Als Götz Friedrich gemeinsam mit dem Orchestervorstand der Deutschen Oper Berlin 1983 die Idee hatte, für die Ausbildung des Orchesternachwuchses eine Akademie zu gründen, war eine derartige Förderung durch ein Opernorchester eine Innovation.

Absolvent*innen von Musikhochschulen, die eine hervorragende solistische Ausbildung genossen haben, bekommen seitdem die Möglichkeit, ein außerordentlich großes Opernrepertoire kennenzulernen: In der Deutschen Oper Berlin stehen in jeder Saison die wichtigsten Werke von Wagner, Puccini, Strauss und Verdi auf dem Programm, darüber hinaus ein breites Repertoire von Mozart über die Spätromantik bis zur Moderne.

Die Akademist*innen werden im Einzelunterricht und in Orchesterstudien von erfahrenen Orchestermitgliedern betreut. Sie dürfen bei Proben, Konzerten und Opernaufführungen mitwirken, nachdem sie sich die Werke mit ihren Mentor*innen angeeignet haben.

Der Pflege der Kammermusik kommt ebenfalls ein hoher Stellenwert zu. Deshalb wird in jeder Saison ein Konzert der Kammermusikreihe des Orchesters von den Akademist*innen gestaltet.

Ein sehr wichtiger Teil der Förderung ist die Vorbereitung auf Probespiele um eine feste Position in einem Orchester. Hierzu bietet die Orchesterakademie Mentaltraining in Form von Workshops, Korrepetition und simulierte Probespiele an.

Nicht nur die jungen Akademist*innen profitieren von dieser Ausbildung, sondern auch das Orchester der DOB selbst: Um Nachfolger*innen für freiwerdende Stellen auszubilden, werden gezielt Akademieplätze in den entsprechenden Instrumentengruppen vergeben. So konnten sich seit ihrer Gründung 18 Mitglieder der Akademie eine Festanstellung im Orchester der Deutschen Oper Berlin erspielen.

 

In der Saison 2021/2022 begrüßen wir in der Orchesterakademie:

Sumin Jo, Tomasz Kobel, Francesca Temporin, Peter Fritz, Sonja Lu, Oskar Kaiser (Violine), Ekin Özcan (Viola), Benjamin Pas, Leonor Swyngedouw (Violoncello), Svenja Dose, Gustavo Rocha (Kontrabass), Luis Diz (Horn), Sayaka Matsukubo (Trompete), Jonas Becker (Bassposaune), Elias Samuel Rodehorst (Tuba), Noelia Cotuna (Harfe).

 

Für eine Bewerbung für die Orchesterakademie

Die Dauer der Ausbildung beträgt 2 Jahre. Das Ausbildungsprogramm enthält: vorbereitenden Instrumentalunterricht bei Mentor*innen aus dem Orchester, Mitwirkung bei 10 Diensten pro Monat (Proben und Vorstellungen / Oper, Ballett und Konzert), Probespieltraining Korrepetitionsstunden, Mentaltraining. Ausbildungsvergütung: ab 2022/23 € 1.000,00 im Monat (inklusive Stipendium des Förderkreises der Deutschen Oper Berlin e. V.).

Alle offenen Stellen finden Sie bei www.muvac.com.

 

Leitung der Orchesterakademie
Kaja Beringer
beringer@deutscheoperberlin.de

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03
DEZ

Adventsverlosung: Das 3. Fensterchen

Heute verlosen wir 2 mal 2 Freikarten für die Vorstellung von DIE FLEDERMAUS am 31. Dezember 2022 um 19.30 Uhr. Wenn Sie an der Verlosung teilnehmen möchten, senden Sie bitte heute eine E-Mail an marketing@deutscheoperberlin.de mit dem Betreff „Das 3. Fensterchen“.

2018 hob sich der Vorhang für eine Neuinszenierung der FLEDERMAUS in der Regie von Rolando Villazón. Dem umtriebigen Sänger, Regisseur, Moderator und Autor war diese Inszenierung eine Herzensangelegenheit, konnte er in Strauß’ Meisteroperette doch einerseits mit komischen Elementen spielen, andererseits aber auch dem Melancholisch-Nachdenklichen Raum geben. Denn in Strauß‘ Operette geht es ums Fremdgehen, um Underground-Partys und die betörende Macht des Champagner, aber eben auch um die Beschreibung gesellschaftlicher Fassaden und vor allem der Abgründe, die auf der Rückseite des bürgerlichen Salons lauern. Und weil eben einfach immer fremdgegangen, gefeiert und getrunken wird, versetzt Villazón die drei Akte in drei verschiedene Zeiten und nimmt das Publikum mit auf eine Reise vom 19. Jahrhundert über die 1950er Jahre in die Zukunft.

Es war bereits 1874 im Theater an der Wien eine Novität, dass der Walzerkönig Johann Strauß eine Handlung präsentierte, die nicht in mythischer Ferne oder in Fantasiestaaten spielte, sondern den großbürgerlichen Salon als Ausgangspunkt nahm. Das bürgerliche Publikum sah sich selbst mit all seinem Dünkel und seiner Doppelmoral auf der Bühne grotesk verzerrt. Die Geschichte war natürlich nicht neu: Strauß und sein Mitarbeiter Genée griffen auf eine französische Boulevardkomödie der Offenbach-Librettisten Meilhac und Halévy zurück, ergänzten sie aber durch pikante Details. Zum Beispiel den Auftritt der verkleideten Rosalinde auf dem Ball des Prinzen Orlofsky. Überhaupt geht die Zuspitzung und Zentrierung der Handlung auf das Maskenfest mit der finalen Huldigung des Alkohols, der allgemeinen Verbrüderung und dem champagnerseligen Du-i-du auf das Konto Genées. Ansonsten finden sich in der Farce rund ums Fremdgehen all die Zutaten, die zu einer guten Komödie gehören: Die aufmüpfige Kammerzofe, der versteckte Liebhaber, der selbst ehebrechende, doch eifersüchtige, Gatte und die verkleidete Gräfin.

Es singen und spielen für Sie u. a. Burkhard Ulrich, Hulkar Sabirova, Annika Schlicht, Attilio Glaser, Thomas Lehman, Padraic Rowan, Jörg Schörner, Meechot Marrero, Kathleen Bauer und Ingo Paulick unter der musikalischen Leitung von Yi-Chen Lin.


Einsendeschluss: 3. Dezember 2022. Die Gewinner*innen werden am 5. Dezember 2022 per E-Mail informiert. Die Karten gehen Ihnen per E-Mail zu. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.