Ein Kennenlerkonzert der besonderen Art

Gemeinsam für die Zukunft

Zum Auftakt der Saison 2022/23 stellten sich einige der neuen Stipendiat*innen den Mitgliedern des Talent-Circles vor. Ganz im Sinne dieses Engagements einer „musikalischen“ Familie traf sich der Circle im privaten Umfeld zu Musik und einem französischen Aperitif.

So lernten sich Fördernde und Geförderte persönlich kennen konnten und sprachen in angenehmer Atmosphäre über aktuelle Engagements, Wettbewerbe und die Zukunft. Dieser persönliche Austausch ist neben der finanziellen Unterstützung wesentliches Element der Arbeit des Talent-Circle, um so die Talente so zu unterstützen, wie sie es benötigen – mit Meisterkursen, Deutschunterricht und vielen anderen Hilfestellungen.

Der Talent-Circle unterstützt derzeit sechs Stipendiat*innen plus erstmals einen Korrepetitor, der ebenfalls als Stipendiat vor allem auch die Nachwuchssänger*innen unterstützt. Zudem hat der Talent-Circle nun die Förderung von 15 Akademisten übernommen.  

Auf dem Foto von links nach rechts: Albert Mena (Korrepetitor) / Fam. Landt – Arianna Manganello (Mezzosopran) / Dr. Fabian Sell – Maria Motolygina (Sopran) / Belcanto – Joel Allison (ehem. Stipendiat heute im Ensemble) – Sua, Jo (Sopran) / Gerhard Baum – Artur Garbas (Bariton) / Walter Sandvoss.

In seinem Stipendiat* innen-Programm werden durch den Förderkreis in jeder Spielzeit mindestens fünf Stipendiat*innen gefördert, die das Ensemble der Deutschen Oper Berlin bereichern. Es haben sich in den letzten Jahren auch private Patenschaften aus dem Förderkreis herausgebildet, Paten sind: Walter Sandvoss, die Manfred Strohscheer-Stiftung, Bettina Volle [in Gedenken] und eine Gruppe von Opernliebhabern, die ein Stipendium übernommen haben, das wir künftig als »Belcanto- Stipendium« führen. Belcanto-Paten sind: Bert Günzburger und Lothar Matthiak, Renate und Claus Jürgen Diederich, Horst Ihloff, Florian Chiutu-Haeger und Rolf Haeger, sowie Dr. Dr. Peter Kaulen und Eliseo Diroma. Ihnen gilt ein ganz besonderes Dankeschön.

Wie erfolgreich dieses Engagement des Förderkreises ist, zeigt die herausragende Bilanz der letzten Jahrzehnte: So begannen u. a. Martin Gantner, Laura Aikin, Arutjun Kotchinian, Robin Johannsen, Yosep Kang, Ante Jerkunica, Thomas Blondelle, Heidi Stober, Hulkar Sabirova, Hila Fahima, Clémentine Margaine, Tobias Kehrer, Alexandra Hutton, Siobhan Stagg, Attilio Glaser, Annika Schlicht, Judit Kutasi oder Robert Watson ihre internationalen Karrieren auf der Bühne der Deutschen Oper Berlin.

Alleine die Vorstellungen von DON GIOVANNI in den vergangenen Spielzeiten sähen ohne diverse ehemalige Stipendiat*innen fast leer aus: Die Titelpartie verkörpert – nun schon zum dritten Mal in Folge – der ehemalige Stipendiat Samuel Dale Johnson, seinen ergebenen Diener gibt Seth Carico, ebenso ein ehemaliger Stipendiat, die Partie der Donna Anna übernimmt Flurina Stucki, Don Ottavio wird von Matthew Newlin verkörpert und Donna Elvira Jacquelyn Stucker. Stipendiat*innen des Förderkreises singen oft schon in ihrer ersten Spielzeit relevante Partien wie Hoffmann [Robert Watson], Alfredo Germont [Andrei Danilov] oder Adele [Meechot Marrero]. Sie sind aber auch für die zahlreichen mittleren und kleineren Partien in den Werken von Mozart über Wagner und Puccini bis hin zu Britten, Schostakowitsch oder Korngold unverzichtbarer Bestandteil für das Haus.

 

Die Stipendiat*innen des Förderkreises 2022/2023

Arianna Manganello / Mezzosopran / 
Dr. Sell-Stipendium

Elisa Verzier / Sopran /
Stipendiatin der Manfred-Strohscheer-Stiftung

Artur Garbas / Bariton /
Walter-Sandvoss-Stipendiat

Kieran Carrel / Tenor /
Bartho-Stipendium

Maria Motolygina / Sopran / 
Belcanto-Stipendium

Sua Jo / Sopran / 
Gerhard-Baum-Stipendium

Albert Mena / Pianist und Korrepetitor /
Stipendium der Familie Landt

 

Die Stipendiat*innen der Opera Foundation 2022/2023

Maire Therese Carmack / Mezzosopran

Kyle Miller / Bariton

Thomas Cilluffo / Tenor

 

Weitere Stipendiaten 2022/2023

Hye-Young Moon / Sopran / WCN Stipendium Südkorea

Daniel Nicholson / Bariton / Opera Foundation Australia

Erstmals konnte der Talent-Circle des Förderkreises der Deutschen Oper Berlin den Stipendiatinnen und Stipendiaten der Saison 2022/2023 einen Meisterkurs anbieten. Der mexikanische Tenor Franciso Araiza – mit 50 Jahren Bühnenerfahrung – schulte die jungen Sängerinnen und Sänger nicht nur stimmlich. Als Meister seines Faches und mit einem schier unerschöpfliches Repertoire an Bühnenerfahrung erarbeitete er mit den Stipendiat*innen, wie Arien und Partien mit mehr Präsenz und Ausdruck dargeboten werden können.

Der südkoreanische Bariton Samueol Park resümierte: „Ich bin als Samueol auf die Bühne und kam als Marquis von Posa wieder runter.“

Die Meisterklassen sollen auch in der nächsten Saison wieder stattfinden.

Wir wollen in diesem Jahr die Nachwuchsförderung in der Deutschen Oper Berlin gezielt und noch stärker unterstützen als bisher. Schon bislang hat der Förderkreis der Deutschen Oper Berlin dafür gesorgt, dass jungen Sängerinnen und Sängern der Karrierestart ermöglicht wurde, und hat die Deutsche Oper Berlin dabei unterstützt, ihr erstklassiges Ensemble aufzubauen.

Diese erfolgreiche Arbeit soll nun mit dem Projekt Talent-Circle erweitert werden, um die Nachwuchsarbeit an der Deutschen Oper Berlin weiterhin auf hohem Niveau zu sichern, denn die vergangenen Corona-Monate verlangten – zumindest vorübergehend – hier besondere und zusätzliche Anstrengungen. Mit dem Talent-Circle will der Förderkreis einen zusätzlichen Unterstützerkreis aufbauen, der den musikalischen Nachwuchs nicht nur finanziell unterstützt, sondern zu einem Kreis von persönlichen Paten wird.

Unterstützen Sie den Talent-Circle, lernen Sie so den künstlerischen Nachwuchs kennen und genießen Sie die Gelegenheit, die jungen Sängerinnen und Sänger bei kleineren, exklusiven Abenden musikalisch zu erleben und sich mit ihnen zu ihren Karrieren und Träumen auszutauschen.

 

Wie können Sie die Talent-Förderung unterstützen?

Sie haben die Möglichkeit, sich mit einer Spende ab € 3.100,00 anteilig an einem Stipendium zu beteiligen oder ein gesamtes Stipendium in Höhe von € 15.500,00 als exklusive Patenschaft für ein Jahr zu übernehmen.

Für weitere Fragen wenden Sie sich gerne an
Silke Alsweiler-Lösch
E-Mail loesch@deutscheoperberlin.de 
Telefon +49 (030) 34 384 240

Pro Spielzeit werden bis zu fünf Stipendien an junge Künstler*innen (bis 30 Jahre) aller Nationalitäten vergeben, abhängig von Bedarf und Spielplan der Deutschen Oper Berlin. Die Stipendiat*innen erarbeiten kleinere Partien, treten in Vorstellungen der Deutschen Oper Berlin auf und können u. a. mit Coaches des Hauses arbeiten.

Das Stipendium beginnt in der Regel am 1. September eines Kalenderjahres und endet am 30. Juni des Folgejahres. Das monatliche Stipendium beträgt derzeit € 1.550,00  und wird in dieser Höhe ohne Abzüge ausbezahlt. Da nach derzeitiger Rechtsauffassung des Finanzamtes das Stipendium nicht die Voraussetzungen der Steuerfreiheit nach § 3 Nr. 44 EstG erfüllt, wird deshalb ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Stipendiat / die Stipendiatin verpflichtet ist, diese Einkünfte zu versteuern und in seiner/ihrer persönlichen Einkommenssteuererklärung anzugeben. Für die Auftritte in Opernvorstellungen wird von der Deutschen Oper Berlin eine monatliche Brutto-Vergütung von €  1.200,– zusätzlich bezahlt.

Bitte senden Sie vollständige Bewerbungsunterlagen via Mail an: barrios[at]deutscheoperberlin.de
Eine konkrete Bewerbungsfrist gibt es nicht.

Aufgrund der Vielzahl der Bewerbungen kann es einige Wochen dauern, bis Sie eine Antwort bekommen.

Wir bitten um Verständins!

Die Bewerbungsunterlagen sollten enthalten

Eine aktuelle Biografie im pdf Format
Ihre Repertoireliste
Ein Foto von Ihnen
Ein Tonbeispiel als audio-Datei oder youtube-Link: Benötigt wird eine Opernarie, möglichst aus dem Repertoire, das an der Deutschen Oper Berlin gespielt wird.
Dateien die in einer Dropbox hinterlegt werden, können nicht geöffnet und daher nicht angenommen werden. Bei Dokumenten die nicht im pdf Format geschickt werden, besteht immer die Gefahr dass sie nicht durch den Viren-Scan kommen.

 

Spielzeiten 2022/23 und 2023/24

Die Stipendien für diese Spielzeit wurden bereits vergeben. Auch für die nächste Spielzeit sind die Kandidat*innen weitestgehend gefunden bei gleichzeitig sehr hohen Bewerberzahlen. Daher nehmen wir momentan keine weiteren Bewerbungen mehr an.

 

Spielzeit 2024/25

Bewerbungen für die Stipendien der Spielzeit 2024/25 werden wir voraussichtlich ab August 2023 annehmen. Wir bitten um Verständnis.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte
Viviana Barrios, Tel. +49 (0)30-343 84-204
barrios[at]deutscheoperberlin.de

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03
DEZ

Adventsverlosung: Das 3. Fensterchen

Heute verlosen wir 2 mal 2 Freikarten für die Vorstellung von DIE FLEDERMAUS am 31. Dezember 2022 um 19.30 Uhr. Wenn Sie an der Verlosung teilnehmen möchten, senden Sie bitte heute eine E-Mail an marketing@deutscheoperberlin.de mit dem Betreff „Das 3. Fensterchen“.

2018 hob sich der Vorhang für eine Neuinszenierung der FLEDERMAUS in der Regie von Rolando Villazón. Dem umtriebigen Sänger, Regisseur, Moderator und Autor war diese Inszenierung eine Herzensangelegenheit, konnte er in Strauß’ Meisteroperette doch einerseits mit komischen Elementen spielen, andererseits aber auch dem Melancholisch-Nachdenklichen Raum geben. Denn in Strauß‘ Operette geht es ums Fremdgehen, um Underground-Partys und die betörende Macht des Champagner, aber eben auch um die Beschreibung gesellschaftlicher Fassaden und vor allem der Abgründe, die auf der Rückseite des bürgerlichen Salons lauern. Und weil eben einfach immer fremdgegangen, gefeiert und getrunken wird, versetzt Villazón die drei Akte in drei verschiedene Zeiten und nimmt das Publikum mit auf eine Reise vom 19. Jahrhundert über die 1950er Jahre in die Zukunft.

Es war bereits 1874 im Theater an der Wien eine Novität, dass der Walzerkönig Johann Strauß eine Handlung präsentierte, die nicht in mythischer Ferne oder in Fantasiestaaten spielte, sondern den großbürgerlichen Salon als Ausgangspunkt nahm. Das bürgerliche Publikum sah sich selbst mit all seinem Dünkel und seiner Doppelmoral auf der Bühne grotesk verzerrt. Die Geschichte war natürlich nicht neu: Strauß und sein Mitarbeiter Genée griffen auf eine französische Boulevardkomödie der Offenbach-Librettisten Meilhac und Halévy zurück, ergänzten sie aber durch pikante Details. Zum Beispiel den Auftritt der verkleideten Rosalinde auf dem Ball des Prinzen Orlofsky. Überhaupt geht die Zuspitzung und Zentrierung der Handlung auf das Maskenfest mit der finalen Huldigung des Alkohols, der allgemeinen Verbrüderung und dem champagnerseligen Du-i-du auf das Konto Genées. Ansonsten finden sich in der Farce rund ums Fremdgehen all die Zutaten, die zu einer guten Komödie gehören: Die aufmüpfige Kammerzofe, der versteckte Liebhaber, der selbst ehebrechende, doch eifersüchtige, Gatte und die verkleidete Gräfin.

Es singen und spielen für Sie u. a. Burkhard Ulrich, Hulkar Sabirova, Annika Schlicht, Attilio Glaser, Thomas Lehman, Padraic Rowan, Jörg Schörner, Meechot Marrero, Kathleen Bauer und Ingo Paulick unter der musikalischen Leitung von Yi-Chen Lin.


Einsendeschluss: 3. Dezember 2022. Die Gewinner*innen werden am 5. Dezember 2022 per E-Mail informiert. Die Karten gehen Ihnen per E-Mail zu. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.