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16. Dez
Künstler:

Martin Gantner

Martin Gantner wurde in Freiburg geboren. Nach seinem Gesangsstudium bei Prof. Kern an der Staatlichen Hochschule für Musik in Karlsruhe, gewann er den Ersten Preis beim VDMK-Wettbewerb in Berlin. Er war Stipendiat der „Studienstiftung des Deutschen Volkes“ sowie der „Kunststiftung Baden-Württemberg“. Sein Operndebüt feierte er in Koblenz als Graf Almaviva in LE NOZZE DI FIGARO, woraufhin er von Götz Friedrich für die Uraufführung von DAS VERRATENE MEER von Hans Werner Henze engagiert wurde. COSÌ FAN TUTTE in Basel mit Herbert Wernicke und Michael Boder und eine Neuproduktion von Henzes LO SDEGNO DEL MARE an der Mailänder Scala waren die nächsten Schritte. Es folgten SALOME bei den Salzburger Festspielen und in Brüssel, Auftritte in Barcelona, Dresden, Baden-Baden, Ludwigsburg, Zürich und Düsseldorf. Von 1993 bis 2006/2007 gehörte Martin Gantner dem Ensemble der Bayerischen Staatsoper an. Er sang dort u.a. Partien wie Papageno, Guglielmo, Figaro, Dandini, Dr. Malatesta, Dr. Falke, Silvio, Ping, Harlekin, Ottokar und Marcello und wurde 2005 zum Bayerischen Kammersänger ernannt.

Er gastierte als Dr. Falke in Zürich (Harnoncourt / Flimm) und war erstmals in Wien als Albert in Massenets WERTHER zu hören und in Dresden in ARIADNE mit Semyon Bychkov; danach folgte in München das erfolgreiche Rollendebüt als Heerrufer im LOHENGRIN (mit Schneider, Seiffert, Studer, Marton). Die Partie des Fürsten Jeletzki in der Münchner Neuproduktion von PIQUE DAME (mit Smith, Dalayman, Zaremba) war ein großer Erfolg, der auch in der „Opernwelt“ und in anderen Zeitungen größte Beachtung fand (Inszenierung David Alden, ML: Jun Märkl). Danach gab Martin Gantner sein US-Debüt in Los Angeles als Heerrufer in einer Neuinszenierung des LOHENGRIN in der Regie von Maximilian Schell, unter der musikalischen Leitung von Kent Nagano (unter anderem mit Pieczonka, Marton, Rydl). Er debütierte beim Maggio Musicale in Florenz und Assisi mit Konzerten unter Zubin Mehta, sowie in Köln als Faninal im ROSENKAVALIER in der Regie von G. Krämer unter der Leitung von Philippe Auguin.

Es folgten zahlreiche Neuinszenierungen und wichtige Rollendebüts (u.a. Amfortas Beckmesser, Kurwenal, Telramund, Wolfram, Faninal, Jochanaan, Don Pizzarro, Posa, Eisenstein) in München, Dresden, Amsterdam, Zürich, Paris, Chicago, San Francisco, an der New Yorker MET, in Los Angeles, Toronto und Tokio. Zuletzt war Martin Gantner u. a. als Faninal in München, Chicago, Paris, Amsterdam und Zürich, Kurwenal in Florenz und Turin, Telramund in Zürich, als Beckmesser in München, an der MET und in San Francisco, Gyges in Zemlinskys DER KÖNIG KANDAULES, Wolfram in TANNHÄUSER sowie in den Titelpartien in Ullmanns KAISER VON ATLANTIS und Kreneks DIKTATOR in Sevilla, als Gunther in GÖTTERDÄMMERUNG in Toronto und Dresden (unter Christian Thielemann), Dr. Schön in LULU an der Oper in Rom und als Don Pizarro in Zürich zu erleben. Einen überwältigenden Erfolg feierte er mit seinem Debüt in der Titelpartie von Hindemiths CARDILLAC in Florenz und ebenso mit seiner Interpretation des Telramund in einer Neuproduktion von LOHENGRIN zur Saisoneröffnung in Stuttgart. Zuletzt sang er den Beckmesser bei den Bayreuther Festspielen. Zukünftige Engagements sind u.a. Kurwenal an der Deutschen Oper Berlin und am Teatro Comunale Bologna, Faninal in Dresden und Beckmesser an der Bayerischen Staatsoper München.

Im Konzertfach liegen Martin Gantners Schwerpunkte u.a. bei „Carmina Burana“, Brahms-Requiem, „Matthäus-Passion“, „Elias“ und „Paulus“. Eine Rundfunkaufnahme der „Lieder eines fahrenden Gesellen“ mit der RAI in Rom und eine Fernsehaufzeichnung von Haydns „Paukenmesse“ mit Zubin Mehta liegen vor.

Martin Gantner hat sehr erfolgreich „War Requiem“ unter M. Rostropowich gesungen. Fernseh- und CD-Mitschnitte liegen vor. Martin Gantners Aufnahmen umfassen SALOME unter von Dohnanyi (Decca), die Operette DIE LUSTIGEN NIBELUNGEN (Gunther) (Capriccio), COSÌ FAN TUTTE (Guglielmo) unter de Billy (Arte Nova Classics) sowie Schumanns „Faust-Szenen“ unter Tate, CD „Best of Bayerische Staatsoper“, („Lied an den Abendstern“/TANNHÄUSER).

In Produktionen wie