Les Contes d'Hoffmann

Jacques Offenbach (1819 – 1880)

Informationen zum Werk

[Hoffmanns Erzählungen]
Opéra fantastique in fünf Akten
Libretto von Jules Barbier nach dem drame fantastique von Jules Barbier und Michel Carré, herausgegeben von Michael Kaye und Jean-Christophe Keck
Uraufführung am 10. Februar 1881 in Paris
Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 1. Dezember 2018

empfohlen ab 14 Jahren

ca. 3 Stunden 50 Minuten / Zwei Pausen

In französischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

45 Minuten vor Vorstellungsbeginn: Einführung im Rang-Foyer rechts

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Besetzung
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Zum Inhalt

LES CONTES D’HOFFMANN sind ein Mysterium. Von Offenbach selbst nicht vollendet, überliefert in zahlreichen Fassungen und Varianten, ist diese Opéra fantastique ein Sinnbild für eines ihrer zentralen Themen: die magischen, nie abgeschlossenen Verschlingungen künstlerischer Prozesse. Gleichzeitig setzte Jacques Offenbach, der König der opéra bouffe, mit seinem letzten Werk nicht bloß sich selbst, sondern auch der französischen Begeisterung für E.T.A. Hoffmann ein bleibendes Denkmal. Als Protagonist seiner eigenen Geschichten – vom „Sandmann“ über „Rat Krespel“ bis zu den „Abenteuern der Silvesternacht“ – muss der Berliner Dichter sich mit den Folgen seiner frei wuchernden Fantasie herumschlagen. Das Libretto von Jules Barbier und Offenbachs Musik entfalten dazu ein ganzes Spiegelkabinett vielschichtiger Künstler- und Künstlerinnenbilder des 19. Jahrhunderts und vereinen auf einzigartige Weise komische und tragische Stoffe und Stile.

Das Vielschichtige, Mehrdeutige der hoffmannschen Gestalten und ihrer Motivationen, das Mysterium der Fantasie interessiert auch den französischen Starregisseur Laurent Pelly in seiner Inszenierung der CONTES D’HOFFMANN, die er wegen ihrer großen Überzeugungskraft an unterschiedlichen Orten auf die Bühne gebracht hat. Im Fokus dieser Spielfassung der kritischen Edition von Jean-Christophe Keck steht der Dichter Hoffmann, dem die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen. Alkohol- und Liebesrausch inspirieren und ruinieren den Künstler, Traum und Wirklichkeit, Tatsachen und freie Erfindung wuchern wild durcheinander und geben verschiedene Perspektiven auf die Personen und ihre Absichten frei. Die Inszenierung vereint magische Bühneneffekte mit einer nuancierten Personenregie zu einer Theatersprache im Geiste Offenbachs, die zwischen Blockbuster und Gesellschaftskritik, Satire und einfühlsamen Charakterzeichnungen oszilliert.

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DEZ

Adventsverlosung: Das 3. Fensterchen

Heute verlosen wir 2 mal 2 Freikarten für die Vorstellung von DIE FLEDERMAUS am 31. Dezember 2022 um 19.30 Uhr. Wenn Sie an der Verlosung teilnehmen möchten, senden Sie bitte heute eine E-Mail an marketing@deutscheoperberlin.de mit dem Betreff „Das 3. Fensterchen“.

2018 hob sich der Vorhang für eine Neuinszenierung der FLEDERMAUS in der Regie von Rolando Villazón. Dem umtriebigen Sänger, Regisseur, Moderator und Autor war diese Inszenierung eine Herzensangelegenheit, konnte er in Strauß’ Meisteroperette doch einerseits mit komischen Elementen spielen, andererseits aber auch dem Melancholisch-Nachdenklichen Raum geben. Denn in Strauß‘ Operette geht es ums Fremdgehen, um Underground-Partys und die betörende Macht des Champagner, aber eben auch um die Beschreibung gesellschaftlicher Fassaden und vor allem der Abgründe, die auf der Rückseite des bürgerlichen Salons lauern. Und weil eben einfach immer fremdgegangen, gefeiert und getrunken wird, versetzt Villazón die drei Akte in drei verschiedene Zeiten und nimmt das Publikum mit auf eine Reise vom 19. Jahrhundert über die 1950er Jahre in die Zukunft.

Es war bereits 1874 im Theater an der Wien eine Novität, dass der Walzerkönig Johann Strauß eine Handlung präsentierte, die nicht in mythischer Ferne oder in Fantasiestaaten spielte, sondern den großbürgerlichen Salon als Ausgangspunkt nahm. Das bürgerliche Publikum sah sich selbst mit all seinem Dünkel und seiner Doppelmoral auf der Bühne grotesk verzerrt. Die Geschichte war natürlich nicht neu: Strauß und sein Mitarbeiter Genée griffen auf eine französische Boulevardkomödie der Offenbach-Librettisten Meilhac und Halévy zurück, ergänzten sie aber durch pikante Details. Zum Beispiel den Auftritt der verkleideten Rosalinde auf dem Ball des Prinzen Orlofsky. Überhaupt geht die Zuspitzung und Zentrierung der Handlung auf das Maskenfest mit der finalen Huldigung des Alkohols, der allgemeinen Verbrüderung und dem champagnerseligen Du-i-du auf das Konto Genées. Ansonsten finden sich in der Farce rund ums Fremdgehen all die Zutaten, die zu einer guten Komödie gehören: Die aufmüpfige Kammerzofe, der versteckte Liebhaber, der selbst ehebrechende, doch eifersüchtige, Gatte und die verkleidete Gräfin.

Es singen und spielen für Sie u. a. Burkhard Ulrich, Hulkar Sabirova, Annika Schlicht, Attilio Glaser, Thomas Lehman, Padraic Rowan, Jörg Schörner, Meechot Marrero, Kathleen Bauer und Ingo Paulick unter der musikalischen Leitung von Yi-Chen Lin.


Einsendeschluss: 3. Dezember 2022. Die Gewinner*innen werden am 5. Dezember 2022 per E-Mail informiert. Die Karten gehen Ihnen per E-Mail zu. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.