15. November 2022

Daniel Barenboim zum 80. Geburtstag

In der langen Laufbahn, auf die Daniel Barenboim an seinem 80. Geburtstag am 15. November 2022 zurückblicken kann, ist wohl keine Stadt so bedeutsam gewesen wie Berlin. Denn nicht allein, dass er seit 30 Jahren an der Spitze der Lindenoper steht, auch mit der Deutschen Oper Berlin verbindet ihn eine zwar kürzere, doch intensive Zeit seines Dirigentenlebens. Zwischen 1978 und 1984 war Barenboim an der Bismarckstraße regelmäßig zu Gast und reifte hier in einer Zeit, in der er international noch hauptsächlich als Pianist und als Interpret des sinfonischen Repertoires bekannt war, zum großen Operndirigenten. Fünf verschiedene Werke dirigierte er in dieser Zeit, und neben seinem Debüt mit LE NOZZE DI FIGARO, FIDELIO und dem FLIEGENDEN HOLLÄNDER ragen vor allem zwei Produktionen heraus: Wagners TRISTAN UND ISOLDE, die er hier 1980, noch vor seinem Bayreuth-Debüt mit diesem Werk, leitete, und die Neuproduktion der AIDA, bei der unter der Regie von Götz Friedrich unter anderem Julia Varady und Dietrich Fischer-Dieskau auf der Bühne standen. Dass er dem Haus auch weiterhin verbunden blieb, mögen seine Gastauftritte anlässlich der Trauerfeier für Götz Friedrich sowie zuletzt bei dem Geburtstagskonzert für Aribert Reimann 2016 belegen. Und dafür, dass diese Verbundenheit wechselseitig ist, stehen die Glück- und Genesungswünsche, die die Deutsche Oper Daniel Barenboim zum heutigen Tage von ganzem Herzen schickt!

 

Zum 80. Geburtstag Daniel Barenboims ein persönlicher Glückwunsch von Generalmusikdirektor Sir Donald Runnicles:

Daniel Barenboim am Pult in Bayreuth, 1982, TRISTAN UND ISOLDE. Zunächst war ich wie geblendet. Als damaliger musikalischer Assistent für PARSIFAL versuchte ich so oft wie möglich die Proben von Barenboim zu besuchen – der fast elementare Drive, die Leidenschaft, die Autorität aber auch die Zärtlichkeit eines einmaligen Begleiters. Und dann zunehmend die Zusammenarbeit als Kollegen. Wer Daniel kennt, weiß wie unglaublich großzügig er ist, wenn es um die Förderung von jungen Künstler*innen geht. Daniel ist für mich eine Art Mentor geworden.

Schließlich, am wichtigsten vielleicht, die Freundschaft. Als bekannt wurde, dass ich Chefdirigent der Deutschen Oper Berlin werden würde, hat Daniel sich fast als Erster gemeldet. Seine Botschaft damals: „Gut gemacht, Junge! Du gehörst nach Berlin!“

Dann später, auf der Bühne der Deutschen Oper Berlin, saßen wir kurz danach bei der Aids-Gala als zwei Generalmusikdirektoren und spielten vierhändig Klavier. Daniel, der weitaus souveränere, stand auf und begrüßte meine Berufung. So ist er, großartig und großzügig.

Jetzt, zehn Jahre später, habe ich die große und bescheidene Ehre, Daniel Barenboim zu danken und ihn zu feiern – für mich ist er 80 Jahre jung.

Happy birthday, dear friend!

Gute Besserung, lieber Daniel.

Berlin braucht dich.

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