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Mein erstes Mal – Der Tenor Matthew Newlin über sein Rollendebüt

Er ist versiert in lyrischen Partien, beherrscht klassische Opern von Mozart oder Rossini. Nun wagt er sich an einen anderen Stil: Er singt erstmals den Don José aus Carmen, eine romantische Rolle voller Leidenschaft

Best of: Carmen (konzertant)
Open-Air auf dem Parkdeck
Musikalische Leitung: Daniel Carter
Mit Ève-Maud Hubeaux, Valeriia Savinskaia, Arianna Manganello, Elena Tsallagova, Matthew Newlin, Joel Allison, Ya-Chung Huang, Philipp Jekal, Byung Gil Kim
21., 22., 26., 29. August 2021

Für mich wird es Zeit für Don José, das spüre ich. Bisher bin ich vor allem im lyrischen Fach zu Hause. Mozart lebt in mir. Aber der Stil von Mozart ist sehr stilisiert, die reine Schönheit. Der Don José aus CARMEN dagegen ist irdisch, ja körperlich. Um ihn zu singen, muss ich aus mir herausgehen, muss schreien, wollen, sehnen. Ich muss diese Rolle viel mehr mit Gefühl ausfüllen und leben. Diese starke Leidenschaft ist für mich der größte Unterschied. Für Don José muss ich lernen, loszulassen, meine Muskeln, meinen Körper, meine Spannung, die Konventionen hinter mir lassen und ganz neu singen: Das ist für mich ein fundamentaler Neubeginn.

Die französische Spätromantik hat ihren typischen Stil, damit habe ich mich viel beschäftigt – aber vor allem der Charakter Don Josés ist bei Bizet sehr fordernd. Ich wachse also nicht nur technisch, sondern auch inhaltlich, schauspielerisch. Ich habe zum Beispiel noch nie jemanden umgebracht auf der Bühne. Und nun muss ich gleich meine Geliebte erstechen! Das wird hart. Es ist etwas Besonderes, ein Schurke zu sein. Im Publikum denkt vielleicht manch einer: Die spielen das ja nur da oben. Aber das stimmt nicht, ich lebe es in diesem Moment.

Trotz seiner Grausamkeit habe ich Don José zu schätzen gelernt. Er liebt seine Mutter treuherzig, das bewundere ich. Er gibt sich dem Wandel hin, der radikalen Veränderung in seinem Leben. Er hätte mit Micaëla eine Familie gründen können, so wie seine Mutter es wollte, alles wäre einfach und gut. Doch dann trifft er diese Carmen, empfindet ein außergewöhnliches Brennen für sie, wirft alles hin und geht diesem Gefühl einfach nach. Das ist eine Qualität – sich einzulassen auf das, was das Schicksal einem gibt. Eins muss man Don José in jedem Fall lassen: Stillstand gibt es bei ihm nicht. —

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