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Schusswaffen - Deutsche Oper Berlin

Das Requisit – Teil

Schusswaffen

… erklärt vom Leiter der Rüstmeisterei Andreas Krellmann

In unserer Produktion von Verdis DON CARLO gibt es eine berüchtigte Schussszene. Rodrigo wird auf offener Bühne von einem Statisten im Portal erschossen. Bei einer Vorstellung kam es einmal zu einem so genannten »Versager«: Die Schreckschusswaffe feuerte nicht und es gab keinen Knall. Der Sänger wartete vergeblich auf seine Erschießung und »starb« schließlich an einem Herzinfarkt. Seitdem arbeiten wir mit einem Backup und feuern gleichzeitig mit einer zweiten Waffe – eine Frage des präzisen Timings, damit es das Publikum nicht bemerkt. Die Waffen werden mit einer Schwarzpulver-Hülse und einem Vorzünder geladen. Wenn der Schütze den Lauf betätigt, wird ein Metallstift nach vorne bewegt. So entsteht Energie und Hitze, das Pulver entzündet sich und geht von einem festen in einen gasförmigen Zustand über. Die Ausbreitung des Volumens und der hohe Druck erzeugen den Knall. Ganz ungefährlich ist es nicht: Auch bei Schreckschusswaffen entsteht eine kleine Stichflamme, die jemanden mittelschwer verletzen kann. Deshalb müssen beim Erschießungskommando in TOSCA alle Schützen leicht am Körper von Cavaradossi vorbeizielen. Und laut ist es in jedem Fall: Wenn mein Kollege und ich auf der Seitenbühne mit Pistole in der Hand stehen, halten sich alle die Ohren zu.

Vor der Erschießung des Cavaradossi © Bettina Stöß, 2019