Lakmé (konzertant)

Léo Delibes [1836–1891]

Informationen zum Werk

Oper in drei Akten
Libretto von Edmond Gondinet und Philippe Gille
Uraufführung am 14. April 1883 in Paris

ca. 3 Stunden / Eine Pause

In französischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Einführung um 18.40 Uhr im Süd-Foyer der Berliner Philharmonie

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Zu unserer großen Freude hat sich der rbb bereit erklärt, das Konzert mit Delibes‘ LAKMÉ am 27. September 2022 in der Philharmonie live im Radiosender rbbKultur zu übertragen sowie zur späteren erneuten Hörfunkausstrahlung mitzuschneiden.

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Zum Inhalt

Es passiert nicht oft, dass eine Oper hundert Jahre nach ihrer Uraufführung einen plötzlichen weltweiten Popularitätsschub erlebt. Im Falle von Léo Delibes’ LAKME war es die Verwendung einer Musiknummer im Vampirfilm »Begierde«, der dafür sorgte, dass dieser Titel sogar in den Popcharts auftauchte: Das »Blumenduett« zwischen der Titelheldin und ihrer Dienerin, das im Film eine Liebesszene zwischen Catherine Deneuve und Susan Sarandon begleitet, überholte weit die bis dahin bekanntesten Stücke der Oper, die »Glöckchenarie« und das schwungvolle Liebesduett »C’est le dieu de la jeunesse«. Doch ist LAKME nicht nur ein Zeugnis für Delibes Begabung als Schöpfer eingängiger Melodien – eine Fähigkeit, die er auch bei seinen Erfolgsballetten SYLVIA und COPPELIA bewies – sondern auch eines der schönsten Beispiele des Exotismus. Die Geschichte der jungen Hindupriesterin, die sich in einen englischen Kolonialoffizier verliebt und schließlich in den Tod geht, ist großes Opernkino und vermag auch heute noch zu Herzen zu gehen.

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03
DEZ

Adventsverlosung: Das 3. Fensterchen

Heute verlosen wir 2 mal 2 Freikarten für die Vorstellung von DIE FLEDERMAUS am 31. Dezember 2022 um 19.30 Uhr. Wenn Sie an der Verlosung teilnehmen möchten, senden Sie bitte heute eine E-Mail an marketing@deutscheoperberlin.de mit dem Betreff „Das 3. Fensterchen“.

2018 hob sich der Vorhang für eine Neuinszenierung der FLEDERMAUS in der Regie von Rolando Villazón. Dem umtriebigen Sänger, Regisseur, Moderator und Autor war diese Inszenierung eine Herzensangelegenheit, konnte er in Strauß’ Meisteroperette doch einerseits mit komischen Elementen spielen, andererseits aber auch dem Melancholisch-Nachdenklichen Raum geben. Denn in Strauß‘ Operette geht es ums Fremdgehen, um Underground-Partys und die betörende Macht des Champagner, aber eben auch um die Beschreibung gesellschaftlicher Fassaden und vor allem der Abgründe, die auf der Rückseite des bürgerlichen Salons lauern. Und weil eben einfach immer fremdgegangen, gefeiert und getrunken wird, versetzt Villazón die drei Akte in drei verschiedene Zeiten und nimmt das Publikum mit auf eine Reise vom 19. Jahrhundert über die 1950er Jahre in die Zukunft.

Es war bereits 1874 im Theater an der Wien eine Novität, dass der Walzerkönig Johann Strauß eine Handlung präsentierte, die nicht in mythischer Ferne oder in Fantasiestaaten spielte, sondern den großbürgerlichen Salon als Ausgangspunkt nahm. Das bürgerliche Publikum sah sich selbst mit all seinem Dünkel und seiner Doppelmoral auf der Bühne grotesk verzerrt. Die Geschichte war natürlich nicht neu: Strauß und sein Mitarbeiter Genée griffen auf eine französische Boulevardkomödie der Offenbach-Librettisten Meilhac und Halévy zurück, ergänzten sie aber durch pikante Details. Zum Beispiel den Auftritt der verkleideten Rosalinde auf dem Ball des Prinzen Orlofsky. Überhaupt geht die Zuspitzung und Zentrierung der Handlung auf das Maskenfest mit der finalen Huldigung des Alkohols, der allgemeinen Verbrüderung und dem champagnerseligen Du-i-du auf das Konto Genées. Ansonsten finden sich in der Farce rund ums Fremdgehen all die Zutaten, die zu einer guten Komödie gehören: Die aufmüpfige Kammerzofe, der versteckte Liebhaber, der selbst ehebrechende, doch eifersüchtige, Gatte und die verkleidete Gräfin.

Es singen und spielen für Sie u. a. Burkhard Ulrich, Hulkar Sabirova, Annika Schlicht, Attilio Glaser, Thomas Lehman, Padraic Rowan, Jörg Schörner, Meechot Marrero, Kathleen Bauer und Ingo Paulick unter der musikalischen Leitung von Yi-Chen Lin.


Einsendeschluss: 3. Dezember 2022. Die Gewinner*innen werden am 5. Dezember 2022 per E-Mail informiert. Die Karten gehen Ihnen per E-Mail zu. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.