Pier Luigi Samaritani

Pier Luigi Samaritani

Pier Luigi Samaritani, geboren 1942 in Novara, gestorben 1994 in Rom, studierte zunächst in seiner Heimatstadt Altertumswissenschaften, später an der Accademia di Belle Arti di Brera in Mailand und schließlich an der renommierten Ecole Supérieure d’Arts et Technique du Théâtre in Paris Bühnenbild und Kunst. Dort lernte Samaritani den bedeutenden Bühnenbildner und Maler Lila De Nobili kennen, der ihn in seiner Laufbahn stark prägte. Im Alter von 21 Jahren lud ihn der Regisseur Raymond Rouleau ein, die Ausstattung für Denckers „Le Fil Rouge“ am Théâtre du Gymnase Mary-Bell zu gestalten. Im Folgenden wurde er Assistent Lila De Nobilis und arbeitete zusammen mit Fabrizio Clerici, Franco Zeffirelli und Giorgio De Chirico unter anderem am Teatro alla Scala in Mailand, der Opéra de Paris, am Teatro Romano und in Verona. Nachdem Massimo Begianckino Samaritani 1967 an das Opernhaus in Rom berufen hatte, um dort die Ausstattung für Schumanns MANFRED zu gestalten, begann Samaritanis internationale Karriere.

Langjährige künstlerische Zusammenarbeiten verbanden ihn u. a. mit dem Teatro alla Scala di Milano (Malpieros I CAPRICCI DI CALLOT, Donizettis MARIA DI ROHAN, Bizets CARMEN sowie Verdis LUISA MILLER), mit dem Festival dei Due Mondi di Spoleto (De Fallas EL RETABLO DE MAESE PEDRO, Donizettis DON PASQUALE), mit dem Maggio Musicale Fiorentino (Rossinis SEMIRAMIDE, Wagners TRISTAN UND ISOLDE, Rossinis MOSE, Henzes KÖNIG HIRSCH), mit dem Teatro Comunale di Firenze (Puccinis MADAMA BUTTERFLY, Massenets WERTHER, Bizets CARMEN, Strawinskijs LE BAISER DE LA FEE, Puccinis MANON LESCAUT), dem Teatro dell’Opera di Roma (Mozarts LA CLEMENZA DI TITO, Puccinis LA BOHEME, Verdis LA TRAVIATA, Massenets THAÏS und MANON sowie Wagners PARSIFAL), dem Teatro Massimo di Palermo (Spontinis LA VESTALE, Menottis SEBASTIAN).

1975 markierte einen wichtigen Punkt in seiner Karriere. So arbeitete er erstmals beim Spoleto Festival nicht nur als Ausstatter, sondern auch als Regisseur. Seine erste Arbeit wurde Menottis DIE ALTE JUNGFER UND DER DIEB. 1978 folgte in Florenz und Chicago WERTHER, 1979 MADAMA BUTTERFLY am Teatro Comunale in Florenz und LA SONNAMBULA für die Eröffnung des Spoleto Festivals, 1980 FRANCESCA DA RIMINI für das Teatro Filarmonico in Verona sowie Tschaikowskijs EUGEN ONEGIN für den Maggio Musicale Fiorentino.

Einladungen als Ausstatter oder Regisseur führten ihn darüber hinaus ans Teatro Verdi in Triest mit Smareglias LA FALENA, ans Teatro San Carlo in Neapel mit Mayrs MEDEA IN CORINTO, an die Arena di Verona mit Donizettis LUCIA DI LAMMERMOOR, ans Teatro Regio di Parma mit Puccinis LA RONDINE, ans San Francisco Opera House mit Verdis DIE MACHT DES SCHICKSALS, an die Chicago Lyric Opera mit Gounods FAUST und Verdis AIDA, an die Metropolitan Opera New York mit Minkus‘ LA BAYADERE und Verdis ERNANI, ans American Ballet Theatre mit Rietis LA SONNAMBULA, zum Puccini-Festival in Torre del Lago mit Puccinis MADAMA BUTTERFLY und nicht zuletzt ans Teatro Municipal de Santiago mit Verdis MACBETH. Gian Carlo Menottis AMAHL UND DIE NÄCHTLICHEN BESUCHER sowie HILFE, HILFE, DIE GLOBOLINKS stattete er aus für das Grand Théâtre de Genève, das Teatro dell'Opera in Rom und La Piccola Scala in Mailand.

An der Deutschen Oper Berlin zeichnete er 1979 verantwortlich für die Ausstattung von CARMEN in einer Inszenierung von Boleslaw Barlog und schuf Inszenierung und Ausstattung zu Giacomo Puccinis MADAMA BUTTERFLY im Jahre 1987.

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09
DEZ

Adventskalender im Foyer: Das 9. Fensterchen

Heute im Foyer: „Jenseits der Schneekönigin“
mit Alexandra Ionis, Oliver Boyd und Henriette Zahn
17.00 Uhr / Rang-Foyer rechts
Dauer: ca. 25 Minuten / Eintritt frei


Seit ihrer Uraufführung 2019 begeistert DIE SCHNEEKÖNIGIN in der Tischlerei der Deutschen Oper Berlin nicht nur Kinder. Auch dieses Jahr stehen zahlreiche Vorstellungen auf dem Spielplan. Umso größer ist die Freude, dass sich Alexandra Ionis und Henriette Zahn aus dem Cast der SCHNEEKÖNIGIN zusammengetan haben, um ein Türchen des Adventskalenders zu gestalten. Gemeinsam mit Oliver Boyd, Bariton im Chor der Deutschen Oper Berlin, präsentieren sie ein buntes Programm. Neben Brahms, Schönberg und Kurt Weill erklingen als besonderes Highlight auch Lieder des Komponisten der SCHNEEKÖNIGIN, Samuel Penderbayne, und seines Lehrers Moritz Eggert.

Die Berlinerin Alexandra Ionis studierte u. a. am Conservatorio di musica Giuseppe Verdi in Mailand und an der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom. 2016 debütierte sie in Strauss‘ DIE ÄGYPTISCHE HELENA an der Deutschen Oper Berlin. Weitere Produktionen hier am Haus waren DEATH IN VENICE, IL VIAGGIO A REIMS und IL TROVATORE. An der Staatsoper Unter den Linden sang sie in Widmanns BABYLON, Reimanns GESPENSTERSONATE, der Uraufführung von Eötvös‘ SLEEPLESS, in DER ROSENKAVALIER und zuletzt in der Neuproduktion von DER RING DES NIBELUNGEN als Schwertleite / DIE WALKÜRE.

Henriette Zahn ist Pianistin mit Schwerpunkt Kammermusik und Liedgestaltung und studierte in München, Lübeck und zuletzt in der Liedklasse von Wolfram Rieger an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Sie spielte u. a. mit dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg, der Karajan-Akademie, dem Württembergischen Kammerorchester und dem Goldmund-Quartett. Aufführungen führten sie u. a. an die Deutsche Oper Berlin, ans Schauspielhaus Hamburg, Theater Bremen, zu den Salzburger Festspielen, in die Allerheiligen Hofkirche in München. Rege Zusammenarbeit verbindet sie mit dem Komponisten Samuel Penderbayne und der Pianistin Anna Buchberger.

Oliver Boyd studierte am Queensland Conservatorium bei Gesangstrainer Gregory Massingham und an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin bei Christine Schäfer. Im September 2018 sang Oliver Boyd die Hauptrolle des Reverend Calloway in Paul Deans Oper DRY RIVER RUN. 2017 debütierte er mit dem Queensland Symphony Orchestra in der Rolle des Dancairo / CARMEN konzertant. Als Solist trat er in Händels „Messias“ auf, in Mahlers „Lieder eines fahrenden Gesellen“, Haydns „Nelson“- und „Paukenmesse“, Mozarts „Requiem“, „Vesper“ und „Missa Brevis“ sowie in Schuberts Messe in G-Dur. Oliver Boyd gewann zahlreiche Preise, darunter den ersten Preis beim Royal Melbourne Philharmonic Aria-Wettbewerb und den Champion der Champions im Queensland Eisteddfod. Er wurde als einer der Nachwuchskünstler des Brisbane Lord Mayor ernannt. Seit der Spielzeit 2021/22 ist Oliver Boyd Mitglied der Stimmgruppe der 1. Bässe im Chor der Deutschen Oper Berlin.