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Ausstellung: Christine Sun Kim

Weltkunst und die Deutsche Oper Berlin laden zur Vernissage von Christine Sun Kim ein: „Another Day Rising into Being“.

Informationen Zum Werk

Um 20.30 Uhr spricht die Sound-Künstlerin Christine Sun Kim mit Lisa Zeitz, Chefredakteurin der Weltkunst, über ihre neuen Wandbilder im Foyer. Der Talk wird simultan in die deutsche Lautsprache, American Sign Language und in die deutsche Gebärdensprache übersetzt.

Neben ihren Werken sind Fotografien von Michael Kohls zu sehen.

ca. 2 Stunden

Besetzung

Im Gespräch

Christine Sun Kim

Im Gespräch

Lisa Zeitz

Zum Inhalt

Das Monatsmagazin WELTKUNST hat eine lange Geschichte, die bis ins Jahr 1927 zurückreicht. Damals gründete der Künstler Walter Bondy in Berlin die Zeitschrift über den internationalen Kunstmarkt – seit 1930 heißt sie WELTKUNST. Sie hat den Blick auf alle Epochen der Kunst gerichtet, von der Höhlenmalerei bis zur Gegenwart. Die März-Ausgabe ist dem 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens und dem Kosmos seiner kultischen Verehrung gewidmet. Kein anderer Komponist hat so viele Künstler inspiriert wie er, kein anderer Kopf wurde so oft dargestellt und verbreitet wie Beethoven. Voller Mystik steckt auch die Pastellzeichnung von Lucien Lévy-Dhurmer aus dem Jahr 1906, die auf dem Titelbild zu sehen ist. 
Ein anderer Artikel in der März-Ausgabe ist der tauben Sound-Künstlerin Christine Sun Kim gewidmet. Michael Kohls fotografierte sie in ihrem Berliner Atelier, und als die Chefredakteurin Lisa Zeitz sie traf, entstand die Idee, dass Christine Sun Kim mit neuen Wandbildern das Foyer der Deutschen Oper Berlin bespielen könnte. Bildende Kunst in der Oper, ein Magazin an der Wand.

Christine Sun Kim
Christine Sun Kim, geboren 1980 in Kalifornien, hat Kunst am Bard College und an der School of Visual Arts in New York studiert und lebt seit sieben Jahren in Berlin. In ihren Performances, Videos und Zeichnungen geht es oft um Klänge. Sie erforscht ihre akustische Umgebung und reflektiert ihre Beziehung zu gesprochener Sprache. Immer wieder thematisiert sie Facetten ihrer Biografie, wie ihre Taubheit oder ihre Erfahrungen als junge Mutter. Dazu verwendet sie grafische Darstellungen, auch die Schrift der Musik mit Noten und Liniensystem, die sie mit Humor, Poesie und psychologischem Feingefühl zur Interpretation von Situationen heranzieht, die sonst nicht mit Klängen beschrieben werden, etwa Architektur oder das Zerrinnen der Zeit.

In Zusammenarbeit mit dem Magazin WELTKUNST hat Christine Sun Kim für das Foyer der Deutschen Oper Berlin zwei haushohe Wandbilder entworfen: Das Zifferblatt an der östlichen Fensterfront „The Sound of Another Day Rising into Being“ symbolisiert den „Ton eines weiteren, aufgehenden Tags“. Mit den Notenwerten beschreibt sie, wie wach sie zu den verschiedenen Uhrzeiten ist, von ganzen Noten zur Schlafenszeit bis zu den Achtelnoten, die ihre aktivsten Stunden anzeigen. Auf dem Zifferblatt im Westen bricht die Nacht an: „The Sound of Another Night Sinking into Existence.“

In der Vergangenheit waren Performances und Ausstellungen von Christine Sun Kim zum Beispiel im San Francisco Museum of Art, auf der Whitney Biennale und im Museum of Modern Art in New York zu sehen. 2020 widmet ihr das List Visual Arts Center des Massachusetts Institute of Technology in Cambridge eine Einzelausstellung, „Off the Charts“. Außerdem sind Werke von ihr in der Ausstellung „Magical Soup“ im Hamburger Bahnhof, Museum der Gegenwart, in Berlin zu sehen (29. April bis 23. August), in „Kissing Through a Curtain“ im Massachusetts Museum of Contemporary Art (ab 21. März) sowie in „Reverb: Sound into Art“ in der Londoner Hayward Gallery (24. Juni bis 6. September).

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