Im Konzerthaus Berlin

Eine florentinische Tragödie [konzertant]

Werke von Erich Wolfgang Korngold, Alban Berg, Alexander von Zemlinsky

05
Montag
September
20:00
21,00 - 70,00 €
Informationen zum Werk

2 Stunden 15 Minuten / Eine Pause

In deutscher Sprache. Keine Übertitel. Das Libretto liegt kostenfrei und unabhängig vom Programmheft am Veranstaltungsabend aus.

Um 19.15 Uhr findet eine Einführung statt.

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Programm / Informationen
Finden Sie hier die Texte zu Alban Bergs Sieben frühe Liedern und zu Alexander von Zemlinskys EINE FLORENTINISCHE TRAGÖDIE Download-PDF

Das Programmheft zum Konzert finden Sie hier als Download-PDF

05
Montag
September
20:00
21,00 - 70,00 €
Besetzung
zum Inhalt

»Wenn ich in Wien bin und am Haus der Secession vorbeigehe, spüre ich das Echo des Aufbruchs in die Moderne, den Geist vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Eine Zeit, die mit Namen wie Gustav Klimt, Oskar Kokoschka, Albert Einstein und Sigmund Freud verbunden ist. Plötzlich drängt etwas Rauschhaftes in die Kultur. Die Kunst ist der kontrollierte Raum, in dem sich ein neuer, lustvoller Blick auf die Welt auslebt.

In diese Zeit entführen wir das Publikum, wenn wir an der Deutschen Oper Berlin Werke der Jahre 1905 bis 1920 spielen. Die »7 frühen Lieder« von Alban Berg, die Suite aus der Bühnenmusik »Viel Lärm um nichts« von Erich Wolfgang Korngold, und dann folgt als Abschluss die Kurzoper EINE FLORENTINISCHE TR AGÖDIE von Alexander von Zemlinsky. All diese Komponisten wagten sich damals an ganz neue Harmonien und Klangfarben, da entstanden Texturen, die man vorher so gar nicht kannte.

Diese Musik strahlt außerdem eine regelrechte Erotomanie aus, bei Zemlinsky am meisten. Es geht in den Texten um Affären, Dreiecksbeziehungen, Ekstase. Auch im Privatleben übrigens, Alma Mahler etwa kommt erst mit Klimt zusammen, dann mit Zemlinsky, hat aber auch eine Affäre mit Kokoschka. Entgrenzung überall. Das spürt man auch in der Musik.

Die künstlerischen Phantasien damals scheinen grenzenlos. Die Musik selbst ist ein Ritt auf der Rasierklinge, mal tonal und romantisch, mal atonal und modern, das kippt sogar in den einzelnen Werken oft hin und her. So klingt eine Zeit der Freiheit!« (Marc Albrecht)

Auf dem Programm stehen u. a.

Erich Wolfgang Korngold [1897 – 1957]
Suite aus der Musik zu Shakespeares „Viel Lärmen um Nichts“, Op.11
I Ouvertüre
II Mädchen im Brautgemach
III Holzapfel und Schlehwein (Marsch der Wache)
IV Intermezzo (Gartenszene)
V Hornpipe

Alban Berg [1885 – 1935]
Sieben frühe Lieder
Nacht (Text: Carl Hauptmann)
Schilflied (Text: Nikolaus Lenau)
Die Nachtigall (Text: Theodor Storm)
Traumgekrönt (Text: Rainer Maria Rilke)
Im Zimmer (Text: Johannes Schlaf)
Liebesode (Text: Otto Erich Hartleben)
Sommertage (Text: Paul Hohenberg)

*** Pause ***

Alexander von Zemlinsky [1871 – 1942]
Eine florentinische Tragödie [konzertant]
Oper in einem Akt; Libretto nach Oscar Wildes „A Florentine Tragedy“ in der deutschen Übersetzung von Max Meyerfeld. Uraufführung am 30. Januar 1917 in Stuttgart

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09
DEZ

Adventskalender im Foyer: Das 9. Fensterchen

Heute im Foyer: „Jenseits der Schneekönigin“
mit Alexandra Ionis, Oliver Boyd und Henriette Zahn
17.00 Uhr / Rang-Foyer rechts
Dauer: ca. 25 Minuten / Eintritt frei


Seit ihrer Uraufführung 2019 begeistert DIE SCHNEEKÖNIGIN in der Tischlerei der Deutschen Oper Berlin nicht nur Kinder. Auch dieses Jahr stehen zahlreiche Vorstellungen auf dem Spielplan. Umso größer ist die Freude, dass sich Alexandra Ionis und Henriette Zahn aus dem Cast der SCHNEEKÖNIGIN zusammengetan haben, um ein Türchen des Adventskalenders zu gestalten. Gemeinsam mit Oliver Boyd, Bariton im Chor der Deutschen Oper Berlin, präsentieren sie ein buntes Programm. Neben Brahms, Schönberg und Kurt Weill erklingen als besonderes Highlight auch Lieder des Komponisten der SCHNEEKÖNIGIN, Samuel Penderbayne, und seines Lehrers Moritz Eggert.

Die Berlinerin Alexandra Ionis studierte u. a. am Conservatorio di musica Giuseppe Verdi in Mailand und an der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom. 2016 debütierte sie in Strauss‘ DIE ÄGYPTISCHE HELENA an der Deutschen Oper Berlin. Weitere Produktionen hier am Haus waren DEATH IN VENICE, IL VIAGGIO A REIMS und IL TROVATORE. An der Staatsoper Unter den Linden sang sie in Widmanns BABYLON, Reimanns GESPENSTERSONATE, der Uraufführung von Eötvös‘ SLEEPLESS, in DER ROSENKAVALIER und zuletzt in der Neuproduktion von DER RING DES NIBELUNGEN als Schwertleite / DIE WALKÜRE.

Henriette Zahn ist Pianistin mit Schwerpunkt Kammermusik und Liedgestaltung und studierte in München, Lübeck und zuletzt in der Liedklasse von Wolfram Rieger an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Sie spielte u. a. mit dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg, der Karajan-Akademie, dem Württembergischen Kammerorchester und dem Goldmund-Quartett. Aufführungen führten sie u. a. an die Deutsche Oper Berlin, ans Schauspielhaus Hamburg, Theater Bremen, zu den Salzburger Festspielen, in die Allerheiligen Hofkirche in München. Rege Zusammenarbeit verbindet sie mit dem Komponisten Samuel Penderbayne und der Pianistin Anna Buchberger.

Oliver Boyd studierte am Queensland Conservatorium bei Gesangstrainer Gregory Massingham und an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin bei Christine Schäfer. Im September 2018 sang Oliver Boyd die Hauptrolle des Reverend Calloway in Paul Deans Oper DRY RIVER RUN. 2017 debütierte er mit dem Queensland Symphony Orchestra in der Rolle des Dancairo / CARMEN konzertant. Als Solist trat er in Händels „Messias“ auf, in Mahlers „Lieder eines fahrenden Gesellen“, Haydns „Nelson“- und „Paukenmesse“, Mozarts „Requiem“, „Vesper“ und „Missa Brevis“ sowie in Schuberts Messe in G-Dur. Oliver Boyd gewann zahlreiche Preise, darunter den ersten Preis beim Royal Melbourne Philharmonic Aria-Wettbewerb und den Champion der Champions im Queensland Eisteddfod. Er wurde als einer der Nachwuchskünstler des Brisbane Lord Mayor ernannt. Seit der Spielzeit 2021/22 ist Oliver Boyd Mitglied der Stimmgruppe der 1. Bässe im Chor der Deutschen Oper Berlin.