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Generationenvorstellung

Jenufa

Leos Janacek (1854 – 1928)
So 12.01.2020 - 18:00 Uhr
C-Preise: € 100,– / € 82,– / € 58,– / € 34,– / € 24,–

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Informationen zum Werk

Oper in drei Akten
Libretto von Leos Janacek nach dem Drama von Gabriela Preissová
Uraufführung am 21. Januar 1904 in Brünn
Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 4. März 2012

empfohlen ab 14 Jahren

In tschechischer Sprache mit deutschen Übertiteln

ca. 3 Stunden / Zwei Pausen

Einführung: 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Rang-Foyer rechts

Besetzung

Musikalische Leitung

Donald Runnicles

Inszenierung

Christof Loy

Bühne

Dirk Becker

Choreographische Mitarbeit

Thomas Wilhelm

Chöre

Jeremy Bines

Die alte Buryja

N. N.

Laca Klemen

Robert Watson

Steva Buryja

Ladislav Elgr

Die Küsterin Buryja

Evelyn Herlitzius

Altgesell

Padraic Rowan

Bürgermeister

Stephen Bronk

Frau des Bürgermeisters

Nadine Secunde

Schäferin

Fionnuala McCarthy

Barena

Karis Tucker

Zum Inhalt

Enge und Bigotterie, Tradition und Kontrolle, das bäuerliche Leben auf dem mährischen Dorf unterm Brennglas: Wir folgen den Figuren durch die Jahreszeiten, erleben einen hitzigen, brutalen Sommer, auf den ein eisiger, grausamer Winter folgt. Im beginnenden Frühling werden wir Zeugen eines Fests, das keines ist. Die tragische Hochzeit mündet in ein großes Schuldeingeständnis und offenbart den Humanisten Leos Janácek. Gewalt und Schande, Kindsmord, Schuld und Sühne. All das will uns der Komponist vor Augen und Ohren führen, der unbeherrscht Aufbrausende, der bei seinen Landsleuten in Ungnade gefallen war, nachdem er sich abfällig über Smetana geäußert hatte.

Mit JENUFA läuft er nun Gefahr, sich auch musikalisch und stilistisch zu isolieren. Welcher Komponist blieb – als hätte es Wagner nie gegeben – noch so in Arien und Phrasenwiederholungen verhaftet? Wer verband diese so selbstverständlich mit den neu aufkommenden veristischen Formen? Ungewöhnlich war auch, dass Janácek das Werk auf einen Prosatext – Gabriela Preissovás Její pastorkyna [Ihre Ziehtochter] – komponierte, immer in dem Bestreben, zum Kern seiner Figuren vorzudringen, ihren Charakter peinlich genau abzubilden, ihren individuellen Sprachrhythmus. Die Sprachmelodien seiner mährischen Heimat zu skizzieren war für ihn »Aktzeichnen der Musik«.

JENUFA hatte viele Umwege zu gehen, bis der verdiente Erfolg sich einstellte. Nach der Uraufführung 1904 in Brünn wurde die Oper vielfach abgeändert und nur wenige Male aufgeführt, in Prag erst 1916. Max Brod sah eine Aufführung im Nationaltheater und schrieb im Anschluss in der Berliner Weltbühne ein flammendes Plädoyer für das »tschechische Opernglück«. Als Leos Janácek eines darauffolgenden Sonntags den Schriftsteller aus dem Bett klingelte und ihn überredete, JENUFA ins Deutsche zu übersetzen, muss dies seine letzte Hoffnung gewesen sein, mit Hilfe seines bekannten Fürsprechers ein breiteres Publikum für das kühne Werk zu interessieren. Der Plan ging auf: Nach Aufführungen in Wien und Köln 1918 folgte 1924 die Berliner Erstaufführung. Von hier aus ging das Stück um die Welt.