Paolo Fanale

Paolo Fanale

Der Tenor Paolo Fanale, der 1982 im sizilianischen Palermo geboren wurde, absolvierte seine Gesangsausbildung bei Domenico Sanfilippo und Miguel Sánchez Moreno am Bellini-Konservatorium seiner Heimatstadt. Bereits 2004 konnte er den Internationalen Gesangswettbewerb Giuseppe di Stefano gewinnen, 2008 folgte der Erste Preis bei der Konkurrenz in Toulouse.

Seit seinem Bühnendebüt als Don Ottavio / DON GIOVANNI in Padua hat er sich im Laufe der Jahre die bedeutendsten Bühnen der Welt erobert: darunter das Teatro alla Scala in Mailand, die Metropolitan Opera in New York, die Opéra nationale und das Théâtre du Châtelet in Paris, die Bayerische Staatsoper in München, die Deutsche Oper Berlin und die Staatsoper Berlin. Dabei arbeitete er mit Dirigenten wie James Levine, Claudio Abbado, Antonio Pappano, Zubin Mehta, Daniele Gatti, Kurt Masur, Rafael Frühbeck de Burgos, Daniel Oren und Jordi Savall.

Zu seinen Engagement zählen Fenton / FALSTAFF an De Nederlandse Opera Amsterdam und am Royal Opera House Covent Garden, Hylas / DIE TROJANER am Teatro alla Scala di Milano, Don Ottavio / DON GIOVANNI am New National Theater in Tokio, Roméo / ROMEÉO UND JULIETTE unter Leitung von Daniele Gatti in Paris sowie in Monte Carlo, Nemorino / DER LIEBESTRANK in Marseille und an der Deutschen Oper Berlin, Tamino / DIE ZAUBERFLÖTE am Teatro Massimo in Palermo sowie am Teatro Comunale di Bologna, Pelleas / PELLEAS UND MELISANDE unter Daniele Gatti in Florenz, Ferrando / COSÌ FAN TUTTE an der Bayerischen Staatsoper, Nadir / DIE PERLENFISCHER in einer konzertanten Fassung mit dem Orchestra Rai in Turin, GIANNI SCHICCHI in London, LUCIO SILLA auf einer Europatour sowie DON GIOVANNI bei den Salzburger Festspielen. Darüber hinaus gab er Liederabende und spielte das „Magnificat“ sowie AIDA ein, beide unter Leitung von Antonio Pappano und mit der Accademia Santa Cecilia.

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Paolo Fanale singt „Un’aura amorosa“ aus COSI FAN TUTTE
Video – 04:46 min

„Un’aura amorosa“ (Così fan tutte)

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03
DEZ

Adventsverlosung: Das 3. Fensterchen

Heute verlosen wir 2 mal 2 Freikarten für die Vorstellung von DIE FLEDERMAUS am 31. Dezember 2022 um 19.30 Uhr. Wenn Sie an der Verlosung teilnehmen möchten, senden Sie bitte heute eine E-Mail an marketing@deutscheoperberlin.de mit dem Betreff „Das 3. Fensterchen“.

2018 hob sich der Vorhang für eine Neuinszenierung der FLEDERMAUS in der Regie von Rolando Villazón. Dem umtriebigen Sänger, Regisseur, Moderator und Autor war diese Inszenierung eine Herzensangelegenheit, konnte er in Strauß’ Meisteroperette doch einerseits mit komischen Elementen spielen, andererseits aber auch dem Melancholisch-Nachdenklichen Raum geben. Denn in Strauß‘ Operette geht es ums Fremdgehen, um Underground-Partys und die betörende Macht des Champagner, aber eben auch um die Beschreibung gesellschaftlicher Fassaden und vor allem der Abgründe, die auf der Rückseite des bürgerlichen Salons lauern. Und weil eben einfach immer fremdgegangen, gefeiert und getrunken wird, versetzt Villazón die drei Akte in drei verschiedene Zeiten und nimmt das Publikum mit auf eine Reise vom 19. Jahrhundert über die 1950er Jahre in die Zukunft.

Es war bereits 1874 im Theater an der Wien eine Novität, dass der Walzerkönig Johann Strauß eine Handlung präsentierte, die nicht in mythischer Ferne oder in Fantasiestaaten spielte, sondern den großbürgerlichen Salon als Ausgangspunkt nahm. Das bürgerliche Publikum sah sich selbst mit all seinem Dünkel und seiner Doppelmoral auf der Bühne grotesk verzerrt. Die Geschichte war natürlich nicht neu: Strauß und sein Mitarbeiter Genée griffen auf eine französische Boulevardkomödie der Offenbach-Librettisten Meilhac und Halévy zurück, ergänzten sie aber durch pikante Details. Zum Beispiel den Auftritt der verkleideten Rosalinde auf dem Ball des Prinzen Orlofsky. Überhaupt geht die Zuspitzung und Zentrierung der Handlung auf das Maskenfest mit der finalen Huldigung des Alkohols, der allgemeinen Verbrüderung und dem champagnerseligen Du-i-du auf das Konto Genées. Ansonsten finden sich in der Farce rund ums Fremdgehen all die Zutaten, die zu einer guten Komödie gehören: Die aufmüpfige Kammerzofe, der versteckte Liebhaber, der selbst ehebrechende, doch eifersüchtige, Gatte und die verkleidete Gräfin.

Es singen und spielen für Sie u. a. Burkhard Ulrich, Hulkar Sabirova, Annika Schlicht, Attilio Glaser, Thomas Lehman, Padraic Rowan, Jörg Schörner, Meechot Marrero, Kathleen Bauer und Ingo Paulick unter der musikalischen Leitung von Yi-Chen Lin.


Einsendeschluss: 3. Dezember 2022. Die Gewinner*innen werden am 5. Dezember 2022 per E-Mail informiert. Die Karten gehen Ihnen per E-Mail zu. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.