Agathe Mélinand

Agathe Mélinand

Agathe Mélinand blickt auf eine höchst beachtliche Karriere als Regisseurin, Dramaturgin und Librettistin sowohl am Theater wie auch in der Oper. Gemeinsam mit Laurent Pelly leitete sie zwischen 2008 und 2018 das Théâtre national de Toulouse. Zwischen 1997 und 2007 war sie Stellvertretende Künstlerische Leiterin und Kommunikationsdirektorin am Centre Dramatique National des Alpes in Grenoble sowie zwischen 1989 und 1994 Co-Intendantin von Laurent Pelly an der Theaterkompagnie „Le Pélican“.

Zu den künstlerischen Höhepunkten in Toulouse zählen u. a. ihre Übertragung von Carlo Goldonis LE MENTEUR, von Carlo Gozzis L’OISEAU VERT, das 2018 auch am Théâtre de la Porte-Saint-Martin gastierte, sowie von Aristophanes LES OISEAUX. Alle diese Produktionen erarbeitete sie gemeinsam mit Laurent Pelly als Regisseur. Darüber hinaus entstanden in Toulouse Übersetzungen, Adaptionen, Textfassungen und Inszenierungen von MONSIEUR LE 6, TENNESSEE WILLIAMS – SHORT STORIES, HISTOIRE DE BABAR LE PETIT ELEPHANT und ERIK SATIE – MEMOIRES D'UN AMNESIQUE. 2017 schuf sie eine Adaption zu Marcel Prousts ENFANCE ET ADOLESCENCE DE JEAN SANTEUIL.

Auch für zahlreiche Opern erstellte Agathe Mélinand als Librettistin und Dramaturgin neue Dialoge und freie Adaptionen: In jüngster Zeit waren dies Johann Strauß’ DER ZIGEUNERBARON am Grand Théâtre de Genève, Offenbachs LE ROI CAROTTE an der Opéra de Lyon – inszeniert von Laurent Pelly und ausgezeichnet als „Bedeutendste Wiederentdeckung“ von den International Opera Award 2016 – sowie Berlioz‘ BEATRICE ET BENEDICT im Rahmen des Glyndebourne Festival. Im Moment arbeitet sie an Offenbachs BARBE BLEUE.

In ihrer langen künstlerischen Zusammenarbeit mit Laurent Pelly erarbeitete sie Adaptionen u. a. von Donizettis LA FILLE DU REGIMENT (eine Koproduktion zwischen dem Royal Opera House in London, der Metropolitan Opera New York und der Wiener Staatsoper mit weiteren Aufführungsorten wie San Francisco, Madrid, Barcelona und Paris), von Chabriers L’ETOILE für De Nationale Opera und LE ROI MALGRE LUI für die Opéra de Lyon und die Opéra Comique.

Besonders bekannt ist sie für ihre Rezeption von Jacques Offenbachs Œuvre: So bearbeitete sie LE ROI CAROTTE und LA VIE PARISIENNE (Lyon), LES CONTES D’HOFFMANN (u. a. Lausanne, San Francisco, Barcelona, Lyon, Berlin), LA PERICHOLE (Marseille), LE VOYAGE DANS LA LUNE, L’ILE DE TULIPATAN, MONSIEUR CHOUFLEURY NE RENTRERA PAS CHEZ LUI (Lyon), LA GRANDE-DUCHESSE DE GEROLSTEIN (Paris, Genf), ORPHEE AUX ENFERS (Genf, Lyon) sowie LA BELLE HELENE (Paris – hierfür entwickelte sie auch eine Übertragung ins Englische für die Santa Fe Opera). Weitere Offenbach-Projekte schließen ein Konzert unter dem Titel FANTASIO ein, das unter Leitung von Sir Mark Elder und mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment durch das Label „Opera Rara“ aufgezeichnet wurde. 2015 zeichneten die International Opera Awards diese CD in der Kategorie „CD – Complete Opera“ aus.

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03
DEZ

Adventsverlosung: Das 3. Fensterchen

Heute verlosen wir 2 mal 2 Freikarten für die Vorstellung von DIE FLEDERMAUS am 31. Dezember 2022 um 19.30 Uhr. Wenn Sie an der Verlosung teilnehmen möchten, senden Sie bitte heute eine E-Mail an marketing@deutscheoperberlin.de mit dem Betreff „Das 3. Fensterchen“.

2018 hob sich der Vorhang für eine Neuinszenierung der FLEDERMAUS in der Regie von Rolando Villazón. Dem umtriebigen Sänger, Regisseur, Moderator und Autor war diese Inszenierung eine Herzensangelegenheit, konnte er in Strauß’ Meisteroperette doch einerseits mit komischen Elementen spielen, andererseits aber auch dem Melancholisch-Nachdenklichen Raum geben. Denn in Strauß‘ Operette geht es ums Fremdgehen, um Underground-Partys und die betörende Macht des Champagner, aber eben auch um die Beschreibung gesellschaftlicher Fassaden und vor allem der Abgründe, die auf der Rückseite des bürgerlichen Salons lauern. Und weil eben einfach immer fremdgegangen, gefeiert und getrunken wird, versetzt Villazón die drei Akte in drei verschiedene Zeiten und nimmt das Publikum mit auf eine Reise vom 19. Jahrhundert über die 1950er Jahre in die Zukunft.

Es war bereits 1874 im Theater an der Wien eine Novität, dass der Walzerkönig Johann Strauß eine Handlung präsentierte, die nicht in mythischer Ferne oder in Fantasiestaaten spielte, sondern den großbürgerlichen Salon als Ausgangspunkt nahm. Das bürgerliche Publikum sah sich selbst mit all seinem Dünkel und seiner Doppelmoral auf der Bühne grotesk verzerrt. Die Geschichte war natürlich nicht neu: Strauß und sein Mitarbeiter Genée griffen auf eine französische Boulevardkomödie der Offenbach-Librettisten Meilhac und Halévy zurück, ergänzten sie aber durch pikante Details. Zum Beispiel den Auftritt der verkleideten Rosalinde auf dem Ball des Prinzen Orlofsky. Überhaupt geht die Zuspitzung und Zentrierung der Handlung auf das Maskenfest mit der finalen Huldigung des Alkohols, der allgemeinen Verbrüderung und dem champagnerseligen Du-i-du auf das Konto Genées. Ansonsten finden sich in der Farce rund ums Fremdgehen all die Zutaten, die zu einer guten Komödie gehören: Die aufmüpfige Kammerzofe, der versteckte Liebhaber, der selbst ehebrechende, doch eifersüchtige, Gatte und die verkleidete Gräfin.

Es singen und spielen für Sie u. a. Burkhard Ulrich, Hulkar Sabirova, Annika Schlicht, Attilio Glaser, Thomas Lehman, Padraic Rowan, Jörg Schörner, Meechot Marrero, Kathleen Bauer und Ingo Paulick unter der musikalischen Leitung von Yi-Chen Lin.


Einsendeschluss: 3. Dezember 2022. Die Gewinner*innen werden am 5. Dezember 2022 per E-Mail informiert. Die Karten gehen Ihnen per E-Mail zu. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.