Manon Lescaut

Giacomo Puccini (1858 – 1924)

14
Sonntag
Mai
18:00 - 20:45
C-Preise: € 100,00 / € 82,00 / € 58,00 / € 34,00 / € 24,00
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Informationen zum Werk

Dramma lirico in vier Akten
Libretto nach Abbé Prévost von Ruggero Leoncavallo, Marco Praga, Domenico Oliva,
Luigi Illica, Giuseppe Giacosa, Giulio Ricordi, Giuseppe Adami und dem Komponisten
Uraufführung am 1. Februar 1893 in Turin
Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 19. Dezember 2004

empfohlen ab 14 Jahren

2 Stunden 45 Minuten / Eine Pause

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Einführung: 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Rang-Foyer rechts

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Besetzung
14
Sonntag
Mai
18:00 - 20:45
C-Preise: € 100,00 / € 82,00 / € 58,00 / € 34,00 / € 24,00
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Besetzung
zum Inhalt

„Was habe ich mit Helden und unsterblichen Gestalten zu schaffen? In solcher Umgebung behagt es mir nicht. Ich bin nicht der Musiker der großen Dinge, ich empfinde die kleinen Dinge, und nur sie liebe ich zu behandeln. … So gefiel mir Manon, weil sie ein Mädchen von Herz war und nicht mehr.“ (Giacomo Puccini)

Mit MANON LESCAUT feierte Giacomo Puccini seinen ersten großen Erfolg als Opernkomponist. Wie bei seinen späteren Welterfolgen steht auch hier eine Frauengestalt im Mittelpunkt. Manon, Mimì, Tosca, selbst Minnie, das „Mädchen aus dem Goldenen Westen“, das so selbstbewusst mit Revolver und Gebetbuch umzugehen versteht, und schließlich Liù (TURANDOT) passen in diese Reihe außergewöhnlicher Frauen, deren Zartheit und Verletzbarkeit nur noch von ihrer Entschlossenheit und ihrer unbedingten Hingabe an die Liebe übertroffen werden. Interessant sind sie alle, denn sie sind niemals nur Täterin oder nur Opfer, nicht einmal Cio-Cio-San, die am Ende selbst über ihr Schicksal bestimmt. Sie folgen ihrem Herzen, aber ohne große Gesten und leeres Pathos. Vielleicht ist es diese Geradlinigkeit, die sie für Puccini so reizvoll machte, eine Geradlinigkeit, die seinem Ideal von Einfachheit entsprach. Heldinnen im klassischen Sinne sind sie nicht, die Puccinischen Frauen, und sie sind auch keine Engel.

Die junge hübsche Manon, die ihren Geliebten Des Grieux ohne zu zögern verlässt, um mit dem betuchten, wenngleich ungeliebten Geronte zu leben, verfügt über einen so ausgeprägten Hang zu luxuriöser Zerstreuung, dass sie ihrer Lust am Vergnügen ihr persönliches Glück, am Ende sogar ihr Leben opfert. Denn obwohl sie sich entschließt, zu Des Grieux zurückzukehren, will sie die beruhigende Sicherheit materiellen Wohlstands nicht missen. Hätte sie darauf verzichtet, ihren Schmuck zusammenzupacken, als die Polizei auf Veranlassung Gerontes vor ihrer Tür erschien, wäre sie der Verhaftung und anschließenden Deportierung möglicherweise entgangen.

Abbé Antoine François Prévost, dessen Roman „Geschichte des Chévalier Des Grieux und der Manon Lescaut“ Puccini als Vorlage diente, hatte den ›seltsamen‹ Charakter Manons klar umrissen: „Niemals hing ein junges Mädchen weniger am Gelde als sie, aber sie hatte keinen ruhigen Augenblick bei dem Gedanken, dass sie Not leiden müsse. Was sie brauchte, waren Kurzweil und Zerstreuungen; hätte sie sich ohne Geldausgaben vergnügen können, sie würde nie auch nur einen Sou angerührt haben.“ Mit überraschender Skrupellosigkeit versteht es die junge Frau, ihre Ziele durchzusetzen, aber das mindert ihren Reiz weder für ihre Liebhaber noch für den Komponisten.

Leidenschaftliches Gefühl, starke Kontraste, ein ganz und gar unsentimentaler Blick auf Menschen aus Fleisch und Blut, auf ihre Schwächen, aber auch auf ihr Leiden an Willkür und sozialer Unterdrückung – in seiner Oper gelingt Puccini ein faszinierendes Spektrum an Farben und Stimmungen. Dabei waren seine Ausgangsbedingungen alles andere als ideal, hatte er doch einen Stoff gewählt, der bereits mehrfach zuvor bearbeitet worden war. Er musste sich vor allem an Jules Massenets MANON, 1884 mit großem Erfolg uraufgeführt, messen und war bei der Arbeit mit seinen zahlreichen Librettisten – im Textbuch werden bis zu sieben Autoren genannt – bestrebt, möglichst keine Parallelen zu Massenet erkennbar werden zu lassen. Tatsächlich sind die beiden Werke grundverschieden. Puccini selbst meinte einmal: „Massenets Musik wird eben französisch empfunden sein – Puderquaste und Menuett –, die meine italienisch – Leidenschaft und Verzweiflung.“ Leidenschaft und Verzweiflung, aber auch eine gehörige Portion Realismus haben aus dem Stoff die mitreißende und am Ende erschütternde Geschichte einer eigenwilligen Frau von starker Anziehungskraft gemacht, keiner Heldin, aber eines „Mädchens von Herz“.

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28
NOV

Der Adventskalender 2022

Am 1. Dezember ist es wieder soweit. Unser schon traditioneller Adventskalender heißt Sie bei freiem Eintritt herzlich willkommen. Die neuen Ensemblemitglieder freuen sich darauf, Ihnen die Tage bis Heiligabend mit persönlich gestalteten musikalischen Programmen zu verkürzen, bei denen Sie neben weihnachtlichen Klassikern auch absolute Raritäten, vielleicht noch nie Gehörtes zu Ohren bekommen. Kommen Sie doch einfach vorbei und erleben Sie unsere Künstler*innen aus nächster Nähe.

Unser adventliches Foyer-Programm
Besuchen Sie unsere Kammerkonzerte von Montag bis Freitag, jeweils von 17.00 bis ca. 17.25 Uhr, im Rangfoyer rechts. Sollte es Abweichungen im Veranstaltungsort oder bei der Uhrzeit geben, finden Sie eine Notiz in der Übersicht. Der Eintritt ist frei.

1. Dezember 2022 | 17.00 Uhr | Rangfoyer rechts
Dietmar Schwarz liest „Die Schneekönigin“

2. Dezember 2022 | 17.00 Uhr | Parkettfoyer
Der Kinderchor singt weihnachtliche Lieder

5. Dezember 2022 | 17.00 Uhr | Rangfoyer rechts
Alte russische Romanzen mit Maria Motolygina

6. Dezember 2022 | 17.00 Uhr | Parkettfoyer
Der Nikolaus kommt zu Besuch – gemeinsam mit Elisa Verzier

7. Dezember 2022 | 17.00 Uhr | Parkettfoyer
„Ding Dong! Merrily on High“ – Ein Konzert mit den VoiceChangers

8. Dezember 2022 | 17.00 Uhr | Rangfoyer rechts
Kammermusik mit Orchestermitgliedern

9. Dezember 2022 | 17.00 Uhr | Rangfoyer rechts
„Jenseits der Schneekönigin“ – Lieder von u. a. Samuel Penderbayne
mit Alexandra Ionis, Attilio Glaser und Henriette Zahn

12. Dezember 2022 | 17.00 Uhr | Rangfoyer rechts
Lieder und Arien mit Sua Jo und Kyle Miller

13. Dezember 2022 | 17.00 Uhr | Rangfoyer rechts
Daniel Nicholson singt und moderiert

14. Dezember 2022 | 17.00 Uhr | Rangfoyer rechts
Ralph Vaughan Williams’ „The House of Life“
mit Dean Murphy und Elda Laro

15. Dezember 2022 | 17.00 Uhr | Rangfoyer rechts
„Vierhändiges“ – Klaviermusik
mit John Parr und Christopher White

16. Dezember 2022 | 17.00 Uhr | Tischlerei
Südamerikanische Lieder mit Jorge Puerta

19. Dezember 2022 | 17.00 Uhr | Tischlerei
Englische und polnische Lieder
mit Maire Therese Carmack, Artur Garbas und Manon Gerhardt

20. Dezember 2022 | 17.00 Uhr | Rangfoyer rechts
„Christmas Carols for Two Tenors“
mit Kieran Carrel und Thomas Cilluffo

21. Dezember 2022 | 17.00 Uhr | Parkettfoyer
Gemeinsames Weihnachtssingen mit den Blechbläsern

22. Dezember 2022 | 17.00 Uhr | Rangfoyer rechts
„L'ange et l'enfant“ – Zu César Francks 200. Geburtstag
mit Andrea Schwarzbach und Christian Zacker

23. Dezember 2022 | 16.00 Uhr | Rangfoyer rechts
Brahms-Lieder mit Arianna Manganello
Bitte beachten Sie den früheren Beginn: 16.00 Uhr


Alle weiteren Informationen im jeweiligen Tages-Türchen auf unserer Homepage

Verlosungen an den Wochenenden
Weil ein Adventskalender selbstverständlich auch an Wochenenden und an Heiligabend gefüllt ist, finden Sie an Samstagen und Sonntagen sowie am 24. Dezember Online-Verlosungen auf unserer Homepage. Wir danken schon an dieser Stelle Kooperationspartnern wie NAXOS oder der Yorck-Kinogruppe.