Biagio Pizzuti

Biagio Pizzuti

Der Bassbariton Biagio Pizzuti studierte Gesang und Klavier in seiner Geburtsstadt Salerno. Zu seinen Lehrern zählen Aldo Ciccolini, Walter Alberti, Rolando Panerai und Renato Bruson. Er ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe: u. a. hat er den angesehenen As.Li.Co.-Contest und den Toti dal Monte-Wettbewerb gewonnen. Erste Erfahrungen sammelte er in den Theatern seiner Heimatstadt. Am Teatro Carlo Felice in Genua wurde er ins Opernstudio aufgenommen und war dort u. a. als Marcello und Schaunard / LA BOHEME und Gregorio / ROMEO ET JULIETTE zu hören.

Es folgten zahlreiche Auftritte in Italien, etwa beim Spoleto-Festival in GIANNI SCHICCHI und MADAMA BUTTERFLY, in Brescia und Cremona in L‘ELISIR D‘AMORE, in Catania und Palermo in DON GIOVANNI, in Cagliari in Rossinis LA PIETRA DEL PARAGONE, auch in Neapel in LA BOHÈME und Florenz in L’ITALIANA IN ALGERI. Das Ausland wurde bald auf den jungen Sänger aufmerksam. So führten ihn Gastspiele zu den Salzburger Pfingstfestspielen, wo er in Massenets CLEOPATRE mitwirkte, nach Basel und Maribor, wo er als Leporello in Mozarts DON GIOVANNI zu hören war, sowie an die Oper in Amsterdam in IL VIAGGIO A REIMS und an das Thèâtre du Châtelet in Paris wieder in LA PIETRA DEL PARAGONE.

Jüngste Höhepunkte waren Bizets CARMEN bei der diesjährigen Stagione in der Arena di Verona, Enrico in Donizettis LUCIA DI LAMMERMOOR in Treviso und Ferrara sowie Malatesta in DON PASQUALE in Palermo. Außerdem interpretiert er wieder Belcore / L’ELISIR D’AMORE beim Maggio Musicale in Florenz, Guglielmo / COSÌ FAN TUTTE in Liverpool sowie Händels AGRIPPINA unter Maxim Emelyanychev am Thèâtre des Champs-Élyssées, die auch bei der Deutschen Grammophon erscheinen wird. Am Theater an der Wien debütierte Biagio Pizzuti als Elviro in SERSE.

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09
DEZ

Adventskalender im Foyer: Das 9. Fensterchen

Heute im Foyer: „Jenseits der Schneekönigin“
mit Alexandra Ionis, Oliver Boyd und Henriette Zahn
17.00 Uhr / Rang-Foyer rechts
Dauer: ca. 25 Minuten / Eintritt frei


Seit ihrer Uraufführung 2019 begeistert DIE SCHNEEKÖNIGIN in der Tischlerei der Deutschen Oper Berlin nicht nur Kinder. Auch dieses Jahr stehen zahlreiche Vorstellungen auf dem Spielplan. Umso größer ist die Freude, dass sich Alexandra Ionis und Henriette Zahn aus dem Cast der SCHNEEKÖNIGIN zusammengetan haben, um ein Türchen des Adventskalenders zu gestalten. Gemeinsam mit Oliver Boyd, Bariton im Chor der Deutschen Oper Berlin, präsentieren sie ein buntes Programm. Neben Brahms, Schönberg und Kurt Weill erklingen als besonderes Highlight auch Lieder des Komponisten der SCHNEEKÖNIGIN, Samuel Penderbayne, und seines Lehrers Moritz Eggert.

Die Berlinerin Alexandra Ionis studierte u. a. am Conservatorio di musica Giuseppe Verdi in Mailand und an der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom. 2016 debütierte sie in Strauss‘ DIE ÄGYPTISCHE HELENA an der Deutschen Oper Berlin. Weitere Produktionen hier am Haus waren DEATH IN VENICE, IL VIAGGIO A REIMS und IL TROVATORE. An der Staatsoper Unter den Linden sang sie in Widmanns BABYLON, Reimanns GESPENSTERSONATE, der Uraufführung von Eötvös‘ SLEEPLESS, in DER ROSENKAVALIER und zuletzt in der Neuproduktion von DER RING DES NIBELUNGEN als Schwertleite / DIE WALKÜRE.

Henriette Zahn ist Pianistin mit Schwerpunkt Kammermusik und Liedgestaltung und studierte in München, Lübeck und zuletzt in der Liedklasse von Wolfram Rieger an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Sie spielte u. a. mit dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg, der Karajan-Akademie, dem Württembergischen Kammerorchester und dem Goldmund-Quartett. Aufführungen führten sie u. a. an die Deutsche Oper Berlin, ans Schauspielhaus Hamburg, Theater Bremen, zu den Salzburger Festspielen, in die Allerheiligen Hofkirche in München. Rege Zusammenarbeit verbindet sie mit dem Komponisten Samuel Penderbayne und der Pianistin Anna Buchberger.

Oliver Boyd studierte am Queensland Conservatorium bei Gesangstrainer Gregory Massingham und an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin bei Christine Schäfer. Im September 2018 sang Oliver Boyd die Hauptrolle des Reverend Calloway in Paul Deans Oper DRY RIVER RUN. 2017 debütierte er mit dem Queensland Symphony Orchestra in der Rolle des Dancairo / CARMEN konzertant. Als Solist trat er in Händels „Messias“ auf, in Mahlers „Lieder eines fahrenden Gesellen“, Haydns „Nelson“- und „Paukenmesse“, Mozarts „Requiem“, „Vesper“ und „Missa Brevis“ sowie in Schuberts Messe in G-Dur. Oliver Boyd gewann zahlreiche Preise, darunter den ersten Preis beim Royal Melbourne Philharmonic Aria-Wettbewerb und den Champion der Champions im Queensland Eisteddfod. Er wurde als einer der Nachwuchskünstler des Brisbane Lord Mayor ernannt. Seit der Spielzeit 2021/22 ist Oliver Boyd Mitglied der Stimmgruppe der 1. Bässe im Chor der Deutschen Oper Berlin.