Andrew Robert Munn

Der junge Bass Andrew Robert Munn gewinnt mit seiner elegant geführten und leuchtend warmen Stimme die internationalen Opernbühnen und Konzertpodien. Für den gebürtige Kalifornier, der 2019 als Finalist beim Innsbrucker Cesti-Wettbewerb auf sich aufmerksam machte, standen in den letzten Saisons wichtige Debüts an: In der New Yorker Carnegie Hall stand er als Solist in der Uraufführung von Zhou Longs Oratorium „Men of Iron and the Golden Spike“ auf der Bühne. Außerdem war er an der Deutschen Oper Berlin in Chaya Czernowins HEART CHAMBER zu erleben. Als Frère Laurent in Gounods ROMÉO ET JULIETTE kehrte er an die Opera na Zamku in Stettin zurück, und verkörperte im Sommer 2020 bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik den König Atrace in Melanis L’EMPIO PUNITO. In der Saison 2021/22 ist er am Landestheater Salzburg tätig, wo er Rollen wie Truffaldin in Strauss’ ARIADNE AUF NAXOS, Medico in Verdis MACBETH in der Felsenreitschule sowie Sarastro in DIE ZAUBERFLÖTE übernimmt.

Nach Abschluss seines Studiums an der berühmten Juilliard School in New York zog der Schüler von Dawn Upshaw und Sanford Sylvan 2018 nach Berlin. In seiner ersten Saison in Europa war er als Seneca in Monteverdis L’INCORONAZIONE DI POPPEA, als Inspector und Uncle Albert in Philip Glass’ THE TRIAL (nach Kafkas Roman Der Prozess) und als Sarastro in Mozarts ZAUBERFLÖTE zu erleben. Gemeinsam mit dem Pianisten Rami Sarieddine gründete er 2019 die Projektplattform Chimera und das duo+, das mit Rezitalprogrammen bereits in Athen, Abu Dhabi, Berlin und Zypern zu Gast war und dabei Werke von Purcell, Schubert, Wolf und Barber sowie Uraufführungen eigens für das Duo komponierter Stücke von Andys Skordis und Conrad Winslow im Gepäck hatte. Mit „Winter Journey in a Post-Winter World“ waren sie außerdem Finalisten bei #LIEDINNOVATION 2021 des Rhonefestival in der Schweiz.

In seinem Engagement für neue Musikprojekte treffen sich seine musikalische Leidenschaft und andere ganz persönliche Lebensthemen: Eine Vertrautheit mit den Texten des Altertums und das Nachdenken über sozialen Wandel wurden dem Kind zweier klassischer Archäologen quasi in die Wiege gelegt; intensive Erfahrungen als Umweltaktivist sammelte er von 2008 bis 2014, als er in den Kohleabbaugebieten der Appalachen den Kampf für klimapolitische Ziele mitorganisierte. Im Austausch mit Komponist:innen seiner Generation verarbeitet er in der Doppelrolle als Solist und Librettist diese Themen heute künstlerisch. So entsteht gemeinsam mit Nina C. Young die Oper MAKING TELLUS als Meditation über das geologische Zeitalter des Anthropozän. Nate May komponierte für ihn den szenischen Liedzyklus „Dust in the Bottomland“, der die amerikanische Opioidkrise in Bezug zur ökologischen Zerstörung setzt. Gefördert vom Neustart Kultur Programm des Deutschen Musikrats schrieb Andrew Robert Munn, teils nah am Vorbild, teils frei adaptiert, englische Strophen für Hanns Eislers „Hollywooder Liederbuch“, die Eislers und Brechts politische Kunst in die heutige Zeit fortsetzen. Resultat ist das in einem fünfköpfigen Team entwickelte Projekt Berlin Verses, das ökologische Fragen und den autoritären Aspekt des neoliberalen Kapitalismus beleuchtet und in dessen Rahmen auch ein Film entsteht

Vor seinem Sprung über den Atlantik konnte Andrew Robert Munn 2018 im Nachwuchsprogramm Gerdine Young Artists am Opera Theatre of Saint Louis als Dottore Grenvil in LA TRAVIATA und als Specialist Swanson in der Uraufführung von Huang Ruos Oper AN AMERICAN SOLDIER überzeugen. Bei seinem Debüt am Lincoln Center mit der Juilliard Opera trat er unter der Leitung von Laurence Cummings in Händels AGRIPPINA auf. Außerdem verkörperte er bereits Dr. Cajus und FALSTAFF in Nicolais DIE LUSTIGEN WEIBER VON WINDSOR, Rocco in Beethovens FIDELIO, Gremin in Tschaikowskijs EUGEN ONEGIN, den Löwen in Oliver Knussens HIGGLETY PIGGLETY POP! sowie Beethoven in Steven Stuckys und Jeremy Denks THE CLASSICAL STYLE.

Im Konzertbereich sang er Solopartien in Mozarts „Requiem“ unter Ádám Fischer, Haydns „Schöpfung“ mit dem American Symphony Orchestra sowie Händels „Messias“ mit The Orchestra Now ebenfalls unter Leon Botstein, Rossinis „Stabat Mater“ mit dem Orchestra of the Triangle sowie die Partie des Jesus in Bachs „Johannespassion“ mit der Cathedral of All Saints und der Handel and Haydn Society. Begeistert aufgenommen wurde 2018 sein Debüt mit dem Pianisten Steven Blier an der Merkin Concert Hall beim Festival of Song in New York mit einem Programm aus politischen Liedern unter der Titel „Protest!“. Als Vocal Fellow am Tanglewood Music Center war er 2017 dort mit Bachs „Liebster Jesu mein Verlangen“, Ausschnitten aus Heinrich Schütz‘ „Symphoniae Sacrae“ sowie in Rezitalprogrammen zu erleben.

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