Kurt Rydl zum Siebzigsten - Deutsche Oper Berlin
Kurt Rydl zum Siebzigsten
Ein echter Wiener, studierte Kurt Rydl in seiner Heimatstadt Gesang und vervollständigte seine Ausbildung am Moskauer Konservatorium.
Sein Debüt gab er in Linz, es folgte ein Engagement im Ensemble der Oper Stuttgart, bevor es 1976 zurück in die Heimat ging: An der Wiener Staatsoper war Rydl über lange Jahre Ensemblemitglied, 1996 ernannte man ihn zum „Österreichischen Kammersänger“, 1999, folgte die Ehrenmitgliedschaft am Haus.
Da war der Wiener Bass längst auch in Berlin und international eine Größe, mit der man rechnen durfte. Auftritte bei den Bayreuther und Bregenzer Festspielen, in Glyndebourne, Verona und als langjähriges Mitglied der Salzburger Festspiele bilden nur einige Landmarken dieser internationalen Sängerkarriere.
![]() Kurt Rydl in AIDA © kranichphoto
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![]() Kurt Rydl im FLIEGENDEN HOLLÄNDER © kranichphoto
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An der Deutschen Oper Berlin trat Kurt Rydl erstmals 1984 in Verdis SIMONE BOCCANEGRA in der Rolle des Fiesco auf. Es folgten Partien wie Sarastro / DIE ZAUBERFLÖTE, Rocco / FIDELIO oder Ramfis / AIDA. Zu seiner Paraderolle aber wurde der Ochs auf Lerchenau im ROSENKAVALIER. Als tölpeliger Baron und liebenswürdig-gestriger Schwerenöter wird Kurt Rydl dem Berliner Publikum und den Kollegen am Haus noch lange in guter Erinnerung bleiben.
Da ist es ein Glück, dass wir auch diese Spielzeit wieder heimgesucht werden: In Ole Anders Tandbergs Inszenierung der LADY MACBETH VON MZENSK gibt Kurt Rydl den Geist des Boris Timofejewitsch. Heute, an seinem siebzigsten Geburtstag, gratulieren wir aber erst einmal herzlichst und wünschen viele silberne Rosen zum Ehrentag. Alles Gute!