zandonai: Francesca da Rimini, ab 19. Mai 2023
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Langgaard: Antikrist, ab 10. Februar 2023
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Glanert: Oceane, ab 6. Januar 2023
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Themen

Der Klang eines italienischen Dorfes am Morgen
19., 21. Oktober / Haus der Berliner Festspiele

Der Klang eines italienischen Dorfes am Morgen

Ein Ei wird aufgeschlagen. Dann noch eins. Krack. Ein Rührstab trifft auf eine Arbeitsplatte. Mit schnellen Schlägen vermischt ein Pastaio Eier und Mehl. Dann setzen die Schuster ein. Mit dieser Sequenz beginnt EXPERIMENTUM MUNDI, das Musiktheaterstück Giorgio Battistellis: Die Oper besteht aus den Arbeitsgeräuschen von insgesamt 16 Handwerkern, unterstützt von einem Frauenchor, einem Perkussionisten und der Rezitation eines Schauspielers. Die Idee, echte Handwerker seines Heimatdorfs auf eine Opernbühne zu stellen, bescherte dem italienischen Komponisten Weltruhm. Warum, das erleben Sie jetzt in Berlin.
Lesen Sie im Blog
Experimentum Mundi
Hochseilakrobatik für die Stimme
20., 22. Okt. 2022 / Haus der Berliner Festspiele

Hochseilakrobatik für die Stimme

Rossinis Titelgestalt ist in tiefe Machtintrigen und Familienkonflikte verstrickt, die dem Komponisten die Möglichkeit eröffneten für abgründige Wahnsinnsszenen, reich ornamentierte Liebesschwüre und glutvolle Rachearien. So entstand »die letzte Oper der großen Barocktradition, die schönste, die fantasiereichste, möglicherweise die vollkommenste; aber auch – unwiederbringlich – die letzte« (Rodolfo Celetti) ... Yi-Chen Lin, Riccardo Fassi und Beth Taylor sprechen über ihr Verhältnis zu diesem Werk.
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Semiramide
Ohne Wagner kein Beethoven
FIDELIO, ab 25. November 2022

Ohne Wagner kein Beethoven

»Ich weigere mich, Grenzen zwischen symphonischer Musik und Musiktheater zu akzeptieren. Jedes Orchester, jedes Musikstück singt - egal ob ein Sänger beteiligt ist oder nicht. Die Musik atmet, das Publikum atmet mit uns, und ich versuche immer, das Orchester zum Singen zu bringen. In seiner Neunten Symphonie öffnete Beethoven die symphonische Musik für menschliche Stimmen, eine epochale Entscheidung. FIDELIO ist ebenso bahnbrechend. Es ist die Geschichte einer Befreiung, die wir immer wieder erzählen müssen, solange Menschen in Gefangenschaft leben. Nicht nur in seiner Musik, sondern auch inhaltlich ist Beethoven aktueller denn je.«
Donald Runnicles im Blog
Fidelio
Uraufführung in der Tischlerei: Negar
29., 31. Oktober; 1., 2., 3., 5., 6. November 2022

Uraufführung in der Tischlerei: Negar

Teheran 2022: Die französische Regisseurin Marie-Ève Signeyrole und der iranisch-französische Komponist Keyvan Chemirani tauchen ein in eine Welt voller Ambiguitäten und schreiben ein Werk über eine Liebe im Untergrund, eine Liebe als Akt des Widerstands gegen das Regime und die herrschende Moral … Regie: Marie-Ève Signeyrole; Mit Katarina Bradić, Arianna Manganello, Dean Murphy, Golnar Shahyar, Julian Arsenault, Keyvan Chemirani and friends
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Liebe und Angst in der Diktatur
NEGAR, Uraufführung am 29. Oktober 2022

Liebe und Angst in der Diktatur

Ausgehend von dem Mythos von Orpheus und Eurydike untersucht NEGAR, was passiert, wenn man sich umdreht und in seine Vergangenheit zurückkehrt. Wie formt man seine Identität an einem Ort, der voller Verbote ist? Braucht man andere, um man selbst zu werden? Signeyroles Arbeit ähnelt einer journalistischen Recherche, einer Mischung aus Dokumentation und Fiktion, obwohl die Geschichte selbst fiktiv ist. ... Keyvan Chemirani hat viel mit Jazz- und Barockmusikern gearbeitet, aber das Schreiben für lyrische Stimmen in NEGAR war eine willkommene Herausforderung.
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Zwischen Teheran, Paris, Berlin
NEGAR, ab 29. Oktober 2022

Zwischen Teheran, Paris, Berlin

NEGAR erzählt die Geschichte von Shirin, die nach Jahren in Paris in den Iran zurückkehrt und feststellen muss, dass ihre Heimat sich verändert hat. Sie verliebt sich in einen Mann, in eine Frau und mit der Dreiecksbeziehung nimmt das Drama seinen Lauf.
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»Das ist kein Mann!« – Women in Disguise
2. Tischlereikonzert am 7. November 2022

»Das ist kein Mann!« – Women in Disguise

Warum waren und sind die Werke von Komponistinnen so viel weniger sichtbar als die ihrer männlichen Kollegen? Wie künstlerisch schaffende Frauen auf gesellschaftliche Grenzen reagiert haben, wird an Werken von Ethel Smyth, Emilie Mayer, Louise Farrenc, Sofia Gubaidulina und anderen gezeigt.
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