Burkhard Ulrich

Burkhard Ulrich

Der Charaktertenor aus Düsseldorf ist seit 2001 festes Ensemblemitglied der Deutschen Oper Berlin. Hier, an seinem Stammhaus, ist der laut Berliner Morgenpost „…renommierteste und buchstäblich größte Wagner-Mime der Gegenwart…“ in den wichtigen Partien seines Faches zu erleben – so z. B. als Loge / DAS RHEINGOLD, Mime / SIEGFRIED, Herodes / SALOME, Captain Vere / BILLY BUDD, Fürst Schuiski / BORIS GODUNOW, Knusperhexe / HÄNSEL UND GRETEL, Truffaldino / DIE LIEBE ZU DEN DREI ORANGEN u. v. a. m.

Bei den Bayreuther Festspielen debütierte er in den Partien des Mime / DAS RHEINGOLD und SIEGFRIED unter der Leitung von Kirill Petrenko in der Inszenierung von Frank Castorf. Mit Kirill Petrenko sang er ebenso den Loge / DAS RHEINGOLD an der Bayerischen Staatsoper München in einer Produktion von Andreas Kriegenburg. 2016 debütierte er an der Metropolitan Opera New York als Aegisth in ELEKTRA in einer szenischen Umsetzung von Patrice Chéreau unter der Leitung von Esa-Pekka Salonen. Seinen ersten Herodes in SALOME gab er bei den BBC-Proms in der Royal-Albert-Hall in London unter der Leitung von Donald Runnicles, bei beiden Produktionen jeweils zusammen mit Nina Stemme in der Titelpartie.

Eine der engsten künstlerischen Verbindungen besteht wohl zu Sir Simon Rattle, der Burkhard Ulrich bereits 2005 zum „Sylvesterkonzert“ in die Berliner Philharmonie mit den Berliner Philharmonikern einlud. Es folgten viele weitere Projekte, so z. B. die RING-Produktion beim Festival in Aix-en-Provence in der Inszenierung von Stéphane Braunschweig – Burkhard Ulrich sang die Mime-Partien in DAS RHEINGOLD und SIEGFRIED. Diese Produktion kam ebenso bei den Salzburger Osterfestspielen zur Aufführung. Ebendort kam unter Rattles Leitung auch die SALOME in einer Inszenierung von Stefan Herheim zur Premiere, in der er den 1. Juden sang. Hinzu kamen diverse Konzertprogramme in Berlin mit den Philharmonikern, so z. B. die „Gurrelieder“, „Pulcinella“, „Mahagonny-Songspiel“ sowie diverse weitere konzertante Opernaufführungen. 2015 schließlich erschien eine CD-Einspielung von DAS RHEINGOLD aus dem Münchner Herkulessaal, diesmal mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Sir Simon Rattles Leitung – Burkhard Ulrich sang hier die Partie des Loge.

Weitere Gastspiele führten Burkhard Ulrich mehrfach zu den Salzburger Festspielen. Dort sang er den Monostatos / DIE ZAUBERFLÖTE unter der Leitung von Riccardo Muti in Inszenierungen von Graham Vick (2005) sowie Pierre Audi (2006). Ebenso war er wiederholt zu Gast an der Opéra National de Paris. Er sang dort Goro / MADAMA BUTTERFLY an der Opéra Bastille in einer Inszenierung von Robert Wilson sowie Don Basilio / DIE HOCHZEIT DES FIGARO in einer Produktion von Christoph Marthaler unter der Leitung von Silvain Cambreling am Palais Garnier sowie am Théatre Nanterre-Amandier. Ulrich war Gast bei der Ruhrtriennale, wo er Monostatos / DIE ZAUBERFLÖTE in einer Inszenierung von La Fura dels Baus unter der Leitung von Marc Minkowski sang. Weiterhin war er zu Gast bei den Bregenzer Festspielen in den Produktionen LA BOHEME und JULIETTE, die beide als Ton- bzw. Bildträger produziert wurden. Das RSO Berlin lud ihn unter der Leitung von Ingo Metzmacher zu einer Aufführung des DER SILBERSEE (Weill/Brecht) ein.

Neben vielen weiteren Opernhäusern sang er auch am Arts-Center Seoul, dem Music-Festival in Peking, dem Royal Opera House Muscat, an der Oper Leipzig und dem Theater in Basel.

Neben zahlreichen Rundfunk- und Filmübertragungen sowie verfügbaren ‚on-demand-Streamings‘, dokumentieren weitere CD- und DVD-Einspielungen sein künstlerisches Schaffen. So z. B. verschiedene Versionen von DAS RHEINGOLD und SIEGFRIED (Richard Wagner), „Heppner/Wagner“ (Höhepunkte aus dem RING mit Ben Heppner), DIE HOCHZEIT DES FIGARO und DIE ZAUBERFLÖTE (Wolfgang Amadeus Mozart), GISEI (Carl Orff), DIE LIEBE DER DANAE (Richard Strauss), I CAPRICCI DI CALLOT (Gian Francesco Malipiero) sowie THE MESSIAH (Georg Friedrich Händel).

Burkhard Ulrich wurde in Aachen geboren. Er studierte Gesang, Klavier und Pädagogik in Köln und Salzburg bei Dietger Jacob und Hans Sotin. Nach Engagements am Aalto-Theater Essen, dem Theater der Stadt Koblenz und den Bühnen der Landeshauptstadt Kiel fand er seine künstlerische Heimat an der Deutschen Oper Berlin.

Spielplan

In Produktionen wie

Videos

Giacomo Puccini: Madama Butterfly
Video – 02:24 min

Giacomo Puccini: Madama Butterfly

The Making of Blond
Video – 01:45 min

Chez Company: The Making of Blond

Salome – The Making-Of
Video – 04:34 min

Salome – The Making-Of

Salome
Video – 02:06 min

Richard Strauss: Salome

DIE LIEBE DER DANAE
Video – 01:42 min

Richard Strauss: Die Liebe der Danae

Die Hochzeit des Figaro
Video – 01:56 min

Wolfgang Amadeus Mozart: Le Nozze di Figaro

 Billy Budd – The Making-Of
Video – 03:47 min

Billy Budd – The Making-Of

Billy Budd
Video –

Benjamin Britten: Billy Budd

Wozzeck: Publikumsstimmen zur Premiere
Video – 02:29 min

Wozzeck: Publikumsstimmen zur Premiere

Alban Berg: Wozzeck
Video – 02:19 min

Alban Berg: Wozzeck

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03
DEZ

Adventsverlosung: Das 3. Fensterchen

Heute verlosen wir 2 mal 2 Freikarten für die Vorstellung von DIE FLEDERMAUS am 31. Dezember 2022 um 19.30 Uhr. Wenn Sie an der Verlosung teilnehmen möchten, senden Sie bitte heute eine E-Mail an marketing@deutscheoperberlin.de mit dem Betreff „Das 3. Fensterchen“.

2018 hob sich der Vorhang für eine Neuinszenierung der FLEDERMAUS in der Regie von Rolando Villazón. Dem umtriebigen Sänger, Regisseur, Moderator und Autor war diese Inszenierung eine Herzensangelegenheit, konnte er in Strauß’ Meisteroperette doch einerseits mit komischen Elementen spielen, andererseits aber auch dem Melancholisch-Nachdenklichen Raum geben. Denn in Strauß‘ Operette geht es ums Fremdgehen, um Underground-Partys und die betörende Macht des Champagner, aber eben auch um die Beschreibung gesellschaftlicher Fassaden und vor allem der Abgründe, die auf der Rückseite des bürgerlichen Salons lauern. Und weil eben einfach immer fremdgegangen, gefeiert und getrunken wird, versetzt Villazón die drei Akte in drei verschiedene Zeiten und nimmt das Publikum mit auf eine Reise vom 19. Jahrhundert über die 1950er Jahre in die Zukunft.

Es war bereits 1874 im Theater an der Wien eine Novität, dass der Walzerkönig Johann Strauß eine Handlung präsentierte, die nicht in mythischer Ferne oder in Fantasiestaaten spielte, sondern den großbürgerlichen Salon als Ausgangspunkt nahm. Das bürgerliche Publikum sah sich selbst mit all seinem Dünkel und seiner Doppelmoral auf der Bühne grotesk verzerrt. Die Geschichte war natürlich nicht neu: Strauß und sein Mitarbeiter Genée griffen auf eine französische Boulevardkomödie der Offenbach-Librettisten Meilhac und Halévy zurück, ergänzten sie aber durch pikante Details. Zum Beispiel den Auftritt der verkleideten Rosalinde auf dem Ball des Prinzen Orlofsky. Überhaupt geht die Zuspitzung und Zentrierung der Handlung auf das Maskenfest mit der finalen Huldigung des Alkohols, der allgemeinen Verbrüderung und dem champagnerseligen Du-i-du auf das Konto Genées. Ansonsten finden sich in der Farce rund ums Fremdgehen all die Zutaten, die zu einer guten Komödie gehören: Die aufmüpfige Kammerzofe, der versteckte Liebhaber, der selbst ehebrechende, doch eifersüchtige, Gatte und die verkleidete Gräfin.

Es singen und spielen für Sie u. a. Burkhard Ulrich, Hulkar Sabirova, Annika Schlicht, Attilio Glaser, Thomas Lehman, Padraic Rowan, Jörg Schörner, Meechot Marrero, Kathleen Bauer und Ingo Paulick unter der musikalischen Leitung von Yi-Chen Lin.


Einsendeschluss: 3. Dezember 2022. Die Gewinner*innen werden am 5. Dezember 2022 per E-Mail informiert. Die Karten gehen Ihnen per E-Mail zu. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.