„Violanta“ – Die Handlung - Deutsche Oper Berlin
„Violanta“ – Die Handlung
Seit ihre Schwester Nerina vom Prinzen Alfonso verführt wurde und Selbstmord beging, ist Violanta verstummt. Alle Versuche ihres Ehemanns Simone, sie wieder dem Leben zuzuführen, bleiben erfolglos. Erst der venezianische Karneval lockt sie aus ihrer selbstgewählten Isolation.
Der junge Matteo ist hoffnungslos in Violanta, die Frau seines Dienstherrn, verliebt und wird deshalb aufgezogen. Alle anderen sind vom Rauschgefühl des Karnevals ergriffen: „Aus den Gräbern selbst die Toten / tanzen heute Brust an Brust“.
Simone macht dem tollen Treiben ein Ende. Er ist beunruhigt: Violanta ist verschwunden und der Maler Giovanni erzählt ihm, dass Alfonso in der Stadt ist.
Violanta kehrt vom Karnevalsfest zurück. Sie erklärt ihrem Mann, dass sie Alfonso in eine Falle gelockt habe: Wenn der Prinz zum verabredeten Rendezvous erscheine, solle Simone ihn auf das Signal des Karnevalsliedes hin ermorden. Violanta überzeugt ihren Mann, indem sie seine Eifersucht anstachelt und steigert sich in ihren Hass hinein.
Violanta bereitet sich mit Hilfe ihrer Dienerin Barbara vor. Die Nacht bricht herein.
Verführerisch dringt die Stimme Alfonsos durch die Nacht. Violanta wähnt sich wie im Traum. Das Lied aber will sie noch nicht anstimmen: Immer stärker ist sie von diesem Mann in Bann gezogen, immer klarer wird ihr, dass nicht die Rache für den Tod der Schwester sie antreibt, sondern der Versuch, das eigene Verlangen zu ersticken. Violanta erkennt die Trostlosigkeit ihres bisherigen Lebens „Sündseliger Schauer hat mich nie durchlebt / nie hab ich Arme mir selbst gelebt“.
Violantas Sehnsucht nach Erfüllung steigert sich bis zur Ektase. Sie stimmt das Karnevalslied an und wird von Simones Dolchstoß getroffen. Sie scheidet für immer von ihm.