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Waldesruh

Ein Zeltlager ohne Bäume – Mit Morton Feldman
So 04.10.2020 - 20:00 Uhr
Preise: € 20,– / ermäßigt* € 10,–

*) Alle Ermäßigungsberechtigten erhalten Karten zum ermäßigten Preis von € 8,00 bereits im allgemeinen Vorverkauf. Bei Webbuchung wählen Sie bitte nach Auswahl des Platzes die Verkaufsart „ermäßigt“ im Pull-Down-Menu unter dem Saalplan.

Informationen zum Werk

Dokumentarisches Musiktheater (Interviews mit Förstern, Baumexperten etc.); Musik von Morton Feldman, Felix Mendelssohn Bartholdy, Robert Schumann, Franz Schubert; Arrangiert von Michael Wilhelmi
Uraufführung am 30. September 2020 in der Tischlerei der Deutschen Oper Berlin

empfohlen ab 14 Jahren

In deutscher Sprache

ca. 2 Stunden / Keine Pause

Besetzung

Komponist, Performance

Michael Wilhelmi

Inszenierung

Anna-Sophie Mahler

Ausstattung

Sophie Krayer

Videodesign

Georg Lendorff

Klangregie

Albrecht Ziepert

Dramaturgie, Konzept, Performance

Falk Rößler

Dramaturgie

Lars Gebhardt

Leitung des Jugendchores

Christian Lindhorst

Zum Inhalt

Der Topos vom Wald als Ort deutscher Romantik wurde über die letzten 200 Jahre unterschiedlichsten Umformungen ausgesetzt: Ob als Inbegriff romantischer Weltflucht, Spießigkeit, militaristischer Uniformität, Ökospiritualität oder Seismograph des Klimawandels – der Wald war und ist Projektionsfläche gesellschaftspolitischer Phänomene.

Regisseurin Anna-Sophie Mahler und ihr Team nehmen Recherchegespräche mit Spezialist*innen und Wissenschaftler*innen zum Ausgangspunkt für ihren zweiteiligen Musiktheaterabend, der einerseits zum Lernen und Erfahren einladen möchte, andererseits Perspektivwechsel herbeiführen wird: So werden sich romantische Chorliteratur und Waldlieder mit Zeltlageratmosphäre verbinden, erfährt das Publikum mehr über Pilzstrukturen und die Kommunikation der Bäume und verwandelt sich die kahle Tischlerei in einen imaginären Wald. Der Abend gipfelt in einer konzentrierten Aufführung von Morton Feldmans »Triadic Memories« – ein außergewöhnliches Stück für Klavier solo. 1981 entstanden, handelt es sich um ein Spätwerk von Feldman, das von extremer Reduktion, Klarheit und Offenheit lebt.

Anna-Sophie Mahler ist sowohl in der Oper als auch im Schauspiel zu Hause. Oftmals erarbeitet sie im Team Abende, die von Recherchematerial ausgehen und bekannte Bühnenstoffe mit den Biografien von »echten Menschen« konfrontieren.

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