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Dr. Takt ist unser Mann hinter der Partitur. Er kennt die besonderen Stellen und zeigt sie uns. Diesmal:

Giuseppe Verdi: „Un ballo in maschera“ – Akt I, Vorspiel zur zweiten Szene

Erleben Sie hier die zweite Folge unserer Videoreihe mit Dr. Takt

Un ballo in maschera
Melodramma in drei Akten
Libretto von Antonio Somma nach dem Drama „Gustave III.“ von Eugène Scribe
Uraufführung am 17. Februar 1859 in Rom
Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 19. Dezember 1993
Inszenierung: Götz Friedrich
24., 29. Nov. und 3. Dez. 2019

Verdi war kein innovatives Orchestrationsgenie. Doch auch bei ihm gibt es besondere Klangmomente. Etwa in der Szene der Ulrika in UN BALLO IN MASCHERA: Sie, die Wahrsagerin, beschwört die Geister der Unterwelt, und schon im Orchestervorspiel hört man, dass es gleich ziemlich unheimlich wird. Zwischen aggressiven Orchesterschlägen erklingt eine kurze zweistimmige Melodie. Sie wird von den Streichern in Terzparallelen gespielt, die Stimmen laufen also parallel, im Abstand einer Terz. Das ist in mittlerer oder hoher Lage ein beliebtes Mittel, um Melodien süßlich und volltönend klingen zu lassen. In den tiefen Registern jedoch empfiehlt die klassische Instrumentationslehre, zu enge Parallelführungen zu vermeiden, da sich die Obertöne der Instrumente dann so überlagern, dass das Klangbild diffus wird. Doch Verdi macht genau dies. In tiefer Lage spielen Bässe und Celli in diesen Parallelen, die Bratschen und ersten Violinen verdoppeln um eine Oktave versetzt. Und der Hörer weiß sofort: Der Spuk beginnt!

Dr. Takts Notizen zu Un ballo in maschera