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Das Kreuz tragen die Kleinen - Deutsche Oper Berlin

Das Kreuz tragen die Kleinen

Die MATTHÄUS-PASSION ist eines der schwersten und komplexesten Chorwerke. Benedikt von Peter erfindet den Klassiker von Johann Sebastian Bach neu – als szenische Inszenierung in gewaltiger Besetzung.

Zwei Chöre, zwei Orchester, 28 variantenreiche Abschnitte, ein Monumentalwerk von fast drei Stunden Dauer – die MATTHÄUS-PASSION ist das wohl komplexeste Chorwerk überhaupt. Wie soll man mit einem solchen Meilenstein der Musikgeschichte heute umgehen? Wie das fast 300 Jahre alte Werk zum Leben erwecken? Der Regisseur Benedikt von Peter treibt Johann Sebastian Bachs Gigantomanie einfach noch ein wenig weiter: In seiner Inszenierung werden es drei Chöre und vier Orchester sein, die von der Bühne bis auf die Ränge hinauf verteilt werden, jedes Orchester bekommt auch noch eine eigene Orgel. Und acht Sängerinnen und Sänger auf der Bühne, dazu in jeder Vorstellung einen Laienchor aus dem Zuschauerraum.

Aber die Erweiterung des Klangkörpers ist nicht alles, was Benedikt von Peter mit Bach vorhat: Seine MATTHÄUS-PASSION wird eine szenische Inszenierung. Bach hat das Oratorium eigentlich nicht als Musiktheater gedacht, er wollte sogar keinesfalls etwas schreiben, das einer Oper ähnelt. Aber das Werk erzählt eine Geschichte. Und die kann man zeigen. Junge Menschen zwischen acht und zwölf Jahren werden es sein, die nun die Erzählung um Jesu Passion und Kreuzigung spielen. Jesus wird sogar abwechselnd von mehreren Kindern dargestellt.

Seit „Fridays for Future“ stehen Kinder wieder mehr im öffentlichen Raum – auch in den Debatten um die Corona-Politik waren die Schulen immer wieder Thema. Junge Menschen sind Gegenstand aktueller Diskurse und viele sind politisch geworden. Benedikt von Peter will diese soziale Realität bewusst ins Opernhaus holen. Auch deswegen sind Kinder in dieser Inszenierung zu sehen. So kann das Publikum den Klassiker auch auf Zeitthemen wie die Klimakrise beziehen. „Warum werden Kinder eigentlich nach Werten erzogen, die ihre eigenen Eltern gar nicht leben“, überlegt von Peter. Ihn bewege die Frage, „warum sie in eine Welt hineinwachsen müssen, die durch Menschen vor ihnen zerstört wurde, die durch das Falschsein der Welt zerstört wurde.“

Benedikt von Peter ist bekannt für Inszenierungen mit starkem politischem Zeitbezug – und für seine Arbeit mit Chören, die er gern weit in das Publikum hineinstellt. Peter bezeichnet Theaterräume als „Raumtheater“, er benutzt gern den ganzen Ort, nicht nur die Bühne selbst. Die Art, wie er Chöre einsetzt, zwischen die Menschen setzt, erzeugt Nähe. Macht Musik erlebbar. Generiert Teilhabe. Die Chöre sollen eine Verbindung zwischen dem Orchester, den Sängerinnen und Sänger und dem Publikum schaffen. Bei dieser Inszenierung wird das so weit gehen, dass das Publikum bei mancher der bekannten Chorälen mitsingen darf. Denn auch das zeichnet die MATTHÄUS-PASSION aus: Manche der Stücke sind heute allgemein bekannte Melodien, die alle Welt schon einmal gehört hat, andere sind komplexe und polyphone Kunstwerke, vierstimmige Choralsätze, die verschiedene musikalische Formen der damaligen Zeit aufgreifen.

Bachs Meisterstück wurde von den Zeitgenossen zunächst ignoriert – zu modern, zu ungewohnt. Es geriet in Vergessenheit. Erst Felix Mendelssohn Bartholdy leitete 102 Jahre nach der Uraufführung später, im Jahr 1829, in Berlin die Bach-Renaissance damit ein. Erst danach wurde die Matthäus-Passion zu einem oft aufgeführten Standardwerk und blieb das bis heute. „Auch solch einen etablierten Klassiker muss man von Zeit zu Zeit zu neuem Leben erwecken“, sagt von Peter.

 

Benedikt von Peter inszeniert an Theatern und Opern in Deutschland und der Schweiz, darunter an der Oper Frankfurt, der Staatsoper Hannover, der Komische Opern und Deutschen Oper Berlin. Von 2012 bis 2016 leitete er die Musiktheatersparte des Theater Bremen. 2016 bis 2021 war er Intendant des Luzerner Theaters. Seit der Spielzeit 2020/21 ist er Intendant und Künstlerischer Leiter der Oper am Theater Basel.

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