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Im Gedenken an Dmitri Hvorostovsky

Sein Debüt gab er als Marullo in Verdis RIGOLETTO am staatlichen Opernhaus in Krasnojarsk. Mit seinem bestechend sonoren Timbre, souveräner musikalischer Gestaltung und einzigartiger Ausstrahlung  machte Dmitri Hvorostovsky sich nach seinem Gewinn im Cardiff Singer of the World-Wettbewerb 1989 – noch keine 30 Jahre alt – auch international einen Namen und stand bald mit Starkolleginnen wie Anna Netrebko oder Elina Garanca auf allen großen Bühnen der Welt, in New York, Wien, Berlin oder Venedig.

Einen besonderen Schwerpunkt legte er auf das russische Opernrepertoire, sein Eugen Onegin in Tschaikowskijs gleichnamiger Oper wird nicht nur Besuchern der Metropolitan Opera noch lange im Gedächtnis bleiben. Doch auch als Verdi-Sänger war Hvorostovsky immer eine Opernreise wert und das russische Liedgut verdankt dem Bariton einige seiner schönsten Aufführungen. An der Deutschen Oper Berlin sang er zuletzt 2009 in Götz Friedrichs MASKENBALL.

Seine Krebsdiagnose im Juni 2015 war für Freunde und Bewunderer ein großer Schock, die wenigen Auftritte, die der Bariton in den letzten Jahren noch geben konnte, waren jedes Mal Anlass zu neuer Hoffnung und musikalisch ein willkommener Segen. Am 22. November ist Dmitri Hvorostovsky nun in London im Kreise seiner Familie verstorben.

Wir trauern um eine große Opernstimme, einen wundervollen Kollegen von seltener Präsenz und tiefer Herzlichkeit.