Aus Libretto #3 (2022)

Traumorte

Schülerinnen und Schüler der Kinder Ballett Kompanie Berlin erarbeiten PETER PAN als Ballett. Wir fragten: Was sind Deine Träume fürs Erwachsensein? Protokolliert hat Carla von Braha, die den Captain Hook spielt

»Peter Pan? Ich würde niemals einem Typen vertrauen, der nachts einfach so durch mein Zimmer fliegt.«

Josephina Mackensen © Max Zerrahn
 

Josephina Mackensen (19) spielt Wendy Ich habe zwei Träume, der eine ist unrealistisch, an dem anderen arbeite ich bereits. Wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich gerne mal in einem Disney-Film mitspielen, vielleicht sogar als Wendy, so wie in unserem Stück. Mit ihr kann ich mich identifizieren, sie ist familiär, hilfsbereit, obwohl, naiv ist sie ja schon: Ich würde niemals einem Typen vertrauen, der nachts einfach so durch mein Zimmer fliegt! Der andere Traum ist, im Labor zu arbeiten und mal an einem großen, genetischen Projekt zu forschen. Seit diesem Jahr studiere ich Biowissenschaften – und das ist dann am Ende sogar spannender als das, was Wendy unternimmt.

 

»Ich habe viele Träume. Aber Ballerina möchte ich nicht werden, das wäre zu anstrengend.«

Sofia Kaspruk © Max Zerrahn
 

Sofia Kaspruk (11) spielt eines der Verlorenen Kinder Ich habe viele Träume, aber eine konkrete Idee habe ich noch nicht. Klassische Musik hat in meinem Leben schon immer eine große Rolle gespielt. Meine Tante ist Balletttänzerin in Paris, und meine Mama singt in der Oper. Als ich zum ersten Mal die Spitzenschuhe meiner Tante sah, wollte ich unbedingt auf der Spitze tanzen, mittlerweile darf ich das auch. Ballerina möchte ich trotzdem nicht werden, das wäre mir ein bisschen zu anstrengend. Ich könnte mir gut vorstellen, mal eine Firma zu leiten. In der Schule bin ich oft die Chefin, wenn es um Gruppenprojekte geht. Gleichzeitig liebe ich es auch, zu zeichnen und Kleider zu entwerfen. Als Arbeit würde ich das später aber eher nicht machen. Organisieren und Planen macht mir auch Spaß und einige Zeit habe ich überlegt, wie es wäre, als Event- oder Hochzeitsplanerin zu arbeiten. Aber ach, wer weiß, was es am Ende wird, ich habe ja noch Zeit.

 

»Ich spreche sechs Sprachen, daher kam für mich nie etwas anderes in Frage, als meine Leidenschaft zum Job zu machen.«

Mikaela Markgraf © Max Zerrahn
 

Mikaela Markgraf (15) spielt das Krokodil Ich möchte Lehrerin werden, wie meine Mutter und meine Großmutter. Ich spreche sechs Sprachen, Sprachenlernen fällt mir leicht, daher kam für mich nie was anderes in Frage, als meine Leidenschaft zum Job zu machen. Früher wollte ich Dolmetscherin werden, seit meinem Betriebspraktikum habe ich gemerkt, dass ich gerne mit Kindern arbeite. Momentan absolviere ich Kurse, erlange Zertifikate, die belegen, wie weit ich die erlernten Sprachen beherrsche. Mein Traumreiseziel ist die USA. Englisch ist meine Lieblingssprache: Sie ist einfach zu lernen und hat einen coolen Vibe. Ich würde gerne ein Semester im Ausland studieren, vielleicht in den USA?

 

»Ich hätte wohl schon mit dreizehn ein Kleinflugzeug steuern können.«

Dayo Kramer © Max Zerrahn
 

Dayo Kramer (17) spielt Peter Pan Ich liebe die Idee des Fliegens, die fast surreale Vorstellung, über den Wolken zu sein, die krasse Dimension des Weltraums, man selbst ist klein und unwichtig. Seit ich denken kann, ist es mein Traum, Pilot zu werden. Ich habe so viele Bücher gelesen, Dokumentationen gesehen, Simulationen gespielt, dass ich wahrscheinlich schon mit dreizehn ein Kleinflugzeug hätte steuern können. In unserem Stück spiele ich Peter Pan, dort fliege ich in einem Flugwerk, so nennt man die Technik, über die Bühne. Dass ausgerechnet ich das erleben darf, oder? Ich bin sehr dankbar für diese Erfahrung. Nach meinem Abitur möchte ich auf jeden Fall auf eine Flugschule, mich fasziniert die Verbindung von Wissenschaft und Fortschritt. Das einzige Dilemma hat mit der Umwelt zu tun. Daher wäre es mir wichtig, Teil einer Veränderung für klimaneutrale Luftfahrt sein.

 

»Mein Traum ist es, mit Forschung etwas in der Welt zu bewegen.«

Gesa Jaacks © Max Zerrahn
 

Gesa Jaacks (14) spielt eine Meerjungfrau Mich faszinieren Mathematik und Physik, sie sind meine Lieblingsfächer; nach der Schule lese ich Bücher über Naturwissenschaften, ich belege Online-Kurse, um programmieren zu lernen. Mein Traum ist es, mit Forschung etwas in der Welt zu bewegen. Wissenschaft schafft Möglichkeiten, die Welt zu verbessern und es ist genau das, was ich machen will. Ich gehe zum Ballett, seit ich zwei Jahre alt bin. So lernt man Verantwortung zu übernehmen, im Team zu arbeiten, wird selbstbewusst. Lauter Dinge, die mir helfen werden, meinen Traum zu leben.

 

»Ich helfe gern anderen Leuten. Zusammen mit meiner Freundin möchte ich einmal eine Psychologenpraxis eröffnen.«

Livia Mai © Max Zerrahn
 

Livia Mai (13) spielt eine Piratin Wie viele wollte auch ich Profi-Tänzerin werden. Dann habe ich gemerkt, mit wie viel Anstrengung und Stress das verbunden wäre. Ich möchte Ballett aber weiter als etwas betreiben, das ich einfach nur schön finde. Lange wusste ich nicht, was ich mal werden will, bis der Bruder meines Onkels von seiner Arbeit als Psychologe erzählte. Das konnte ich mir sofort vorstellen, es macht mich glücklich, anderen zu helfen. Meine Freunde vertrauen mir oft ihre Probleme an, mir fällt es leicht, mich in sie hineinzuversetzen, zuzuhören und Ratschläge zu geben. Um Psychologie zu studieren, braucht man ein sehr gutes Abi, aber zum Glück lerne ich gern, sogar Hausaufgaben machen mir Spaß. Eine Freundin von mir möchte auch Psychologin werden. Unser Traum ist es, später einmal eine Praxis zusammen zu eröffnen.

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01
DEZ

Adventkalender im Foyer: Das 1. Fensterchen

Heute im Foyer: „Die Schneekönigin“
Eine Lesung mit Dietmar Schwarz und Katharina Schrade
17.00 Uhr / Rang-Foyer rechts
Dauer: ca. 25 Minuten / Eintritt frei


Die kleine Gerda macht sich auf den Weg, ihren besten Freund Kay zu suchen, der von einem Tag ganz verändert und dann verschwunden ist. Mit Hilfe von Krähe und Rentier findet sie am Ende den Weg in den kalten Norden Lapplands und kann mit der wahren Macht der Freundschaft – dem Lachen – ihren Kay aus den Klauen der Schneekönigin befreien. Intendant Dietmar Schwarz liest aus Hans Christian Andersens berührendem und weltberühmten Märchen DIE SCHNEEKÖNIGIN vor. Ein Muss für alle, die Märchen lieben!