Il Teorema di Pasolini
Giorgio Battistelli – 9. [Uraufführung], 16., 21. Juni 2023
Mit seinem 1968 entstandenen Film »Teorema« formulierte Pasolini eine radikale Abrechnung mit der Bourgeoisie: Nur noch durch Konventionen wird die großbürgerliche Familie, die im Zentrum des Werks steht, zusammengehalten und allein die erotische Verführungskraft eines Fremden reicht aus, um dieses erstarrte System auseinanderbrechen zu lassen … Dirigent: Daniel Cohen; Regie: Dead Centre; Mit Ángeles Blancas Gulin, Davide Damiani, Monica Bacelli, Nikolay Borchev, Meechot Marrero, Andrei Danilov u. a.
Willkommen
Gemeinsam mit Ihnen wollen wir darüber nachdenken, wo wir stehen, welche Haltung wir einnehmen. Denn auch das kann Oper: Welt und Geschehen aus so vielen Perspektiven gleichzeitig betrachten, dass neue Einsichten entstehen.
7., 10. Juni 2023
Lucia di Lammermoor
Ein historisierender Bühnenraum bildet die Kulisse für die Tragödie Lucias, die als Unterpfand von Militärallianzen verhandelt wird. Ihr Herz gehört Edgardo, dem Todfeind ihres Bruders Enrico, der andere Pläne mit seiner Schwester hat. Mit ihrer nostalgischen Atmosphäre ist Filippo Sanjusts Inszenierung ein Klassiker im Repertoire … Dirigent: Stefano Ranzani; Regie: Filippo Sanjust; Mit Germán Enrique Alcántara, Adela Zaharia, Andrei Danilov anstelle von Rolando Villazón, Thomas Cilluffo / Ya-Chung Huang, Byung Gil Kim u. a.
4., 8., 17. Juni 2023
Carmen
Als „Operette mit bösem Ende“ bezeichnete Bizet seine Oper – zu Recht, denn das Einzigartige an CARMEN ist die Mischung aus romantischer Oper, realistischem Drama und Offenbach-Operette. Die Inszenierung von Ole Anders Tandberg erzählt die Geschichte in kraftvollen Bildern, die immer wieder zwischen Schock, Groteske und großem Gefühl wechseln … Dirigent: Dominic Limburg; Regie: Ole Anders Tandberg; Mit Irene Roberts, Valeriia Savinskaia, Attilio Glaser / Matthew Newlin, Joel Allison u. a.
11., 14. Juni 2023
La Traviata
Mit seiner Vertonung der »Kameliendame« brachte Verdi zwei der großen Themen des 19. Jahrhunderts auf schockierend direkte Art auf die Opernbühne: Die Prostitution und die Schwindsucht. In seiner Inszenierung betonte Götz Friedrich die Aussichtslosigkeit von Violetta Valérys Versuch, ihrem Schicksal zu entrinnen … Dirigent: Francesco Lanzillotta; Regie: Götz Friedrich; Mit Mariangela Sicilia, Matthew Newlin, Thomas Lehman, Arianna Manganello u. a.
25. Juni; 2. Juli 2023
Lohengrin
Bald nach dem Scheitern der Revolution von 1848 schrieb der politische Flüchtling Richard Wagner seinen LOHENGRIN: eine Oper über einen Helden, der vergeblich versucht, ein zerstrittenes Volk zu befrieden. Kasper Holten lässt in seiner Inszenierung bewusst offen, ob dieser Anführer mit lauteren Mitteln kämpft ... Dirigent: Ivan Repusic; Regie: Kasper Holten; Mit Albert Pesendorfer, Attilio Glaser, Flurina Stucki, Thomas Johannes Mayer, Anna Smirnova, Thomas Lehman u. a.
2. Juni 1958 – 8. April 2023
Im Gedenken an Andreas K. W. Meyer
Am Karsamstag, dem 8. April 2023, ist plötzlich und unerwartet Andreas K. W. Meyer infolge eines Herzversagens verstorben. Andreas K. W. Meyer war während der Intendanz von Kirsten Harms in den Jahren von 2004 bis 2012 Chefdramaturg der Deutschen Oper Berlin und prägte in dieser Zeit maßgeblich das künstlerische Profil des Hauses. Dabei lag ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit auf der Wiederaufführung von zu Unrecht vergessenen und selten gespielten Werken des Repertoires und hier insbesondere der Werke des frühen 20. Jahrhunderts, die er wie kaum ein anderer kannte. Andreas K. W. Meyer war ein begeisterter und begeisternder Opernmensch durch und durch und wurde durch den Tod mitten aus einem erfüllten Theaterleben gerissen. Die Deutsche Oper Berlin wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
Internationaler Kompositionswettbewerb
Ausschreibung – Neue Szenen VII
Die Deutsche Oper Berlin schreibt in Kooperation mit der Hochschule für Musik Hanns Eisler zum 7. Mal den Internationalen Kompositionswettbewerb NEUE SZENEN aus. Der Wettbewerb richtet sich in erster Linie an Teams aus zwei Personen (Komposition und Text). Eine Bewerbung in der Sparte Komposition allein ist möglich, Bewerbungen nur in der Sparte Text sind ausgeschlossen. Bis zu drei Gewinner*innen-Teams des Wettbewerbs erhalten a) ein Stipendium zum Verfassen eines Textes, b) ein Stipendium zur Komposition eines musiktheatralen Werks von 20 bis 30 Minuten Länge (Besetzung: max. 4 Sänger*innen und max. 15 Musiker*innen). Die musiktheatralen Werke kommen im Rahmen der Produktion NEUE SZENEN VII im April 2025 in der Tischlerei der Deutschen Oper Berlin zur Uraufführung, inszeniert von drei Regieteams der Hochschule für Musik Hanns Eisler und besetzt mit Gesangsstudierenden der Hochschule sowie Instrumentalist*innen der Hochschule. Einsendeschluss: 31. Juli 2023
Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa vom 6. Februar 2023
Aviel Cahn übernimmt Intendanz der Deutschen Oper Berlin
Der Stiftungsrat der Stiftung Oper in Berlin hat in seiner Sitzung vom 6. Februar 2023 dem Abschluss des Vertrages mit Herrn Dr. Aviel Cahn als Intendant der Deutschen Oper Berlin ab dem 1. August 2026 zugestimmt. Er tritt damit die Nachfolge von Dietmar Schwarz an, dessen Vertrag im Sommer 2025 endet. Aviel Cahn leitet derzeit als Generaldirektor das Grand Théâtre de Genève.Unsere Video-Empfehlungen
Interview mit Dead Centre zu „Il Teorema di Pasolini“, ab 9. Juni 2023
Interview mit Battistelli zu „Il Teorema di Pasolini“, ab 9. Juni 2023
Aus der Premiere: Matthäus-Passion, ab 5. Mai 2023
Matthäus-Passion – Ein Probenbesuch, Premiere am 5. Mai 2023
Zandonai: Francesca da Rimini, ab 19. Mai 2023
Strauss: Elektra, ab 15. März 2023
Korngold: Das Wunder der Heliane, ab 2. März 2023
Langgaard: Antikrist, ab 10. Februar 2023
Glanert: Oceane, ab 6. Januar 2023
Video - 03:29 min
Interview mit Dead Centre zu „Il Teorema ...
Interview mit Dead Centre zu „Il Teorema di Pasolini“, ab 9. Juni 2023
Video - 13:52 min
Interview mit Battistelli zu „Il Teorema ...
Interview mit Battistelli zu „Il Teorema di Pasolini“, ab 9. Juni 2023
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Aus der Premiere: Matthäus-Passion, ab 5. ...
Aus der Premiere: Matthäus-Passion, ab 5. Mai 2023
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Matthäus-Passion – Ein Probenbesuch, Premiere am 5. Mai 2023
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Zandonai: Francesca da Rimini, ab 19. Mai 2023
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Strauss: Elektra, ab 15. März 2023
Strauss: Elektra, ab 15. März 2023
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Korngold: Das Wunder der Heliane, ab 2. ...
Korngold: Das Wunder der Heliane, ab 2. März 2023
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Langgaard: Antikrist, ab 10. Februar 2023 ...
Langgaard: Antikrist, ab 10. Februar 2023
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Glanert: Oceane, ab 6. Januar 2023
Glanert: Oceane, ab 6. Januar 2023
Themen
LUCIA DI LAMMERMOOR – ab 17. Mai 2023
Sieben Fragen an ... Adela Zaharia
„Bei der Ausgestaltung der Koloraturen lasse ich mich von den großen Sängerinnen der Operngeschichte inspirieren, ebenso von Dirigenten und Gesangslehrern, mit denen ich zusammenarbeite. Ich finde es allerdings extrem frustrierend, Sängerinnen zu hören, denen es nur darum geht, mit ihrer Stimme zu glänzen. Es heißt dann oft, dies gehöre nun einmal zum Belcanto. Nein: Bei allem Ausstellen von Virtuosität und Können muss der Gesang auch im Belcanto die Emotion der Szene und der Musik transportieren. Es geht um die Musik und nicht um Dein Ego! Daran orientiere ich mich.“ So Adela Zaharia, die ab 17. Mai die Titelpartie der Lucia übernimmt. An ihrer Seite dann Markus Brück / Germán E. Alcántara, Javier Camarena / Rolando Villazón sowie Ya-Chung Huang / Thomas Cilluffo und Byung Gil Kim.
IL TEOREMA DI PASOLINI – ab 9. Juni 2023
Dead Centre: Unser Seelenort
In der Parkanlage rund um ein Dubliner Museum denken Bush Moukarzel und Ben Kidd über das Verhältnis von Wahrnehmung und Wirklichkeit nach – für die Regisseure eine der zentralen Fragen bei TEOREMA. „Wir glauben, dass es in TEOREMA vor allem darum geht, eine Regelhaftigkeit zu durchbrechen. Es muss erst eine unberechenbare Variable in Gestalt eines rätselhaften Fremden auftauchen, der die Versuchsteilnehmer erkennen lässt, wie falsch und schädlich ihr klassenbezogenes Verhalten war und was für eine Leere sich hinter den Ritualen auftut. Interessanterweise muss der Fremde gar nicht viel ändern, um diesen Erdrutsch in Gang zu bringen. Er etabliert durch seine bloße Existenz und seinen Eros lediglich einen anderen Blick, ermöglicht eine leicht verschobene Perspektive auf die vertraute Wirklichkeit. Und darin ähnelt er, wenn auch ungleich radikaler, unserem Seelenort.“
MESSA DA REQUIEM – ab 14. April | Staatsballett
Acht Fragen an ... Christian Spuck
Christian Spuck bringt seine Zürcher Erfolgsinszenierung nach Berlin, die in bildgewaltigen Szenen von Gefühlen wie Angst, Zorn, Schmerz und Trauer erzählt und sich mit den Grenzen zwischen Leben und Tod auseinandersetzt. Wir haben ihm acht Fragen im Blog der Deutschen Oper Berlin gestellt ... Erleben Sie die Tänzerinnen und Tänzer des Staatsballetts Berlin, Solist*innen wie Olesya Golovneva, Annika Schlicht und Karis Tucker, Andrei Danilov und Lawson Anderson, den Rundfunkchor Berlin und das Orchester der Deutschen Oper Berlin.
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