Die Meistersinger von Nürnberg

Richard Wagner (1813 – 1883)

09
Samstag
Juli
16:00 - 21:45
D-Preise: € 136,– / € 100,– / € 72,– / € 44,– / € 26,–
Informationen zum Werk

Oper in drei Aufzügen
Libretto vom Komponisten
Uraufführung am 21. Juni 1868 am Königlichen Hof- und Nationaltheater München
Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 12. Juni 2022

5 Stunden 45 Minuten / Zwei Pausen

In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Einführung: 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Rang-Foyer rechts

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Besetzung
Programm / Informationen
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Mit Unterstützung des Förderkreises der Deutschen Oper Berlin e. V. Präsentiert von rbb Kultur und taz. Die Vorstellungen am 29. Juni und 2. Juli 2022 werden aufgezeichnet. Eine DVD / Blu ray dieser Produktion entsteht als Zusammenarbeit zwischen der Deutschen Oper Berlin und Naxos. Außerdem überträgt rbb Kultur die Vorstellung am 2. Juli live aus der Deutschen Oper Berlin.

09
Samstag
Juli
16:00 - 21:45
D-Preise: € 136,– / € 100,– / € 72,– / € 44,– / € 26,–
Besetzung
zum Inhalt

Vor knapp 30 Jahren erlebte die Deutsche Oper Berlin zuletzt eine Premiere von Richard Wagners DIE MEISTERSINGER. Nun kehrt die monumentale Oper zurück an das Wagner-Haus an der Bismarckstraße in einer Neuinszenierung von Jossi Wieler, Anna Viebrock und Sergio Morabito. Kurzfristig übernimmt Markus Stenz die musikalische Leitung von dem erkrankten Sir Donald Runnicles.

Populär wie kaum ein anderes Bühnenwerk Richard Wagners sind DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG geliebt und gehasst zugleich. Das Stück verbindet eine heiter-fassliche Komödienhandlung mit sommernachtstrunkenem Spiel um Wahn und Wirklichkeit der Liebe, erhebt aber zugleich den Anspruch eines Gründungsmanifests deutschnationaler Kunst und ist damit in seiner Rezeption historisch belastet wie kaum ein anderes Werk Richard Wagners. Zugleich und an allererster Stelle sind DIE MEISTERSINGER jedoch ein Stück über die Musik und das Musikmachen.

Die Musik ist der zentrale Lebensinhalt für nahezu alle Figuren des Stückes. Ihr zu dienen und sie zu pflegen ist der Zweck der „Meistersingerzunft“, die sich hierzu ein strenges wie anspruchsvolles Regelwerk gegeben hat. Der Dienst an der Musik bestimmt damit auch das Leben von David und Magdalena, der Lehrbuben und Mädchen und ganz besonders das von Eva, der Tochter des reichen Veit Pogner. Dieser stellt ihr die Wahl des Bräutigams frei – unter einer Bedingung: „ein Meister muss es sein“, der Sieger eines öffentlichen Wettsingens. Und so lässt sich auch, aus Liebe zu Eva, mit Walther von Stolzing der einzige, wenngleich musisch hochbegabte „Nichtmusiker“ des Bühnenpersonals auf ebendieses ein. Er findet Hilfe ausgerechnet bei Hans Sachs. Der ist „Meister“ und zugleich Reformer jener Kunstwelt – und ebenfalls verliebt in Eva.

Seit 1994 inszenieren Jossi Wieler und Sergio Morabito gemeinsam Musiktheater. Zahlreiche Auszeichnungen würdigten ihre Arbeiten: Ihre Inszenierung von ARIADNE AUF NAXOS bei den Salzburger Festspielen 2001 wurde zur Aufführung des Jahres gekürt. 2002 und 2012 wurde das Duo zum „Regieteam des Jahres gewählt“, 2006 erhielten sie für DOKTOR FAUST und 2012 für DIE GLÜCKLICHE HAND / SCHICKSAL den Deutschen Theaterpreis DER FAUST in der Kategorie „Beste Opernregie“, und ihre Produktion BERENIKE, KÖNIGIN VON ARMENIEN von Nicolo Jommelli wurde 2014 als „Ausgrabung des Jahres“ gefeiert. Die Inszenierungen entstanden in den oft überraschenden, subversiven und surreal-realistische Räumen der Ausstatterin Anna Viebrock, die mit Jossi Wieler und Sergio Morabito eine kongeniale künstlerische Partnerschaft seit 1994 verbindet. An der Deutschen Oper Berlin kam 2019 ihre Stuttgarter Erfolgsinszenierung von Bellinis LA SONNAMBULA als Neueinstudierung zur Premiere.

Die Partie des Hans Sachs übernimmt der dänische Bariton Johan Reuter, einer der profiliertesten Sänger an allen großen Bühnen weltweit. An der Deutschen Oper Berlin war er ebenfalls in zentralen Partien seines Fachs zu erleben, wie Verdis Nabucco, Barak in Strauss’ DIE FRAU OHNE SCHATTEN und der Titelpartie in Bergs WOZZECK. Im Herbst 2020 übernahm er kurzfristig die Partie des Wotan in der Neuproduktion DIE WALKÜRE. Als Walther von Stolzing kehrt Klaus Florian Vogt an die Deutsche Oper Berlin zurück. Seit seinem triumphalen Debüt mit den MEISTERSINGERN 2007 bei den Bayreuther Festspielen, ist er einer der herausragenden und weltweit gefragten Wagner-Tenöre der Gegenwart. Die amerikanische Sopranistin Heidi Stober begann ihre internationale Karriere hier an der Deutschen Oper Berlin, wo sie u. a. als Susanna, Pamina oder Elvira, als Adina, Nannetta, Oscar, Gretel und Micaëla und zuletzt in Turnages GREEK zu erleben war, gibt als Eva ihr Rollendebüt. Ebenfalls mit einem Rollendebüt präsentiert sich als Beckmesser der junge Bariton Philipp Jekal, Ensemblemitglied der Deutschen Oper Berlin seit 2018.

Da Generalmusikdirektor Sir Donald Runnicles leider wegen einer akuten Schultererkrankung ärztlichem Rat folgen und strikte Ruhe halten muss, kann er kurzfristig die musikalische Leitung der MEISTERSINGER nicht wie geplant übernehmen. Wir freuen uns, dass mit Markus Stenz ein geschätzter und mit dem Orchester der Deutschen Oper Berlin gut vertrauter Dirigent einspringen kann. Der langjährige Generalmusikdirektor der Stadt Köln und Kapellmeister des Gürzenich-Orchesters (2004 bis 2014) war außerdem von 2012 bis 2019 Chefdirigent des Radio Filharmonisch Orkest (des Niederländischen Rundfunk-Orchesters). Er gastierte an den wichtigsten internationalen Opernhäusern wie z.B. am Teatro alla Scala in Mailand, am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel, an der English National Opera, der Lyric Opera Chicago, der San Francisco Opera, der LA Opera, an der Bayerischen Staatsoper und an der Hamburgischen Staatsoper. Darüber hinaus war er beim Festival in Glyndebourne, beim Edinburgh International Festival, bei den Bregenzer und Salzburger Festspielen zu erleben. Zuletzt leitete er an der Deutschen Oper Berlin die Wiederaufnahmen von Benjamin Brittens DEATH IN VENICE und in der Saison 2021/22 Brittens A MIDSUMMER NIGHT’S DREAM.

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